Weg und Geschichte der Kleeblattdivision

294.I.D.
Divisionsgefechtsstand sowie allgemeines

 

294. I.D.

Divisionsgefechtsstand

sowie allgemeines


06.02.1940 Die 294 I.D. wird als Division der 8. Welle im Raum Döbeln aufgestellt.

10.02.1940 Generalleutnant Otto Gabcke übernimmt den Befehl über die 294.I.D.

08.03.1940 Das Kommando der 294.I.D. befindet sich in Leipzig N22.

11.03.1940 Der Division wird mitgeteilt, daß die I.G.-Kpn. die 3. le. Züge erhalten. Diese werden von der zur Zeit in Polen liegenden 209. I.D. abgegeben und der 294. I.D. zugeführt.

21.03.1940 Die drei leichten I.G.-Züge sind in den letzten beiden Tagen bei ihren Regimentern eingetroffen.

17.05.1940 Beginn des Abtransportes der Division in den Raum Hillesheim/Stadtkyll.

18.05.1940 Die ersten Transporte treffen am späten Nachmittag in den Ausladebahnhöfen Stadtkyll, Lissendorf, Jünkerath und Hillesheim ein. Divisionsstab trifft um 22.00 Uhr im Divisions-Gefechtsstand in Stadtkyll ein.

19.05.1940 Division liegt im Raum Stadtkyll und überprüft die Versorgungslage. Weitere Züge treffen den ganzen Tag in den Ausladebahnhöfen ein.

20.05.1940 Division überschreitet belgische Grenze und erreicht den Gefechtsstand in Amel. Division liegt im Raum Büllingen - Faymonville – Ligneuville - Recht – Wallerode – Holzheim. Der letzte Transportzug der Division trifft um 03.56 in Lissendorf ein.

21.05.1940 17.30 Uhr trifft die Division am Divisions-Gefechtsstand Lierneux ein. Die Einheiten der Division liegen im Raum Lierneux.

22.05.1940 Die Division liegt im Raum Baraque de Froiture – Vielsalm.

23.05.1940 Die Division liegt im Raum Flamerge – Bastogne – Houffalize. Der Div.-Gefechtsstand in Bastogne wird um 4.00 Uhr erreicht.

24.05.1940 Der Div.-Gefechtsstand in Saint Hubert wird um 8.00 Uhr erreicht. Die Division liegt im Raum Lavacherie – Arville - Smuid – Libin – Amberloop.

25.05.1940 Die Division erreicht den Raum Graide über Nouzon. Der Div. Gefechtsstand wird gegen 13.00 Uhr nach Graide verlegt.

26.05.1940 Der Div.-Gefechtsstand ist ab 11.00 Uhr in Bourg-Fidele. Die Division marschiert in einem Zuge über die Maas. Anfang des Unterbringungsraumes ist Bourg-Fidele, das Ende ist in Montherme. Die Marschstraße geht von St. Pierre, Louette, Willerzien, Les Voieries, Montherme, südl. Deville, Lee Mazures, Bourg-Fidele.

27.05.1940 Die dem XXXXIII.A.K. unterstellten Division werden auf zwei Straßen nach Westen vorgezogen, der sogenannten Nordstraße und der Südstraße. Verlauf der Nordstraße: Montherme - Deville - Bourg Fidele - Maubert Fontaine - Auvillers - Antheny - Aubenton - Martigny - Landouzy la Ville. Verlauf der Südstraße: Nouzon - Arreux - Renwez - Le Tremblois - Blombay- Marby - Liart - La Feree - Brunchamel - Iviers - Jeantes la Ville, Plomian. Die 294.I.D. wird auf die Nordstraße gezogen, Unterbringungsraum mit Anfang in Mon Idee, mit Ende bei Les Mazures (ausschl.). Der Div.-Gefechtsstand ist ab 18.30 Uhr in Maubert-Fontaine.

28.05.1940 Die Division marschiert über Auvillers, Antheny, Bossus, Hannapes, Aubenton, Martigny, Landouzy auf la Bouteille. Unterbringung der Division mit Anfang in La Bouteille, mit Ende in Antheny. Der Divisionsstab und der Div.-Gefechtsstand befinden sich in Aubenton.

29.05.1940 Der Div.-Gefechtsstand ist weiterhin in Aubenton. Für die Division ist Ruhetag.

30.05.1940 Der Div.-Gefechtsstand ist weiterhin in Aubenton. Für die Division ist wieder Ruhetag. Mit Genehmigung des Generalkommandos wird als Divisions-Abzeichen das vierblättrige Kleeblatt eingeführt, welches sich bereits beim I.R.514 sehr bewährt hat. Als Farben der Truppenteile werden bestimmt: I.R.513: weiß; I.R.514: rot; I.R.515: gelb; A.R.294: rot mit schwarzer Umrandung; Pi.Btl.294: schwarz mit weißer Umrandung; Pz.Jäg.Abt.294: hellgrün; N.A.294: braun mit weißer Umrandung; Nachschubdienste und übrige rückwärtigen Dienste: hellblau; Divisionsstab 294: weiß mit schwarzer Umrandung.

31.05.1940 Der Div.-Stab befindet sich um 8.00 Uhr in Harcigny. Die Division verschiebt sich in der Nacht vom 31.05. - 01.06.1940 aus dem Raum La Bouteille - Antheny in den Raum Marle - Tavaux - Plomion - Vervin.

01.06.1940 Div.-Gefechtsstand ab 18.00 Uhr in Burelles. Ein Armeebefehl trifft ein: Division hat in der Nacht vom 01.06. zum 02.06.1940 den Raum nördlich von Namcelles – Burelles – Hourg zu räumen. Sie verschiebt sich in den Raum Marle (ausschl.) – Straße Marle, Montvornet – Agnicourt et Sechelles – Nampcelles – Braye – Hary - Burelles – Prisces – Rogny.

02.06.1940 Die Division liegt im Raum Marle – Burelles – Rogny. Der Divisionsstab liegt in Burelles.

03.06.1940 Division liegt bis zum 09.06.1940 im Raum Marle – Burelles – Rogny.

04.06.1940 Das MG-Bataillon 2 wird der 294 I.D wirtschaftlich zugeteilt.

10.06.1940 Der Div.-Gefechtsstand ist ab 09.00 Uhr in Liesse.

11.06.1940 Die Division verlegt abends in den Raum Craonelles – Sissone (ausschl.) – Coucy (einschl.) – Plojard (einschl.). Neuer Divisions- Gefechtsstand ab 20.00 Uhr in Arrancy.

12.06.1940 Division überquert die Aisne bei Pontavert. Der Div.-Gefechtsstand ist ab 18.30 Uhr in Romain. Durch schlechte Zufahrtsstraße zu den Aisne- Brücken tritt eine große Zeitverzögerung ein.

14.06.1940 Neuer Div.-Gefechtsstand ist in Rilly.

15.06.1940 Division rückt an die Warne vor. Raum Dizy Magenta (einschl.) – bis Tours fur Marien (ausschl.) – Louvois Changzillen. Divisionsstab ist in Louvois. Division erhält den Befehl zum Vorziehen in den Raum Vertus – Champenoise.

16.06.1940 Ab 19.00 Uhr ist der Div.-Gefechtsstand in Connantre. Die Division wird Armeereserve.

17.06.1940 Die Division übernimmt die Bewachung der Gefangenenlager in Mailly und Julien. Neuer Div.-Gefechtsstand ab 17.00 Uhr in Droubt St. Basle.

18.06.1940 Die Division wird im Raum Jeugny – St. Sarine – Payns - Bouilny zur Errichtung und Bewachung von Gefangenenlagern eingesetzt. Der Div.- Gefechtsstand ist in St. Germain.

19.06.1940 Der Div.-Gefechtsstand befindet sich in Serrigny.

20.06.1940 Division erreicht den Raum um Brinon. Der Div.-Stab wird in Acry eingerichtet.

22.06.1940 Division befindet sich im Raum Brinon – Tannay. Der Div.- Gefechtsstand befindet sich in Brinon, nachdem Tannay als für nicht geeignet befunden wurde.

23.06.1940 Division befindet sich im Raum Brinon – Tannay.

24.06.1940 Division befindet sich im Raum Brinon – Tannay.

25.06.1940 Division befindet sich im Raum Brinon – Tannay. Mit Beginn des Waffenstillstandsvertrages hören die Marschbewegungen vorläufig auf. Ab heute ist Gefechtsausbildung angeordnet.

26.06.1940 Der Divisionsstab liegt in Vezelay bis zum 02.07.1940.

27.06.1940 Unterkunftsbereich der Division nördlich der Linie Chareauneuf – St. Saulge. Das Marschbtl. 223 wird der Division nach Clamecy zugeführt in Stärke von 15 Offizieren und 900 Mannschaften. Von dort wird es nach Beuvron in Marsch gesetzt. Nach Auffüllung der Truppenteilen soll aus dem Marschbtl. 223 das Feldersatzbtl. 294 gebildet werden. Mit Einverständnis der Division erhält das Feldersatzbtl. folgende Feldpostnummern, welche sonst zum Divisionskommando gehören: 00202 A (Stab und 1.Kp.), 00202 B (2. Kp.), 00202 C (3.Kp.).

28.06.1940 Die Brückenbaukolonne 657 wird der 294 I.D. unterstellt.

03.07.1940 Die Division marschiert zur Straße Clamecy – Varzy – Premery. Divisionsstab liegt bis zum 05.07.1940 in Poilly sur Loire.

04.07.1940 Die Division erreicht den Raum Cosne - Doncy. Marschstraße für mot. Teile: Armeenachschubstraße Varzy, La Charite (hier Loire-Übergang), dann Straße nach Bourgos bis Straßenstern 3 km nordwestlich Oron, Los Aix, Henrichomont, La Chapelle d’ Angillon, Aubigny. Marschstraße für nicht mot. Teile: Entrains(?), Cosno, aus der Eisenbahnbrücke über die Loire (nur 8 to. !), Savigny, Vailly s.S., Argont s. Sauldre.

05.07.1940 Division überschreitet die Loire und erreicht um 06.00 Uhr den Raum Aubigny – Villegenon – Pierrefitte les Bois – Autry le Chatel. Sie erhält Einsatzbefehl für die Kanalküste. Der Divisionsstab verbleibt in Bouilly.

06.07.1940 Division muß bis 10.30 Uhr die Straße Sully – Aubigny überschritten haben und erreicht danach den Raum Souigny – Brinon – Clemont – Cerdon- Viglain. Divisions-Stab liegt bis zum 09.07.1940 in Orleans.

07.07.1940 Für die Truppenteile ist Ruhetag.

09.07.1940 Division erreicht den Raum Laferte St. Aubin – Tigy – Jargeau – Orleans. Der Divisionsstab liegt in Orleans, Rue de Marechal Foch.

10.07.1940 Der Divisions-Stab verlegt nach Vendome und bleibt dort bis zum 13.07.1940. Die Division überschreitet die Loire und erreicht über Orleans den Raum Villampuy – Prenouvellon – Epieds en Beauce – Terminiers – Bazoches en Dunois.

11.07.1940 Division liegt im Raum Chapelle Royale – Courtalain – Chateaudun – Marboue – Dangeau – St. Avit las Guspieres – Mottereau – Brou.

12.07.1940 Die Division erreicht den Raum Tuffe – Bouloire – St. Calais – Marolles les St. Ualais – Valennes – Vibraye – Lamnay – Villaines (ausschl.). Das Divisions-Stabsquartier befindet sich in Vendome, neben der Kathedrale.

13.07.1940 Wegen der bisherigen hohen Marschleistungen ist heute Ruhetag.

14.07.1940 Der Divisionsstab liegt bis zum 01.09.1940 in Mayenne (Südostrand Bretagne). Die Division ist in den Kantonen des Departements Sarthe und Mayenne für die Militärverwaltung und für die Bewachung des Kriegsgefangenenlager Couptrain (30 km westlich von Alencon). Außerdem werden folgende Kriegsgefangenenlager übernommen: Laval, Mayennes, Mulsannes, Camp-Auvour. Das Landesschützenbataillon 454 ist der 294 I.D. zur Bewachung des Gefangenenlagers Camp d’ Aurours unterstellt. Der BauTr.6 und das BauBtl.26 werden der Division unterstellt.

16.07.1940 Die Division liegt im Raum Laval – Craon - Chauteau Gontier. Die Division muß den Raum Laval – Craon für die SS-Standarte Adolf Hitler freimachen.

19.07.1940 Der Stab der 294 I.D. liegt in Mayenne, die Quartiermeisterabt. in Laval, später auch in Mayenne. Das Wachbataillon 541 ist der 294.I.D. unterstellt zur Bewachung des Gefangenenlagers in Le Mans.

20.07.1940 Die Division liegt im Departement Sarthe. Folgende Einheiten liegen im Bereich der 294.I.D. und wurden ihr unterstellt: Rgt.Kdr. der Nebeltruppe z.b.V. 2, Entgiftungsabt. 102, Nebelwerferabt.1

21.07.1940 Die Division erfährt eine Waffenaufstockung von bisherigen Fehlstellen durch neue deutsche Waffen.

22.07.1940 Die Division erfährt, daß sie zusätzlich 110 Maschinenpistolen, 27 Panzerbüchsen und 6 l.I.G. erhält. Damit kann bei den 13. Kp. der Regimenter je ein vierter l. I.G.-Zug aufgestellt werden. Mit einer Zuweisung wird für Mitte August gerechnet. Die Brückenkolonne B602 wird kriegsgliederungsmäßig der Division unterstellt.

23.07.1940 Der Division wird der Betriebsstoffzug K-042 (525522) nach Le Mans zugeführt, mit 320000 l Benzin und 80000 l Diesel. Kriegsgefangene der belgischen, niederländischen und luxemburgischen Armeen werden in ihre Heimatorte entlassen. Es ergeht Befehl für die Aufstellung der 4. leichten Züge bei den 13. Kompanien der Infanterieregimenter.

24.07.1940 Der Kommandierende General des IX.A.K. besucht die 294 I.D. Das IX.A.K. ordnet an, die schweren Granatwerferzüge der Division an die 8. und 28. Division zuzuteilen. Auszug aus dem Kriegstagebuch: „Die Division hat sich auf die Aufgabe einer Verwendung in England einzustellen. Alle Maßnahmen für die Ausbildung haben einer derartigen Verwendung Rechnung zu tragen.“

28.07.1940 Die Art.-Abt. 615 wird der 294 I.D. zur Versorgung unterstellt.

29.07.1940 Die Division muß auch das Gefangenenlager in Alencon übernehmen. Oberst Bartcky übernimmt für den beurlaubten Divisionskommandeur die Führung der Division.

30.07.1940 Unter Einsatz von 15 LKW und 100 Gefangenen wird der Betriebsstoffzug nach Mayenne überführt.

31.07.1940 Die Division übernimmt die Verwaltung des von der Armee nahe bei Mayenne eingerichteten Betriebsstofflagers.

02.08.1940 Die Division übernimmt das Kriegsgefangenenlager Alencon. Weiterhin werden zur Zeit die Kriegsgefangenenlager Mulsanne, Laval und Mayenne überwacht.

03.08.1940 Es ist geplant, die Division weiter zu motorisieren.

04.08.1940 Art.Reg.Stab 610, Pi.Btl.627, Brückenbau-Btl. 548 und 521, Brüko B1/422,430 und Brüko B2/422,430 werden der 294 I.D. unterstellt.

05.08.1940 Der Division soll das Marschbtl. z.b.V. 56 zugeführt werden. Zeit und Ort noch sind noch unbekannt.

06.08.1940 Eintrag im KTB: „ Die Truppe ist beseelt von dem Wunsche, möglichst bald in erster Linie an einem Angriff auf England teilzunehmen. Die Möglichkeit hierzu konnte der einzelne Mann als wahrscheinlich annehmen, nachdem die Division in Küstennähe verlegt wurde. Er erwartet es auch als Ausgleich für die Enttäuschungen, die ihm dadurch bereitet wurden, daß er während des ganzen Krieges im Westen bisher nicht eingesetzt wurde. Jetzt glaubt er auch aus den Gefechtsübungen heraus zu ersehen, daß die Div. für einen Einsatz in England vorgesehen ist. Diese Erwartung fördert die Ausbildung und den Diensteifer erheblich.“

09.08.1940 Generalleutnant Otto Gabcke übernimmt wieder den Befehl über die Division. Die Brüko T182 ist der 294 I.D. zur Versorgung unterstellt.

13.08.1940 Die Division wird mit der Errichtung und Verwaltung des Truppenübungsplatzes Aurours beauftragt. Das Marschbtl. z.b.V. 56 trifft bei der Division ein: Stärke des Marschbtl. ist: 8 Feldwebel, 26 Unteroffiziere, 891 Mannschaften, 1 Arzt, 5 Zahlmeister (andere Angaben 13 Offiziere, 79 Unteroffiziere, 831 Mannschaften).

15.08.1940 Die Division hat folgenden Fehlbestand an Personal: 81 Offiziere, 389 Unteroffiziere, 174 Mannschaften und 94 Pferde. Im Zeitraum vom 15.07.-15.08.1940 gab es folgende Verluste: 3 Tote (1 Unteroffizier, 2 Mannschaften, 2 Verwundete (2 Mannschaften), 167 Kranke (4 Offiziere, 21 Unteroffiziere und 142 Mannschaften), 52 sonstige Abgänge (1 Offizier, 25 Unteroffizier, 26 Mannschaften). In diesem Zeitraum eingetroffener Ersatz: 2 Offiziere, 13 Unteroffiziere, 321 Mannschaften. Durch das zugeführte Marsch-Btl.z.b.V.56 in Stärke von 13 Offizieren, 79 Unteroffizieren und 831 Mannschaften, welches bei der Errechnung der Fehlstellen noch bei der Angabe des eingetroffenen Ersatzes berücksichtigt wurde, können alle Fehlstellen gedeckt werden.

24.08.1940 Es ist geplant, die 294. I.D. mit 6. I.D. (Poitiers, Demarkationslinie) auszutauschen. Der Austausch soll Ende August/Anfang September 1940 in kleinen Schritten stattfinden. Die 294. I.D. soll den neuen Raum im Eisenbahntransport erreichen, mot. Teile im Landmarsch.

28.08.1940 Die Division beginnt mit der Ablösung der 6. I.D. Der erste Transport beginnt um 13.10 Uhr mit der Eisenbahn.

29.08.1940 Erste Einheiten treffen im neuen Raum ein.

31.08.1940 Im August 1940 gaben folgende Fronttheater und Orchester Vorstellungen im Divisionsbereich: 07.08.-10.08. Rheinisches Landestheater mit 8 Vorstellungen und 3200 Besuchern; 14.08.- 17.08.1940 Landestheater Saarpfalz mit 8 Vorstellungen und 3400 Besuchern; 24.08.-27.08.1940 Orchester Hagestedt mit 8 Vorstellungen und 2650 Besuchern; 29.08.-31.08.1940 Bauerntheater mit 6 Vorstellungen und 2800 Besuchern.

02.09.1940 Der Divisionsstab verläßt Mayenne und erreicht gegen Mittag Poitiers, wo er bis mindestens 30.11.1940 liegt. Die Division löst die 6.Infanteriedivision ab.

04.09.1940 Aufgabe der Division ist es, die Demarkationslinie zu sichern und abzusperren. Die Division überwacht die Demarkationslinie über 85 km von La Petite Mitte bis La Roche-Posay. Der Division gegenüber liegen folgende feindlichen Truppen: Bei Pleuville liegen Jäger und von Mauprevoir bis La Roche-Posay breit auseinandergezogen das französische I.R.27. In L’Isle-Jourdain an der Vienne sollen sich Truppen verschiedener Waffen, besonders Artillerie, befinden.

16.09.1940 Zur Versorgung der 294.I.D mit Marketenderwaren wird am 16.09.1940 eine Divisions-Markentenderei im Cafe Gilbert in Poitiers eingerichtet.

02.10.1940 Der Division ist die Fahrkolonne 5/12 verpflegungsmäßig zugeteilt.

04.10.1940 Das Munitionslager Ingrandes wird zwecks Unterbringung von Gefangenen geräumt. Folgende Einheiten sind der 294 I.D. verpflegungsmäßig zugeteilt: 5. gr. KW.Kol. der Nachschubkol.Abt. 573, Art. Kol. d. schw. Art.Abt.733 und Art. Kol. d. schw. Art.Abt.102.

07.10.1940 Division stellt eine Ersatzanforderung an das stellv. Gen. Kdo. IV. A.K. Dresden: Benötigt werden 2600 Infanteristen, 390 Artilleristen, 190 Pioniere, 50 Panzerjäger, 60 Nachrichtenleute und Ersatz für Einzelabgaben der rückwärtigen Dienste.

09.10.1940 Division übergibt die Bewachung ortsfester Anlagen an das Landesschützenbtl. 603 und Wachbtl. 561.

12.10.1940 In Poitiers finden sportliche Wettkämpfe der Divisionen statt.

13.10.1940 Auch heute finden sportliche Wettkämpfe der Divisionen in Poitiers statt.

15.10.1940 Aus dem Lager Ingrandes, nördlich von Chatellerault, sind 79 Gefangene geflüchtet, 2 Weiße und 77 Algerier. Ungefähr 1500 Mann sind 3 Tage mit Streifendienst beschäftigt. Zur Aufstellung der 304 I.D. gab die Division einige Einheiten ab, darunter Stab/I.R.515, III./I.R.515, III./I.R.514 und III./I.R.515 sowie die III./A.R.294 mit der 2. u. 5 Batterie. Die Abgaben werden ersetzt.

16.10.1940 Nebenkohlelager der Division befinden sich in Chatellerault und Couhe.

22.10.1940 Die Eisenbahnlinie Poitiers – Bordeaux muß bewacht werden, wofür etwa 800 Mann benötigt werden.

23.10.1940 Division muß zur Aufstellung der 304. Infanterie-Division Einheiten abgeben. Es handelt sich dabei um den Stab I.R.515, III./513, III./514, III./515 und das III./AR 294. Diese Abgaben sollen im November durch 2/3 Reservisten und 1/3 aus 8-Wochen ausgebildeten Mannschaften ersetzt werden. Abtransport vom Bahnhof Chatellerault.

26.10.1940 Das Bau-Btl.43 und das Wachbtl.561 werden der Division unterstellt.

30.10.1940 Die Division beabsichtigt, zu Weihnachten eine Postkarte herstellen zu lassen. Dazu wird ein Preisausschreiben für den besten Entwurf einer Weihnachtspostkarte veranstaltet.

31.10.1940 Im Oktober 1940 waren folgende Bühnen im Bereich der 294 I.D. eingesetzt:1, Lessing-Theater, Berlin, mit dem Lustspiel „Schneider Wibbel“, 2. Bunte Bühne Paulsen (Varietéprogramm), 3. Landestheater Saarpfalz mit dem Lustspiel „Trockenkursus“, 4. Groß-Varieté Ferdinand (Varietéprogramm).

05.11.1940 Der Divisionsstab ist in Poitiers untergebracht.

11.11.1940 Der Divisions-Stab liegt weiterhin in Poitiers.

18.11.1940 In diesen Tagen trifft laufend Ersatz für die am 23.10.1940 abgegeben Truppenteile ein. Dieser Ersatz stammt zum großen Teil aus den Jahrgängen 1914-1920.

24.11.1940 Die Kfz-Lage der Division ist infolge Reifenmangels schlecht.

27.11.1940 Division wechselt mit der 223. I.D. die Räume und soll in das Dept. Loiret verlegt werden.

29.11.1940 Beginn der Verlegung der 294 I.D. in den bisherigen Raum der 223 I.D.

03.12.1940 Der Divisionsstab wird nach Montargis (Dept. Loiret) verlegt und bleibt dort bis Anfang März 1941.


31.12.1940 Im Dezember 1940 gab es drei Fahnenfluchtfälle (unerlaubte Entfernung) bei der Division. Davon hat sich 1 Mann nach 2 Tagen selbst gestellt, 1 Mann wurde nach 13 Tagen erhängt aufgefunden und1 Mann wurde nach 2 Tagen verhaftet.

31.01.1941 Im Januar gab es bei der Division drei Selbstmordfälle.

28.02.1941 Im Februar gab es bei der Division zwei Selbstmordfälle und einen Selbstmordversuch.

07.03.1941 Abtransport der Division aus dem Raum Montargis. Division wird in Auxy-Juranville auf die Eisenbahn verladen und nach Dragasani (Rumänien) transportiert. Laufweg des Zuges ist von Auxy-Juranville über Nevers – Dijon – Freiburg – Friedrichshafen – Regensburg – Linz – Wien – Budapest – Arrad – Hermannstadt – Rote Turmpass – Dragasani (Rumänien). Ankunft am 14.03.1941.

14.03.1941 Abmarsch aus Dragasani über Ganeasa nach Caral und Verbleib im Raum Caracal.

22.03.1941 Die Verlegung der Division nach Süden wird vorbereitet.

25.03.1941 Die Division überquert die Donau über eine Pontonbrücke bei Turnu Magurele.

26.03.1941 Es wird der Straßenzustand über den Arabakonakpass südlich Potewgrad erkundet.

29.03.1941 Der Div.-Gefechtsstand wird über Lukovit nach Potewgrad verlegt.

30.03.1941 Vorbereitung für die Überschreitung des Arabakonakpasses, beim Überschreiten werden bulgarische Ochsengespanne eingesetzt.

31.03.1941 Vorbereitung für die Überschreitung des Arabakonakpasses, beim Überschreiten werden bulgarische Ochsengespanne eingesetzt, es stehen 300 Ochsengespanne zur Verfügung.

01.04.1941 Die Division wird dem XIV. Armeekorps unterstellt. Dieses ist ein Panzerkorps und hat an der 294. I.D. kein großes Interesse.

03.04.1941 Die Division trifft in Slivnica ein.

04.04.1941 Der Div.-Gefechtsstand befindet sich in Slivnica.

06.04.1941 Die Kampfhandlungen gegen Jugoslawien beginnen.

07.04.1941 Der Div.-Gefechtsstand befindet sich in Tuden, das II./Geb.Jäg.Rgt.13 ist der 294 I.D. unterstellt.

08.04.1941 Die Division überschreitet die jugoslawische Grenze im Raum Staninci, nördl. der Straße Slivnica-Pirot. Der Angriffsbeginn ist 5.30 Uhr, um 17.00 Uhr erfolgt ein Stellungswechsel nach Protopoinci, wo sich dann auch der Div.-Gefechtsstand befindet. Diese Kämpfe erfordern 27 Tote, 64 Verwundete und 15 Vermißte.

09.04.1941 Der Divisionsgefechtsstand befindet sich in Pirot.

13.04.1941 Stellungswechsel über Palanka nach Nis, wo sich dann auch der Div.- Gefechtsstand befindet.

14.04.1941 Die Division befindet sich im Raum Nis. Der Divisionsstab verlegt von Pirot nach Nis.

18.04.1941 Waffenstillstand mit Jugoslawien.

22.04.1941 Die Division soll den Raum der 60. mot. Division übernehmen.

23.04.1941 Division wechselt nach Niska Banja und bleibt dort bis zum 08.06.1941.

27.04.1941 Teile der Division kämpfen zwischen Pristina und Leskove gegen bewaffnete Banden. Teile des Divisionsgebietes werden von der italienischen und bulgarischen Armee übernommen.

08.06.1941 Die Division wechselt nach Belgrad. Das bisherige Gebiet wird an die 717. I.D. übergeben. Der Div.-Stab befindet sich ebenfalls in Belgrad.

10.06.1941 Der Divisions-Stab liegt in Werschetz.

16.06.1941 Umbewaffnung der Division auf s.Pz.Büchse und 5 cm Pak.

18.06.1941 Der Divisions-Stab liegt in Werschetz.

22.06.1941 Zwecks Zeitersparnis wurde das vorausbeförderte Personal der 294.I.D. geteilt. Eine Gruppe (der Ia, O3 und 2 Schreiber) sollen im landmarsch den neuen Unterkunftsraum Leipzig erreichen, die 2. Gruppe mit den Vorkommandos im Eisenbahn-Transport. Die 1. Gruppe verließ um 08.00 Uhr Werschetz mit einem PKW und erreichte über Temeschburg - Szegedin - Budapest - Wien und Prag am 24.06.1941 um 14.00 Uhr Dresden.

23.06.1941 Vorausbefördertes Personal und die Vorkommandos der Truppenteile werden in Semlin verladen. Abfahrtszeit ist 12.35 Uhr.

24.06.1941 Um 14.30 Uhr verläßt der Divisionsstab Werschetz im Landmarsch, zum Verladebahnhof Stara Pazova. Die 1.Gruppe erreicht im Landmarsch um 17.00 Uhr Leipzig.

25.06.1941 Abtransport von Truppenteilen per Eisenbahn aus dem Raum Pancevo – Werschetz über Dombowa – Preßburg – Prag nach Leipzig im Tempo 8. Der Div.-Stab wird um 7.30 Uhr verladen, 10.32 Uhr begann die Fahrt. Die Fahrt des Div.-Stabes ging zunächst durch Kroatien auf der Hauptstrecke Richtung Agram über Batu - Mitrovica - Sid. In Vinkovci wurde der Transport über die Nebenstrecke Borovo - Novj - Dalj nach Esseg geleitet, welches abends erreicht wurde.

26.06.1941 Die Fahrt des Div.-Stabes geht nun durch Ungarn, wo sich das Tempo wegen hauptsächlich eingleisiger Strecken verlangsamte. Über Ujdombovar - Szakaly - Pincehely - Sarbogard wurde abends Stuhlweißenburg erreicht.

27.06.1941 Der Transport des Div.-Stabes geht weiter über Moha, Bodajk und Mor. Nachts wurde die Donau bei Komorn überquert. Bei Neuhäusel kam der Zug wieder auf die Hauptstrecke Budapest - Preßburg - Wien, auf welcher der Zug nach einer längeren fahrt entlang der ungarisch- slowakischen Grenze mittags Preßburg erreicht. Bei Marchegg wurde "deutsches Reichsgebiet" betreten.

28.06.1941 Der Transport des Div.-Stabes erreicht hinter Gmünd das Protektorat. Um Prag wurde der Zug in längerer Fahrt herumgeleitet, wie bereits zuvor schon um Wien. Am Abend wurde die "Altreichsgrenze" überschritten, 22.00 Uhr verließ der Zug Dresden.

29.06.1941 Der Divisionsstab trifft per Bahntransport um 04.15 Uhr auf dem Freiladebahnhof Leipzig ein. Gegen 06.30 Uhr erreichen die einzelnen Abteilungen ihre Geschäftszimmer im Ringmessehaus, Humboldtstraße 14.

Ende Juni/ Divisionsteile halten sich im Raum Leipzig auf. In diesem Zeitraum Anfang Juli 1941 findet eine Besprechung im Ringmessehaus in Leipzig statt.

Unterbringung der einzelnen Einheiten: Div.-Kdo in Leipzig, I.R.513 im Raum Delitzsch, I.R.514 im Raum Bitterfeld, I.R.515 im Raum Düben, A.R.294 im Raum Eisleben, Pi.Btl.294 im Raum Wittenberg, N.A.294 im Raum westlich Lauchstädt, Pz.Jäg.Abt.294 im Raum Könnern, Feldersatzbtl.294 im Raum Rackwitz, Nachschubdienste in und um Leipzig, San.-Dienste im Raum um Eilenburg, Veterinärdienste im Raum um Eilenburg, Ordnungsdienste in Leipzig, Feldpostamt in Leipzig.

05.07.1941 Die Ia-Staffel (Ia, O3) fährt im Landmarsch von Leipzig nach Krakau ab und erreicht Krakau gegen 20.00 Uhr.

09.07.1941 Abtransport des Divisionsstabes nach Zamosc. Die Fahrt beginnt in Leipzig im Magdeburg-Thüringer Bahnhof, Abfahrt 10.32 Uhr, über Wurzen, Riesa, Elsterwerda, Hoyerswerda, Niesky, Oppeln, Heydebreck, Gleiwitz, Hindenburg, Kattowitz, Potok, Kielce,

Skarisko-Kamneny nach Nisko. Die Division hat bei Beginn des Einsatzes im Osten eine Iststärke von 412 Offizieren, 69 Beamten, 16421 Unteroffizieren und Mannschaften, gesamt 16902.

10.07.1941 Die Division wird dem Kommandanten rückwärtiges Armeegebiet 585 unterstellt.

11.07.1941 Der Divisionsstab trifft gegen 04.00 Uhr in Nisko ein und wird ausgeladen. Nach Kfz-Landmarsch (Bus) trifft der Stab gegen 09.00 Uhr im Raum Zamosc ein und wird dort in der Aldulsk-Kaserne untergebracht.

12.07.1941 Weitere Einheiten der Division treffen per Bahntransport im Raum Zamosc ein. Unterbringung der einzelnen Einheiten nach Ausladung: Marschgruppe I.R.513 (I.R.513, I./A.R.294, N.z./A.R.294) in und südostwärts von Zamosc. Marschgruppe I.R.514 (I.R.514, II./A.R.294, Pi.Btl.294, 2. San.Kp.294) um Tyszowce. Marschgruppe I.R.515 (I.R.515, III. u. IV./A.R.294, pferdebespannte Teile N.A.294) um Komirow. Marschgruppe Divisions-Nachschubführer 294 (pferdebesp. Teile Dinafü, Vet.Kp.294, Feldersatzbtl.294) unmittelbar westlich und nordwestlich Zamosc. Mot. Marschgruppe (N.A. 294, Pz.Jäg.Abt.294, mot. Kw.Kolonnen, mot.San.-Dienste) in und um Szczebrzeszyn. Restliche Versorgungstruppen in Zamosc. Ausladung der mot. Teile erfolgt in und um Reswadow, die Ausladung aller nicht mot. Teile erfolgt in und um Zamosc.

14.07.1941 Die Division zieht aus ihren Unterbringungsgebieten in Richtung Osten nach Luck auf der Rollbahn Nord, welche zugleich die Hauptnachschubstraße der 6. Armee und der Panzergruppe Kleist ist. Die Marschgruppen sollen hauptsächlich den neben der Rollbahn befindlichen Sommerweg benutzen.

15.07.1941 Die Division ist auf dem Marsch nach Rowne. Fehlbestand an Personal zum Stichtag 15.07.1941: 31 Offiziere, 392 Unteroffiziere, 166 Mannschaften. Im Zeitraum vom 16.06.1941 bis 15.07.1941 ist folgender Ersatz eingetroffen: 3 Offiziere, 10 Unteroffiziere, 638 Mannschaften.

16.07.1941 Der Divisionsstab verlegt nach Luck ins ehemalige Bischoffs-Palais, welches 11.00 Uhr erreicht wird.

18.07.1941 Marschbewegungen in Richtung Osten auf der Rollbahn Nord. Div.- Stabs-Quartier verbleibt in Luck.

20.07.1941 Der Divisionsstab erreicht gegen 09.00 Rowne und bezieht Unterkunft im ehemaligen „Roten Haus“ der Stadt. Erste Teile der Division, nämlich das I.R.514, erreichen den Raum Rowne.

21.07.1941 Marschziel der Division ist der Raum Zwiahel – Korzec.

23.07.1941 Der Divisionsstab trifft gegen 10.00 Uhr in Zwiahel ein.

24.07.1941 Marschziel der Division ist der Raum Puliny – Sokolow. Divisisionsstab weiterhin in Zwiahel.

25.07.1941 Die Marschlänge der Division ist jetzt nur noch 70 km, gegenüber 140 km bei Marsch aus dem Ausladeraum Zamosc. Vormarschstraße ist die Straße Rowne, Korzec, Zwiahel, Broniki, Ulaszanowka, Sokolow, Puliny.

27.07.1941 Die Division liegt nach Durchführung der Märsche im Raum Puliny – Pilipowicze (hart westlich Zwiahel) auf einer Länge von etwa 70 km. Divisionsstab weiterhin in Zwiahel.

28.07.1941 Das Marschziel der Division ist Kotljarka, 60 km südöstlich von Shitomir. Der Marschweg geht über Shitomir. Heutehaben jedoch alle Marschgruppen Ruhetag.

29.07.1941 Der Divisions-Stab wechselt von Zwiahel nach Shitomir. Entgegen der ursprünglichen Absicht, nach Kotljarka zu marschieren, soll die Division weiter auf der Rollbahn Nord in den Raum Korostyschew (ausschl.) – Shitomir marschieren. Sie überschreitet um 17.30 Uhr beginnend den Westrand von Shitomir.

30.07.1941 Die 294 I.D. wird der Heeresgruppe Süd unterstellt. Sie überschreitet um 17.30 Uhr beginnend den Westrand von Shitomir. Die Masse der Division trifft am 31.07.1941 gegen 04.00 Uhr im Raum Kosotyschew - Shitomir ein.

31.07.1941 Die Division erreicht mit zwei verstärkten Regimentsgruppen den Raum Korostychew (ausschl.) – Shitomir (ausschl.).

04.08.1941 Die Division liegt in Shitomir als OKH-Reserve. Um 18.45 Uhr erreicht sie der Befehl, sofort nach Brusilow zu marschieren, wo sie der Heeresgruppe Süd unterstellt wird und somit aus dem Unterstellungsverhältnis des OKH ausscheidet.

05.08.1941 Div.-Stabsquartier weiterhin in Shitomir.

06.08.1941 Der Divisions-Stab verlegt sein Stabsquartier nach Brusilow, wo er mittags eintrifft.

07.08.1941 Division ist mit der vordersten Marschgruppe, dem I.R.514, in Fastow, 36 km nordwestlich von Bialacerkiew. Nächstes Marschziel ist Wassilkow. Motorisierte Marschgruppen nehmen dazu den Weg über Shitomir – Kotscherowo – Brusilow – Ulschka – Fastow. Die Division wird dem LV.A.K. unterstellt.

08.08.1941 Der Divisions-Stab trifft gegen 21.00 Uhr in Wassilkow ein. Die Division erhält den Befehl, den bei Tripolje über den Dnejpr gekommenen Gegner zurückzuwerfen.

10.08.1941 Auftrag an die Division: Die 294. I.D. erreicht über Wassilkow und Mal.Olschanka die Gegend Tripolje und wirft den dort über den Dnjepr vorgegangenen Feind wieder über den Dnjepr zurück. Der Divisions- Stab (Führungsstaffel) wird ab 08.00 Uhr nach Mal.Olschanka verlegt.

13.08.1941 Der Divisionsgefechtsstand verbleibt bis frühs in Malaja Oljschanka. Die Führungsstaffel der Division wird nach Gussatschewka verlegt, wo sie gegen 09.15 Uhr eintrifft.

18.08.1941 Für den Angriff werden der 294.I.D. bis zum 25.08.1941 folgende Truppen unterstellt: Arko 124, s.Artl.Abt. II/52(10-cm-Kanone(, s.Artl.Abt.II/46 (15-cm-Haubitze), 1 Bttr. ss.Artl.Abt. I/814 (24-cm- Haubitze), Bb.21, Sturmgeschützabt.197.

19.08.1941 Der Divisions-Gefechtsstand verbleibt in Gussatschewka.

23.08.1941 Beginn des Angriffes auf Tripolje. Zum Angriff auf Tripolje ist die Fla.MG-Kp. 5/46 der 294 I.D. unterstellt. Lage um 23.20 Uhr: Feind wurde im Abschnitt Witatscheff – Tripolje (ausschl.) vom Südufer des Dnjepr vertrieben. In Tripolje hält sich der Feind zäh. Div.- Gefechtsstand in Gussatschewskije.

24.08.1941 Gegen 12.30 Uhr ist Tripolje durch das I.R.514 genommen. Der gesamte Dnjepr-Abschnitt von den Höhen östlich von Witatscheff (einschl.) bis einschließlich Tripolje ist fest in der Hand der 294. Infanteriedivision. Gliederung: Das I./I.R.515 und III./I.R.515 und ihm unterstellten III./I.R.513 die Sicherung des Dnjepr-Abschnittes von rechter Divisionsgrenze bis zur Einmündung des Bachlaufes, der aus der Nordecke Shukowzy zum Dnjepr fließt. Das II./I.R.514 steht am Dnjepr vom Ostrand Tripolje bis zur Einmündung des Flußes Krassnaja in den Dnjepr. Das I./I.R.514 verteidigt den anschließenden Abschnitt von der Einmündung des Flußes Krassnaja in den Dnjepr bis zum Dammweg, der von Nordost auf den Fäuleinsberg führt.

25.08.1941 Die 294.I.D. übernimmt die Sicherung des Dnjepr im Abschnitt Stajki (einschl.) – Mrygi (ausschl.). Rechts liegt die 132 I.D., links die 95 I.D.

Aus dem Unterstellungsverhältnis zur 294.I.D. scheiden aus: Arko 124 mit Heeresartl.-Abt. II./A.R.46, II./A.R.53 und Bb.21, die Fla-Kp.5/46 und die Sturmgeschützabt. 197.

26.08.1941 Der Div.-Gefechtsstand befindet sich im Nordteil von Gussatschewka.

Der Div.-Gefechtsstand befindet sich im Nordteil von Gussatschewka. Gliederung der Division: I.R.515 rechts von Stajki bis einschl. Tripolje, das I.R.514 links von ausschließlich Tripolje bis Mrygi. das I.R.513 versammelt im Raum Mal. Oljschanka.

28.08.1941 Heutige Gesamtverluste: 5 Mannschaften gefallen, 1 Offizier, 1 Unteroffizier und 9 Mannschaften verwundet.

29.08.1941 Division erhält 414 Mann Ersatz.

30.08.1941 Um 00.00 Uhr endet die Unterstellung der Division unter das Kommando des XXIX.A.K., neue Unterstellung unter das Höh.Kdo.XXXIV.

13.09.1941 Wegen Versetzung von Generalleutnant Schaal, Befehlshaber des Höh.Kdos. XXXIV, übernimmt der Kommandeur der 294.I.D. bis auf weiteres den Befehl über das Höh.Kdo.XXXIV. Das Kommando über die 294.I.D. übernimmt Oberst Zapp, Kommandeur des I.R.515.

15.09.1941 Der Div.-Stab (Führungsabteilung) wird nach Kagarlykskaja Sslobodka verlegt. In der Nachtzum 15.09.1941 gelten neue Abschnittsgrenzen: Linke Grenze zur schnellen slowakischen Division: Grobenki (294.I.D.) - Jusefowka (294.I.D.) - Sse,jomowka (slow. Div.) - Matjuschewka (slow. Division) - Grgorowka (294.I.D.) - Krassnoje (slow. Div.) - Tripolje (294.I.D.) -Romankoff (slow. Div.) - Rogosoff (slow. Div.) Rechte Grenze zur 132.I.D.: Kagarlyk (132.I.D.) - Wilikije Prizjki (294.I.D.) - Piwzy (132.I.d.D) - Balyka (132.I.D.) - Jaschniki (294.I.D.) - Hf. Gretschan (132.I.D.). Die Division hat eine Ist-Stärke von 15633 Mann, davon 404 Offiziere, 68 Beamte, 15161 Unteroffiziere und Mannschaften. Zu Beginn des Einsatzes im Osten hatte die Division eine Iststärke von 16902 Mann, davon 412 Offiziere, 69 Beamte, 16421 Unteroffiziere und Mannschaften. Im Ostfeldzug sind bisher folgende Verluste eingetreten: Offiziere: 14 gefallen, 30 verwundet. Unteroffiziere und Mannschaften: 345 gefallen, 904 verwundet, 23 vermißt.

16.09.1941 Division setzt über den Dnjepr über. Die nächsten Orte sind Gussenzy und Ssoschnikoff. Divisionsgefechtsstand in Rshischtschew.

19.09.1941 Der Div.-Gefechtsstand wird mittags wieder nach Kagarlykskaja Sslobodka rückverlegt.

20.09.1941 Die 294.I.D. ist ab 00.00 Uhr dem XXIX.A.K. unterstellt, der Divisions-Stab liegt in Gussatschewka. Die Division wird südlich von Kiew versammelt.

21.09.1941 Weitere Divisionseinheiten setzen über den Dnjepr über. Neue Angriffsrichtung der Division ist Browary sowie das säubern des Raumes zwischen den Bahnlinien Kiew – Borispol und Borispol – Ssofijewka. Der Div.-Gefechtsstand befindet sich in Myschelowka.

22.09.1941 Weitere Teile der Division setzen planmäßig über den Dnjepr über. Bis zum Abend (Meldung von 20.25 Uhr) sind übergesetzt 2 Bataillone des I.R.514, welche Bortnitschi erreicht haben, Pz.Jäg.Abt.294 mit Radf.- Kp./I.R.51, das I.R.515 ist mit Stab, Stabskompanie bis auf die große Insel nordöstlich von Weta Litowskaja und mit einem Bataillon nach Pirogowo vorgezogen. Alle übrigen teile befinden sich noch im alten Unterkunftsraum. Der Div.-Stab liegt in Myschelowka.

23.09.1941 Die Division sammelt nach dem Übersetzen im Raum Borispol – Malaja Alexandrowka – Nowo Darniza – Ossokorki. Die Gefangenensammelstelle der 294.I.D. ist in Grigorowka und wird durch nur 4 Mann Feldgendarmerie bewacht.

26.09.1941 Die Division übernimmt das Gefangenenlager Browary.

28.09.1941 Die Division hat insgesamt 3 verstärkte Marschgruppen übergesetzt und erreicht den Raum Rogosoff –Borispol – Nowo Darnitza. Weitere Absichten: Weitermarsch in den Raum Perejaslaff – Rogosoff. Divisionsstab in Nowo Darnitza.

29.09.1941 Die Division liegt im Raum Perejaslaff – Jerkowzy – Rogosoff . Der Div.-Stab wechselt nach Taschanj. Der Division werden die Fla.MG.Kp.610 und das Str.Bau-Btl.540 unterstellt.

30.09.1941 Die Division liegt im Raum Taschanj – Wypolski – Perejaslaff. Der Div.-Stab verlegt nach Taschanj. Der Division werden die Art.Abt.711 (mot.) sowie die Pz.Jäg.Abt.298 unterstellt. Es wird eine Vorausabteilung gebildet, bestehend aus einem Bataillon, behelfsmäßig motorisiert, ein Regimentsstab, ein Bataillonsstab, eine Panzerjäger- Kompanie, drei Radfahrkompanien, Art.Abt.711 (mot.) und der Pz.Jäg.Abt.298. Auftrag: Schwerpunktsicherung von mirgorod und Aufklärung nach Norden und Nordosten. Führer der Vorausbateilung ist Oberstleutnant Roske, Kommandeur I.R.514.

01.10.1941 Die Division erreicht den Raum Swestkofa – Perwomaiskij – Dobronitschen. Die Vorausabteilung erreicht Mirogowo. Das Straßenbau-Btl. 540 meldet, daß sämtliche Brücken auf der Vormarschstraße bis Lubny auf 10 to. verstärkt worden.

Die Vorausabteilung Roske tritt 06.00 Uhr nach Mirgorod an.

02.10.1941 Die Division erreicht den Raum Jablonewa – Pererwanze – Swestkowka. Die Vorausabteilung 294 erreicht mit Masse am Mirgorod. Div.-Stabs-Quartier ab Mittag in Lubny. Fla.Mg-Kp.610 ist in Lubny zur Luftsicherung eingesetzt. Die Brüko T (mot).168 wird der 294 I.D. unterstellt. Das Straßenbau-Btl.540 bekommt den Befehl, alle Brücken auf der Vormarschstraße von Perejaslaff bis Lubny für nachfolgende Sturmgeschütze auf 20 to zu verstärken.

03.10.1941 Die Division erreicht den Raum Lubny – Tscherewki - Jablonewo. Der Div.Gef.-Stand ist in Lubny. Die Fla.MG-Kp.610 erhält den Befehl, zur Vorausabteilung zu marschieren. Die Brüko T (mot.) 168 ist in Lubny eingetroffen und dem Pi.Btl.294 unterstellt worden. Die Vorausabteilung Roske erhält die 3./Pi.Btl.294 und besetzt mit Teilen Ssorotschinzy. Übergänge über den Pssiol werden durch die Pioniere ausgebessert. Am Nachmittag stößt die Vorausabteilung Roske bei Ssorotschinzy über den Pssiol vor und wirft zuerst den schwachen Gegner bis zur Höhe 105 zurück, welche gegen 17.00 Uhr noch genommen wird. Damit ist der Brückenkopf gebildet.

04.10.1941 Der Divisions-Stab zieht nach Mirgorod um. Die Höhe 105 wird vom Gegner gegen 07.30 Uhr in Kompaniestärke angegriffen. Angriff wird abgewiesen. Weiterhin säubert die Vorausabteilung den Brückenkopf Ssorotschinzy. Bisherige Verluste der Vorausabteilung: 19 Tote und 50 Verwundete. Im Laufe des Tages 3 feindliche Fliegerangriffe (je 8 Rata) mit Bomben auf die Brücken bei Ssorotschinzy, ohne Schaden anzurichten. Die Vorausabteilung Roske durchbricht feindliche Sicherungen bei Ssorotschinzy und bewegt sich auf Borki zu und greift 11.00 Uhr auf Borki an. Vordere Linie der Vorausabteilung Roske kommt bis etwa in Höhe westlich Romanowka. Romanowka selbst ist stark feindbesetzt. Der Feind besteht fast ausschließlich aus Kavallerie. Die Pz.Jäg.Abt.298 wird im Brückenkopf Ssorotschinzy belassen und sichert die dortigen Brücken. Der Gefechtsstand der Vorausabteilung Roske ist nachmittags an der Straße nordostwärts der Höhe 105.

05.10.1941 Die Division erreicht den Raum Gribowo – Zysseff – Mirgorod. Divisionsstabsquartier in Mirgorod. Vorausabteilung Roske säubert Panassowka und Oljfirowka vom Feind. Romanowka wird vom Gegner noch mit einem Kavallerieregiment in Stärke von 500 Mann gehalten, die Vorausabteilung ist mit der Masse nördlich von Romanowka vorbeigestoßen. Der Ort selbst ist umzingelt. Seit 10.30 Uhr wird der Angriff wieder entlang der Vormarschsstraße auf Borki vorgetragen und 18.00 Uhr wird Borki eingenommen. Gefechtsstand der Vorausabteilung ist nachmittags am Wegekreuz westl. Romanowka, am Abend nach der Einnahme von Borki ist er in der Waldspitze 4 km westlich Borki.Vorgeworfene Teile des I.R.514 und eine Batterie leichte Feldhaubitzen treffen bei der Vorausabteilung ein. Bisherige Verluste der Vorausabteilung: 39 Tote, 75 Verwundete.

Durch das Eintreffen von Teilen des I.R.514 wird die Vorausabteilung Roske in Folge als verstärktes I.R.514 bezeichnet.

06.10.1941 Die Division erreicht den Raum Gribow – Panassowka – Ssorotschinzy – Schumenjkoff. Div.Gef.-Stand macht 8.00 Uhr Stellungswechsel nach Ssorotschinzy, gegen 10.00 Uhr nach Borki. Die der Division unterstellte Kompanie des Fla.MG-Btl.610 scheidet aus der 294. I.D. aus und wird nach Rheteschilowka in Marsch gesetzt. Die Pz.Jäg.Abt.298 wird nach Chorol zur 298.I.D. in Marsch gesetzt.

07.10.1941 Der Ort Kusemin wird vom I.R.514 16.00 Uhr eingenommen, weiterer Vormarsch bei Borki. Div.Gef.-Stand in Borki, ab abends in Kusemin. Brüko B 8 wird der 294.I.D. unterstellt. Durch starkes Schneetreiben am Morgen sind die Wege für mot. Fahrzeuge fast ungangbar. Auch das Nachziehen der pferdebesp. Trosse stößt auf große Schwierigkeiten. Das Bau.Btl.540 übernimmt die Ausbesserung und Verstärkung der Brücken bei Ssorotschinzy.

08.10.1941 Div.Gef.-Stand in Bejlssk. Heutige Absichten: Die 294 I.D. setzt sich in den Besitz der Übergänge über die Worskla bei Beljssk und Kusemin und bildet einen Brückenkopf. Um 15.00 Uhr erfolgt ein Feindangriff in etwa Btl.-Stärke auf Beljssk, welche durch Teile des I.R.515 und mit Einsatz des Div.-Stabes abgewehrt wird.

09.10.1941 Div.Gefechtsstand in Beljssk. Für ein abgeschossenes russisches Flugzeug wird von der Division eine Belohnung von 500 Reichsmark ausgezahlt.

10.10.1941 Angriffe in Richtung Bogoduchoff werden fortgesetzt, der Div.- Gefechtsstand befindet sich am Ostrand von Ssloboda-Koteljewa. Wegen der Schlechtwetterlage sind die Wege derart aufgeweicht und zerfahren, daß ein vorkommen von mot. Einheiten fast unmöglich ist. Fast alle Einheiten benötigen 12 Stunden für einen Marsch von 3 Kilometer.

12.10.1941 Die Division erreicht den Raum Ssloboda – Koteljawa – Kypjewacha – Parchamowka. Div.-Stab verlegt nach Kaplunowka. Es wird erwogen, wie die Division für ein weiteres Vorgehen im Schlamm beweglich gemacht werden kann. Dazu wird vom Div.-Stab eine verkleinerte Führungsabteilung mit geländegängigen Kübelwagen beweglich gemacht, die Regimenter haben sich vollkommen pferdebespannt umzustellen, Pak ist bespannt auf die Bataillone zu verteilen. Die Pz.Jäg.Abt. 294 stellt einen gemischten Zug mit s.Panzer-Büchse und 3,7-cm-Pak zusammen, die Funkstellen der Nachr.-Abt.294 sind auf Panjefahrzeugen zu verlasten. Das Pi.Btl.294 wird auf pferdebespannt umgestellt. Mot. Teile und im Schlamm unbewegliche Teile der Division werden in Ssloboda Koteljwa zusammengefaßt und zurückgelassen.

13.10.1941 Restliche Einheiten der Division schließen in den Raum Kypjewacha - Ssloboda – Koteljewa auf.

14.10.1941 Keine besonderen Vorkommnisse bei nur geringer Feindtätigkeit. Die Division schließt in den Raum Kypjewacha – Hf. Kremenezkij – Kaplunowka – Parchomowka – Ssloboda Koteljwa auf, der Div.-Stab verlegt nach Kaplunowka, welcher bei der Verlegung im Schlamm stecken bleibt. Während des ganzen Vormittages feindl. Fliegerangriffe auf Marschgruppen mit Bomben.

15.10.1941 Die Division liegt weiterhin im Raum Ssloboda – Koteljawa – Kypjewacha. Die Div.-Führungsstaffel macht Stellungswechsel nach Kaplunowka. Der Zustand des Vormarschweges ist so schlecht, daß mit einem 6-rädrigen Protz-Kw. die Fahrt auf einer Strecke von etwa 30 km 5 Stunden dauert und knapp 50 Liter Benzin verfahren werden.

16.10.1941 Division marschiert auf Guty – Kypjewacha. Der Div.Gef.-Stand ist in Nikitowka. Nach Korpsbefehl soll sich die Masse der Division im Raum um den Bahnhof Guty – Gubarewka bis Kypjewacha versammeln. Verbindung zum Korps ist seit 07.00 Uhr nicht mehr vorhanden. Funkstelle der Division ist beim Stellungswechsel steckengeblieben und hat bis 17.00 Uhr Nikitowka noch nicht erreicht. Während des ganzen Tages Fliegerangriffe mit Bomben auf alle Divisionsteile.

17.10.1941 Nach Einnahme von Scheptschina erfolgt Angriff auf Ssennoje. Führungsstaffel und Div.Gef.-Stand verlegen in den Ostteil Bogoduchoff. Die Brüko T (mot.) 168 scheidet aus dem Unterstellungsverhältnis zur 294 I.D. aus.

18.10.1941 Die Division überschreitet den Fluß Merla. Der Vorstoß auf Charkow– Ost wird eingeleitet. Auszug aus der Meldung an das XVII. A.K.: Die Division führt zurzeit wegen der Betriebsstofflage und Wegeverhältnisse fast keine Kraftfahrzeuge mit (planmäßige Ausstattung 1100). Pakzüge der I.R. wurden auf pferde- und ochsenbespannt umgestellt. Außerdem mußten zurückbleiben: Masse der Fahrzeuge des Divisions-Stabes einschließlich aller Kradmelder, Masse der N.A.294, Pz.Jäg.Abt.294 ohne 1 Zug, welcher aber aufgrund der Wegeverhältnisse noch nicht heran ist.

19.10.1941 Der Div.-Gefechtsstand erreicht Dolshik.

20.10.1941 Der Div.-Gefechtsstand befindet sich weiterhin in Dolshik.Laufend stärkster Pferdeausfall und größte Anstrengungen infolge grundloser Wege.

21.10.1941 Die Division bildet einen Brückenkopf in Dergatschi, der Div.Gef.- Stand wird gegen 10.00 Uhr nach Dergatschi verlegt. Die Pak-Lage ist bei der Division sehr gespannt, das I.R.513 hat nur zwei 3,7-cm-Pak, das I.R.514 hat nur eine 3,7-cm-Pak, das I.R.515 hat sechs 3,7-cm-Paks. Die Pz.Jäg.Abt.294 ist nicht einsatzfähig. I./Flak 9 wird der Division unterstellt. Die Division meldet dem Korps, daß in Mironowka 134 Verwundete liegen, um deren Abtransport das Korps gebeten wird, da die San.-Kpn. der Division voll eingesetzt sind. Geschütze der schweren Art.Abt. werden 20-spännig gezogen.

22.10.1941 Dergatschi ist feindfrei. Der Gefechtsstand befindet sich in Dolshik. Bemerkung im KTB: „ Die Versorgung der Verwundeten der Division bereitet immer neue Schwierigkeiten, da alle San.-Kpn. bereits voll eingesetzt sind, Einrichten von neuen Hauptverbandsplätzen infolge Mangel an Personal unmöglich ist und ein Abtransport infolge mangelnder Panje-Fahrzeuge sich unerhört schwierig gestaltet.“

23.10.1941 Weiteres Vorziehen der Division ist wegen schlechtem Wetter und fehlenden Nachschub nicht möglich. Der Div.-Gefechtsstand befindet sich weiterhin in Dolshik. Nachschublage unverändert schlecht. Kein Benzin.

25.10.1941 Div.Gef.-Stand wird beritten nach Dergatschi verlegt. Die Division erreicht mit dem vordersten Regiment Tscherkasskoje Losowoje und sperrt die Straße Charkow – Belgorod. Der Weg von Dergatschi nach Tscherkasskoje Losowoje ist sogar für pferdebespannten Fahrzeuge unbefahrbar. 8-spännig bespannte leichte Pak ist steckengeblieben.

26.10.1941 Mot. Fahrzeuge und Kolonnen der Division liegen auf Grund der fast ungangbaren Wege noch bis Ssloboda Koteljwa zurück. Div.Gef.-Stand in Dergatschi.

27.10.1941 Verlegung des Div.-Gefechtsstand um 12.00 Uhr nach Tscherkasskije Tischki. Die I./Flak 9 scheidet aus dem Unterstellungsverhältnis zur 294.I.D. aus, die 1./Bau-Btl.153 wird der Division unterstellt.

28.10.1941 Der Div.-Gefechtsstand befindet sich in Russkij Tischki. Kein weiteres Vorziehen.1./Bau-Btl.153 scheidet aus dem Unterstellungsverhältnis zur 294 I.D. aus.

29.10.1941 Es werden Übergangsmöglichkeit über den Donez bei Ssloboda – Rubeskaja gesucht.

30.10.1941 Anruf vom Chef XVII.A.K. an den Ia der 294.I.D.: Versorgung der Truppe bis März oder April rangiert vor allen taktischen Erwägungen. Mit Nachschub ist nicht zu rechnen. Infolgedessen tritt Bildung von Brückenköpfen usw. vorerst völlig in den Hintergrund.

31.10.1941 Keine Veränderung der Lage. Versorgung der Truppe durch die 6. Armee entfällt. Truppe muß voll aus dem Lande leben. Die gesamten Verluste der Division im bisherigen Ostfeldzug betragen 555 Gefallene (davon 15 San.-Personal), 1627 Verwundete, 51 Vermißte. Im Zeitraum vom 28.09.1941 – 31.10.1941 machte die Division 3568 Gefangene, an feindlichen Truppenteilen wurden in diesem Zeitraum vernichtet: Reste der 81. Div. mit Rgt. 53, 202, 323, A.R.125, Reste der 212. Schützen- Division mit den Schützen-Regimentern 587, 669, 692 sowie das Schützen-Btl. 129. Stark angeschlagen wurden folgende feindlichen Truppenteile: 297. Schtz.-Div. mit Schtz.Rgt. 1055, 1057, 1059, Haubitzen-Artl.Rgt. 445, Kav.Rgt. 32, 60, 99 der 3. Kav.-Div. , Kav.- Rgt. 72 der 9. Kav.-Div. Die Iststärke der Division beträgt heute 380 Offiziere, 65 Beamte, 14221 Unteroffiziere und Mannschaften, gesamt 14666. Verluste vom 01.10.1941-31.10.1941: Gefallen: 9 Offiziere und 192 Unteroffiziere und Mannschaften; verwundet: 26 Offiziere und 691 Mannschaften; vermißt: 23 Unteroffiziere und Mannschaften, Gesamtverlust: 941

01.11.1941 Der Divisions-Stab liegt in Charkow. Die Division meldet folgenden Fehlbestand: Offiziere: 127 (26,5 %), Beamte: 16 (20,0 %), Unteroffiziere: 622 (22,6%), Mannschaften: 1909 (14,6%): Ausfälle an Kraftfahrzeugen seit dem 05.10.: 16 Kräder, 28 PKW, 34 LKW. Alle Kfz. sind ausnahmslos überholungsbedürftig.

02.11.1941 Nicht notwendige Übergänge über den Donez werden zerstört. Es gibt Probleme bei der Unterbringung, 294 I.D. soll eventuell Charkow räumen.

03.11.1941 Die Division erhält den Befehl, die Strecke Charkow – Kostscha – Lopanie zu entminen. Teile der Division liegen am Donez 15 km südwestlich Woltschansk.

04.11.1941 Ssloboda – Rubeshnaja ist feindfrei, Lipzy wird passiert.

05.11.1941 Es finden weitere Erkundungen in Richtung Donez und Woltschansk statt.

06.11.1941 Keine Veränderung der Lage. Es finden Erkundungen von Unterkünften und Versorgungseinrichtungen im Raum Charkow statt.

08.11.1941 Division meldet, daß Woltschansk feindfrei ist.

11.11.1941 Division meldet, die Bahnstrecke Charkow – Belgorod ist frei von Minen.

15.11.1941 Bei Stariza werden weitere Brücken gesprengt. Fehlbestand der Division: Offiziere: 86, Unteroffiziere: 560, Mannschaften: 1895, Pferde: 1078. Verluste vom 01.09.-15.11.1941: 256 Tote, 863 Verwundete, 351 Kranke, 835 sonstige Ausfälle, zusammen 2295. In diesem Zeitraum eingetroffener Ersatz: 5 Offiziere, 5 Unteroffiziere, 53 Mannschaften, zusammen: 63.

16.11.1941 Division klärt am Brückenkopf Krassnyj – Pissarewka auf. Es sind frühs zwei verstärkte Schützenzüge aus Brückenkopf Krassnyj über Pissarewka bzw. Gniluschka auf Ilmenij angetreten.

19.11.1941 Feindlicher Angriff auf den Brückenkopf Krassnyj, welcher zurückgeschlagen wird.

29.11.1941 Der Feind bereitet einen Angriff auf den Brückenkopf Krassnyj vor. Die 294.I.D. übernimmt 12.00 Uhr den Befehl über den ehemaligen Abschnitt der 101. le. Div.

30.11.1941 Die Division unternimmt verschiedene Gegenstöße gegen Feindbewegungen.

01.12.1941 Der Div.-Gefechtsstand (Führungsstaffel) wird 14.00 Uhr nach Sloboda Nepokrytaja verlegt. Eingenommene Ortschaften werden zur Verteidigung eingerichtet.

02.12.1941 Sicherung am Donez im Raum Charkow – Danilowa – B.Babka. Rechte Grenze zum LV.A.K.: Ostausgang Charkow (Straßengabel Charkow- Tschugujeff, Charkow-Danilowka) - Boljschaja Babka (294.) - Chotomlja (294.) - Hf. Tomaschoff (294.) - B. Burluk (294.) - Urasowa (LV.A.K.) Linke Grenze zur 79.I.D.: Streletschje (79.) - Murom (79.) -Ogurzowa (79.) - Woltschansk Mitte - Verlauf des Flusses Woltscha.

03.12.1941 Tschernjawskj, Pissarewka und Gniluschka sind vom Feind neu besetzt.

04.12.1941 Stärkere Feindtätigkeit. Ssloboda - Rubeshnaja und Brückenkopf Krassnyj sind jedoch fest in deutscher Hand. Die Division hält in dem Abschnitt Ssloboda Chotomlja (einschl.) – Stariza (einschl.) die Donezlinie einschl. des Brückenkopfes Ssloboda Chotomlja – Ssloboda Staryj Ssaltoff Distr. Wojewizkoje und des Brückenkopfes Krassnyj. Grenze rechts zu 44. I.D. (LV.A.K.): Ostausgang Charkow (Straßengabel Charkow – Tschugujeff, Charkow – Danilowka) – Boljschaja Babka (294.) – Ssloboda Chotomlja (294.) – Hf. Tomaschoff (294.) – Ssloboda Boljschoj Burluk (294.), Grenze rechts zu 79. I.D.: Streletschje – Murow – Ogurzowa (Orte zu 79.) – Woltschansk (Mitte) – Verlauf des Flusses Woltschja. Es sind eingesetzt: rechts das verst. I.R.514 (mit II./A.R.294), links: verst. I.R.513 (mit I./A.R.294).

05.12.1941 Abwehr feindl. Angriffe auf Chotomlja und Passekowka. Der Divisions-Stab liegt in Ssloboda Nepokrytaja und Charkow. Nachschubstraße der Division sind die Straßen von Charkow nach Ssloboda Nepokrytaja und von Charkow nach Lipzy, welche wegen Partisanengefahr überwacht werden müssen. Außerdem müssen diese beiden Straßen durch Schneepflüge der Division freigehalten werden.

06.12.1941 Die Straße Charkow - Lipzy ist stark verschneit, Räumfahrzeuge kommen zum Einsatz.

08.12.1941 Der Div.Gef.-Stand liegt weiterhin in Ssloboda Nepokrytaja.

09.12.1941 Bei Chotomlja und Rubeshnaja werden Feindtätigkeiten abgewiesen.

11.12.1941 Nahaufklärung im gesamten Frontabschnitt der Division.

12.12.1941 Da die Division in der jetzigen Gliederung nicht in der Lage ist, stärkere Feindangriffe abzuwehren, wird eine Neugliederung wie folgt beschlossen: I./I.R.515 in Chotomlja, Rgt.-Stab, II./I.R.515, 1 Zug 13./I.R.515 und 5./A.R.294 (die bis jetzt in Chotomlja in Stellung war) in Molodowoje. Rgt.-Stab I.R.514, II./I.R.514, III./I.R.514, Stab II./A.R.294, 4./A.R.294, Teil von 13./I.R.514 und 14./I.R.514 in Ssloboda Staryj Ssaltow, I./I.R.514 mit Teilen in Passekowka, mit Teilen in Werchnij Ssalatow, dort auch 6./A.R.294. Dadurch ist sichergestellt, daß stärkere Feindangriff abgewehrt werden können. Mit der Einleitung der Umgliederung wird am 13.12.1941 begonnen.

15.12.1941 Keine Veränderung der Lage. Fehlbestand am 15.12.1941: Offiziere: 76, Unteroffiziere: 564, Mannschaften: 2141, Pferde: 1832. Verluste im Zeitraum 15.11.-15.12.1941: 50 Tote, 84 Verwundete, 175 Kranke, 210 sonstige Ausfälle, gesamt 519. In diesem Zeitraum eingetroffener Ersatz: 9 Offiziere, 14 Unteroffiziere, 51 Mannschaften, zusammen 74 Köpfe.

17.12.1941 Eine Hauptkampflinie wird eingerichtet, deren ungefährer Verlauf der Donez ist. Eine Brücke bei Ssloboda Staryj Ssaltow wurde überschwemmt.

18.12.1941 Es beginnt ein beschränkter Urlaub, der vor allem der fechtenden Truppe zugute kommt. Es verkehrt wöchentlich ein Urlauberzug, in dem die Division 37 Platzkarten zugewiesen bekommt.

20.12.1941 Die Hauptkampflinie hat folgenden Verlauf: Brückenkopf Ssloboda Chotomlja – Donez – Brückenkopf Ssloboda Staryj Ssaltow – Donez - Brückenkopf Distr. Wojewizkoje – Donez - Brückenkopf Krassnyj - Donez – Stariza – Donez bis Ogurzowa.

22.12.1941 Zur Schaffung eines Vorfeldes werden folgende Ortschaften abgebrannt: Hf. Nesterowka, Hf. Annowka, Hf. Marjanowka, Hf. Djakoff, Hf. Bugajewka, Hf. Krassnyj, Gniluschka, Pissarewka, Grafskoje, Prilipka.

23.12.1941 Es trifft eine Genesenen-Kp. (3./Gen.-Marsch-Btl. XVII/18) in Stärke von 240 Mann für die Division ein.

24.12.1941 Keine Veränderung der Lage. Die Division erhält den Befehl, zu überprüfen, wie die Gefechtsstärken der fechtenden Truppe auf Kosten der Trosse und Versorgungstruppen erhöht werden können.

25.12.1941 Die 294.I.D. soll Teile der aufgelösten 239. I.D. übernehmen. Das I.R.514 bekommt ein Btl. als III./I.R.514, das I.R.515 einen le. I.G.-Zug als 4. le. I.G.-Zug, die Pz.Jäg.Abtl.294 eine Pz.Jäg.Kp. als 4./Pz.Jäg.Abt.294. Diese Einheiten treffen in den nächsten Tagen bei der Division ein.

26.12.1941 Feindlicher Angriff um 03.00 Uhr in Stärke von 60 - 70 Mann auf den Südteil Chotomlja vom Donezgrunde her, um 03.10 Uhr Angriff von 80 - 100 Gegnern beim Friedhof Chotomlja sowie von 200 Gegners aus nordöstlicher Richtung. Gegen 05.00 Uhr und 05.35 Uhr feindlicher Angriff in Stärke von 100 - 150 Mann aus östlicher und nordöstlicher Richtung auf Passekowka. Um 12.00 Uhr verleiht der stellv. Divisionsführer, Oberst Görner, das Deutsche Kreuz in Gold an Oberstleutnant Hähling, Kdr. A.R.294, Oberstleutnant Roske, Kdr. I.R.514 und Hauptmann Siebenhüner, Kdr. II./I.R.513.

28.12.1941 Division greift mit zwei Kompanien den Ort Troizkoje an. Troizkoje wurde dabei zerstört.

29.12.1941 Eigener kampfkräftiger Spähtrupp greift den Südteil von Troizkoje an, um die restlichen Häuser niederzubrennen. Beim Vorstoß auf Prilipka wurde die 1. Sicherungslinie des Gegners überrannt und alle Gebäude bis auf die Steinschule abgebrannt. Der Division wird ein Zug s.Artl.- Abt. (mot) 711 unterstellt.

30.12.1941 Angriff und Einnahme von Nesterowka, welches auch abgebrannt wird. Revolutionskoje wurde von einem Spähtrupp abgebrannt.

31.12.1941 Verteidigungsvorbereitungen im gesamten Abschnitt. Die Iststärke der Division betrug am 31.12.1941 365 Offiziere, 69 Beamte, 13411 Unteroffiziere und Mannschaften, gesamt 13845. Zwischen dem 01.11.1941 und dem 31.12.1941 gab es 279 Verluste, davon gefallen: 1 Offizier und 57 Unteroffiziere und Mannschaften; verwundet: 5 Offiziere und 208 Unteroffiziere und Mannschaften; vermißt: 1 Offizier und 7 Unteroffiziere und Mannschaften.

01.01.1942 Zur besseren Versorgung wird die Eisenbahn im Januar bis Charkow auf deutsche Spur umgespurt. Die 294.I.D. hatte am 01.01.1942 eine Iststärke von 13845 Köpfen, davon 365 Offiziere, 69 Beamte und 13411 Unteroffizieren und Mannschaften.

02.01.1942 Gesamtgefechtsstärke der Division beträgt aktuell 11016 Köpfe und hat an einsatzbereiten Geschützen 34 l. F.H. und 12 s.F.H.

04.01.1942 Linker Nachbar der Division ist die 79.I.D., der rechte Nachbar die 297.I.D. Der Brückenkopf Chotomlja wird aufgegeben. Der Ort Chotomlja wird dabei zerstört und niedergebrannt. Div.Gef.-Stand in Nepokrytaja.

08.01.1942 Teile von Krassnyj und der Nordteil von Rubeshnaja wurden in den letzten Tagen abgebrannt.

09.01.1942 Die Division verfügt über 50 Paar Skier, mit denen zur Zeit 3 schwächere Skiabteilungen aufgestellt worden sind, der Rest wird zu Ausbildungszwecken verwendet.

12.01.1942 Die Division erhält den Korpsbefehl, zwischen Rubeshnaja und Stariza in Abschnitten von 500 m Blockhäuser zu bauen, die durch das I.R.513 zu besetzen sind.

14.01.1942 Der Div.Gef.-Stand befindet sich weiterhin in Nepokrytaja. Um die Kräfte des I.R.513 nicht in einer perlenschnurartig ausgebauten Blockhausstützpunktlinie zu zersplittern, ist stattdessen vorgesehen, nur wenige kampfkräftige Stützpunkte auszubauen. Zwischen Rubeshnaja und Stariza sind vier Blockhausanlagen zu schaffen, jeder dieser Stützpunkte soll mit einem verst. Zug besetzt werden. Die Division hat ein Fehl von 69 Krädern, 66 PKW und 13 LKW.

15.01.1942 Im Zeitraum vom 15.12.1941 – 15.01.1942 gab es folgende Verluste: Offiziere: 2 tot, 4 verwundet, 3 krank, 4 sonstige Ausfälle; Unteroffiziere: 13 tot, 19 verwundet, 37 krank, 23 sonstige Ausfälle; Mannschaften: 65 tot, 90 verwundet, 266 krank, 78 sonstige Ausfälle, macht zusammen 499 Köpfe. In diesem Zeitraum traf folgender Ersatz ein: 25 Offiziere, 214 Unteroffiziere, 1313 Mannschaften, zusammen 1552 Köpfe.

16.01.1942 Da der bisherige Ia der Division, Major Joachim Staats, als Taktiklehrer für Generalstabslehrgänge nach Berlin versetzt wurde, trifft um 16.00 Uhr der neue Ia der Division ein, Major Plock, früherer Id der 6.Armee.

18.01.1942 Mit dem Bau der Blockhausstützpunkte wird von Rubeshnaja und Stariza aus begonnen.

21.01.1942 Die Division muß zur Verfügung der Armee Einheiten abgeben, welche dann im Raum Werch.Bereka, 60 km südl. von Charkow, zusammengezogen werden. Folgende Einheiten sind ausgewählt: Stab/I.R.514 (Kommandeur Oberst Winkler), III./I.R.515, III./I.R.515, III./A.R.294, 4./Pz.Jäg.Abt.294. Grund für die Abgaben ist die Lage bei und südlich von Isjum, welche noch nicht bereinigt ist und mit örtlichen stärkeren Einbrüchen gerechnet wird. In Rubeshnaja wurden ukrainische Freiwilligenverbände in Stärke von zwei Gruppen gebildet, in Tscherkasskije-Tischkie und in Russkije-Tischki jeweils in Stärke von einer Gruppe.

29.01.1942 Vom XVII.A.K. ergeht der Befehl, daß die Division so schnell wie möglich ein Skijagdkommando in Stärke von 3 Offizieren, 150 Unteroffizieren und Mannschaften aufstellen soll. Der Division wird als Führer dieses Skijagdkommandos Hauptmann Duval de Navarra (Arko 137) zur Verfügung gestellt. Die Aufstellung soll in Charkow erfolgen. (Am 04.02.1942 wird als Führer des Skijagdkommandos ein Leutnant Triller genannt). Das Personal dazu wird hauptsächlich aus dem bereits bei den Infanterieregimentern bestehenden Personal entnommen.

31.01.1942 Verluste der Division vom 01.01.-31.01.1942: Tote: 4 Offiziere, 28 Unteroffiziere, 177 Mannschaften; Verwundete: 5 Offiziere, 119 Unteroffiziere, 525 Mannschaften; Vermißte: 3 Unteroffiziere, 13 Mannschaften.

09.02.1942 Durch die Aufstellung des Skijagdkommandos ist bei den Infanterieregimentern einerseits die Zahl der vorhandenen brauchbaren Skier, andererseits die Zahl der geübten Skiläufer nahezu erschöpft.

12.02.1942 Die Aufstellung ukrainischer Freiwilligenverbände in Stärke von 164 Mann im Abschnitt des I.R.513 und 24 Mann im Abschnitt des I.R.514 wurde durchgeführt. Sie sind in Gruppen wie folgt verteilt: Abschnitt: I.R.513: Russkije-Tischki: 42 Mann, Wesseloje: 38 Mann, Lipzy: 24 Mann, Ternowaja: 16 Mann, Isbizkoje: 24 Mann, Stariza: 20 Mann; im Bereich I.R.514 in Passekowka 24 Mann.

15.02.1942 Verluste von 16.01.1942 – 15.02.1942: Verluste: Offiziere: 4 tot, 4 verwundet, 6 sonstige Ausfälle; Unteroffiziere: 11 tot, 21 verwundet, 20 krank, 20 sonstige Ausfälle; Mannschaften: 47 tot, 60 verwundete, 200 krank, 94 sonstige Ausfälle, gesamt 441 Köpfe; im selben Zeitraum eingetroffener Ersatz: 9 Offiziere, 55 Unteroffiziere, 404 Mannschaften, zusammen 468 Köpfe.

18.02.1942 Der Divisionsabschnitt reicht von Leonidowka bis nach Stariza. Im Januar/Februar 1942 wurde ein 40 km langer Abschnitt der 294 I.D. an der Donezfront ohne große Kampfhandlungen gehalten. Gegen 09.30 Uhr trifft der kommandierende General, General der Infanterie Hollidt, bei der Division ein. Um 11.00 Uhr fährt General Hollidt mit dem Divisionskommandeur nach Staryj Ssaltow zum I.R.514 und sieht sich den Stützpunkt Boljschoje an. Auf Befehl des A.O.K.6 muß die Division dem I.R.515 wegen zu hoher Verluste 85 Mannschaften und 15 Unteroffiziere zuführen. Diese Abgaben sollen vom I.R.513 und I.R.514 gestellt werden.

20.02.1942 Pferdezustand der Division hat sich sehr verschlechtert. Es fehlen 2490 Truppenpferden, welche durch 1772 Panjepferde ausgeglichen wurden. Die Division ist im Moment kampffähig, aber nicht marschfähig. Folgende Einheiten sind momentan „nach Süden“ abgegeben: I.R.515, II./I.R.513, III./A.R.294, eine Pz.Jäg.Kp., eine Batterie, ein Skijagdkommando.

21.02.1942 In Nepokrytaja werden zwei Vermessungstrupps der Vermessungsabteilung 608 untergebracht, wegen Vorarbeiten für den Feldbahnbau Charkow – Staryj-Ssaltow.

24.02.1942 Die ersten 320 Pferde werden in die Erholungsräume um Achtyrka abtransportiert. Weitere Pferde sollen in den nächsten Tagen abtransportiert werden.

28.02.1942 Der Divisionskommandeur wird mit der Führung der Gruppe Dostler beauftragt, die Führung der 294 I.D. übernimmt solange Oberst Friebe. Verluste der Division vom 01.02.-g28.02.1942: Tote: 10 Offiziere, 7 Unteroffiziere, 34 Mannschaften; Verwundete: 17 Offiziere, 10 Unteroffiziere, 68 Mannschaften; Vermißte: -

05.03.1942 Ab 05.03.1942 wird die Brotration innerhalb der Division auf 750 g festgesetzt.

06.03.1942 Feindlicher Angriff auf Passekowka in Stärke von 200 Mann.

07.03.1942 Tagsüber wiederholte feindliche Angriffe auf Boljschoje, Stariza, Isbizkoje, Passekowka, Stützpunkt B, Krassnyj, Nordteil Rubeshnaja, mit etwa 2000 Mann.

Ein anderer Eintrag berichtet: Großangriff auf Front der 294. I.D von Stariza bis Bol. Babka. Angehörige der Trosse und Versorgungstruppen müssen aktiv an der Verteidigung im Raum Nepokrytaja und Ternowaja. teilnehmen Der evangelische Divisionspfarrer berichtet: Am 07. März 1942 beginnt starker russischer Angriff im Raum Rubeshnaja, Stary Ssaltow und Molodowoje. Durch Verluste stark geschwächte Einheiten können den Angriffen mit vielen russischen Panzern T34 nicht standhalten.

08.03.1942 Weiterhin wiederholte starke feindliche Angriffe im Bereich der Division.

09.03.1942 Weiterhin starke feindliche Angriffe. Einzelne feindliche Panzer dringen nachmittags in Rubeshnaja ein. Nachmittags werden fünf eigene Panzer nach Ternowaja zu Oberst Mikosch zugeführt. Folgende Einheiten werden heute der 294 I.D. bis auf weiteres unterstellt: Gruppe Eichler (Stab I.R.212) mit Fu. und Fsp.Tr. der 79.I.D., Stab Pz.Jäg.Abt. 197 mit 2 Schützen-Kp., Skijagd-Kdo.197, 1 Pz.Jäg.Kp und 2/3 III./I.R.375. Zum Luftschutz der Brücke in Staryj Ssaltow wird der Division 1 Zug 4./Fla.47 unterstellt, welcher dem I.R.514 zugeführt wird.

10.03.1942 Der Division werden folgende Truppen zugeführt: I./I.R.529, III./I.R.183, zwei s.F.H. (mot.) der 4./A.R.85 (101. le.Div.)

11.03.1942 Es werden drei Kampfgruppen gebildet: Gruppe Winkler besteht aus I./I.R.529, III./I.R.183, Gruppe Braeter (2 Troß-Kpn.), Kp. Lohse (1 Troß-Kp.), versprengte Teile des III./I.R.513, ein Fernsprechtrupp der N.A.294, eine kleine Funkstelle N.A.294, zwei To-Funktrupps Pi.Btl.294, zwei Panzervernichtungstrupps, sechs bespannte leichte Pak. Gruppe Haehling besteht aus I.R.514 (I.-III.Btl.), versprengte Teile des III./I.R.513, 1 Kp. Bau-Btl.225, 2 Kpn. 101 u. 68 I.D, Pz.Jäg.Abt. mit Radf.-Schwadron, Stab II./A.R.294, 1 s.F.H.-Battr. und 2 le. F.H.-Bttr., die Gruppe Mikosch besteht aus der Gruppe Eichler, I./I.R.513, K.S.Btl.3, Kp. Kukein, Btl. Harig (Troßteile), 1. u. 3./Pi.Btl.294, Skijagdkommando 294, Teile von 2 Pz.Jäg.Kpn., Kp Nitsche (3. I.R.514), Reste III./I.R.513, 1 ½ l.F.H.-Bttr., 1 10-cm.-Bttr. Gruppe Winkler trifft in Rogatschewka ein und zieht auf Kupjewacha vor.

12.03.1942 Kämpfe um und bei Passekowka, Molodowoje, Boljschoje. Mittags wird Nowodonowka, Boljschoje und Pasekowka geräumt. Staryj Ssaltow wird von den Russen eingenommen. Eine neue Verteidigungslinie soll bei Argunowskij – Federowka aufgebaut werden. Hierzu werden eingesetzt: In Pestschanoje 1 Kompanie des Bau-Btl.153, im Raum Fedorowka - Argunowskij die Gruppe Weißmann (von Staryj Ssaltow zurückgegangene Teile des I.R.514, Stärke etwa 500 Mann), das III./I.R.429 und eine Kompanie des Bau- Btl.153, in der Gegend südöstlich von Dragunowka das III./I.R.183 und eine aus Trossen zusammengestellte Kompanie, in Peremoga die Gruppe Winkler mit 1./I.R.529, zwei Troß-Kompanien und versprengten Teilen des III./I.R.513.

13.03.1942 Molodowoje fällt in Feindeshand, Rogatschweka wird aufgegeben. 12.15 Uhr werden die letzten auf dem Div.Gef.-Stand vorhandenen Geheimakten vernichtet. Fahrzeuge der Führungsabteilung mit den Geschäftszimmersachen werden in die Waldstücke 5 km westlich von Nepokrytaja geschickt, wo voraussichtlich der neue Div.Gef.-Stand eingerichtet wird, aber gegen16.00 wird der alte Divisions- Gefechtsstand wieder bezogen.Es gelingt, die Rückwärtsbewegungen aufzuhalten und eine vorläufige Abwehrstellung auf den Höhen ostwärts Nepokrytaja zu besetzen. Das III./I.R.164 mit etwa 200 Mann wird sofort im Lkw-Transport nach Nepokrytaja in Marsch gesetzt und der 294 I.D. unterstellt.

14.03.1942 Das der Division unterstellte III./I.R.164 erobert am Morgen den Westteil von Pestschanoje bis zur Windmühle, kann es aber nicht halten. Am Nachmittag traten II./I.R.514, III./I.R.183 und 6./I.R.226 auf Pestschanoje an und nehmen es ein.

15.03.1942 Pestschanoje ist wieder in eigener Hand und wird durch II./I.R.514 (etwa 300 Mann), III./I.R.183 (etwa 120 Mann) und 6./I.R.226 (etwa 100 Mann) ohne wesentliche schwere Waffen gehalten. Gegnerische Angriffe auf Pestschanoje und Neopkrytoje wurden erfolgreich abgewehrt. Die Division ist wie folgt gegliedert: Gruppe Pestschanoje (Führer Major Weißmann) mit II./I.R.514, III./I.R.183, 6./I.R.226, Gruppe Nepokrytaja (Führer Hauptmann Beck) mit I./I.R.514, III./I.R.514, Pi.Kp. Scherer, Einheit Lueg, 2 Pz./Pz.Kp.521 (auf Selbstfahrlafette), Gruppe Rogatschewka (Führer Oberst Winkler) Stab I.R.222, I./I.R.529, III./I.R.429, Abt. Braeter (versprengte III./I.R.513), Einheit Selinka, 1 l.F.H.18, 4./A.R.179, Divisionsreserve in Nepokrytaja: III./I.R.164, Bau.Btl.153, 1./Br.-Bau-Btl.255

16.03.1942 Erneute gegnerische Angriffe auf Pestschanoje und Nepokrytoje. Die Division ist wie folgt gegliedert: Gruppe Pestschanoje (Führer Major Weißmann) mit II./I.R.514, III./I.R.183, 6./I.R.226, 4 Pz./Pz.Kp.521, Gruppe Nepokrytaja (Führer Hauptmann Beck) mit I./I.R.514, III./I.R.514, Pi.Kp. Scherer, Einheit Lueg, 2 Pz./Pz.Kp.521 (auf Selbstfahrlafette), Divisionsreserve in Nepokrytaja: III./I.R.164, Bau.Btl.153, 1./Br.-Bau-Btl.255, 5 Panzer der Gruppe Beauljeu. Trennungslinien zwischen Gruppe Pestschanoje und Gruppe Neopkrytaja: Kutusowka (Gr. Pestschanoje) - Punkt 213,2 (2 km nordöstlich von Tscherwona Pegenka) - Nordrand Pestschanoje - Nordrand des Waldes 2 km nördlich Südwestteil Molodowoje. Trennungslinie zwischen 294.I.D. und 3.Panzer-Division: Nordrand des Wäldchens 3 km nordöstlich Michailowka - Punkt 194,6 (2 km nördlich Nepokrytaja) - Dragunowka (3. Pz.Div.) - Nordrand des Waldes westlich von Staryj Ssaltow.

17.03.1942 Die Gruppe Winkler macht einen Gegenstoß auf Dragunowka.

Zum Luftschutz von Nepokrytaja wird der Division ein Fla-MG-Zug-4./Fla.47 unterstellt.

18.03.1942 Die Division ist wie folgt gegliedert: Gruppe Pestschanoje (Führer Major Weißmann) mit II./I.R.514, II./I.R.212 (gemischt) 4 Pz./Pz.Kp.521; Gruppe Nepokrytaja (Führer Hauptmann Beck) mit I./I.R.514, III./I.R.514, 13./I.R.514, 14./I.R.514, Pi.Kp.Scherer; Divisionsreserve in Nepokrytaja:III./I.R.183, Panzer des Major Frank

19.03.1942 Die Division ist wie folgt gegliedert: Gruppe Pestschanoje (Führer Major Weißmann) mit II./I.R.514, II./I.R.212 (gemischt) 6 Pz./Pz.Kp.521, 1 le. I.G.-Zug; Gruppe Nepokrytaja (Führer Oberst Winkler und Regts.-Stab I.R.514) mit I./I.R.514, III./I.R.514, Teile 13. und 14./I.R.514, Pi.Kp.Scherer, II./I.R.164, Gruppe Rogatschowka (Führer: Oberst von Beauljeu) III./I.R.529, III./I.R.429, Abt. Braeter (Teile III./I.R.513) Teile Gruppe von Beauljeu; Divisionsreserve in Nepokrytoje: Panzer Major Frank, B.B. 153, 1.Br.Bau.Btl.255. Oberst Winkler meldet die Übergabe der Führung der Gruppe an Oberst Charles de Beaulieu. Die Brückenkopfstellung bei Dragunowka und nordöstlich von Peremoga wird zwischen 04.00 Uhr und mittags viermal vom Gegner angegriffen.

20.03.1942 Der Division wird II./A.R.711 zum Einsatz in der Gegend Michailowka zugeführt. Gegner dringt am Nachmittag in den Ost- und Nordteil von Pestschanoje ein. Panzer-Kompanie Rühl und Teile des I.R.514 und III./I.R.164 gehen zum Gegenstoß vor.

21.03.1942 Pestschanoje wird angegriffen. Die Gruppe Beaulieu greift Dragunowka an, die Panzer haben den Befehl, Kupjewacha anzugreifen. Um 15.30 Uhr übernimmt Generalleutnant Gabcke wieder den Befehl über die Division. Er wurde am 28.02.1942 mit der Führung der Gruppe Dostler beauftragt. Um 16.00 Uhr wechselt der Divisionsstab nach Michailowka 2.

22.03.1942 Um 13.55 Uhr erfolgt ein Tiefangriff von zwei Rata auf die Schule in Michailowka, in der sich die Kommandeurswohnung und die Geschäftszimmer der Abteilung Ia befinden. Durch den Abwurf von vier Bomben mit Zeitzündern wird das Gebäude vollständig zerstört. Bei dem Angriff fielen der Divisionskommandeur Otto Gabcke; Major Jarosch von Schweder, z. Zt. Ia der Division; Feldwebel Freund, 1. Schreiber der Abteilung Ia; Feldwebel Habermann, 1. Schreiber der Abteilung Ic; Obergefreiter Neumann, Bursche und Koch; Gefreiter Perschmann, Bursche. Oberleutnant Michel, O1 der Division, wurde mit einem schweren Schädelbruch und Splitterverletzung dem Lazarett Charkow zugeführt. Oberst Charles de Beaulieu übernimmt vorläufig die Führung der Division. Der Divisions-Stab liegt in Michailowka und zur Division gehören aktuell folgende Einheiten: Nachr.Abt.294, Pi.Btl.294 (Teile), Pz.Jäg.Abt.294 (Teile), Gruppe Wolf mit II./I.R.212 und II./I.R.514, Gruppe Winkler mit III./I.R. 183, III./I.R.164 und III./I.R.514, Gruppe Chales de Beaulieu mit I. und II./I.R.429, I./I.R.529 und I./S.R.3, A.R.294 mit Abteilung Scholten (2. Btl. l. F.H., 1.Bttr. s. F.H.) und Abteilung Klinghard mit 2 Bttr. l. F.H. Die Bataillone sind stark geschwächt und teilweise nur noch in Stärke einer vollen Komp. Die Div. liegt in folgender Linie in Verteidigung: Pestschanoje (Gruppe Wolf) – Nepokrytaja und Höhen ostw. davon (Gruppe Winkler) – Dragunowka und Peremoga (Gruppe Beualieu) [wohl im Verlauf vom Fluß Babka]. Linker Nachbar ist die 3. Panzer-Division.

23.03.1942 Generalleutnant Neuling trifft frühs um 05.30 Uhr bei der Division ein und übernimmt um 07.00 Uhr die Führung der Division. Zur Division gehören folgende Teile: Nachrichtenabteilung 294, Teile Po.Btl.294, Teile Pz.Jäg.Abt.294, Gruppe Wolf (II./I.R.212, II./I.R.514) Gruppe Winkler (III./I.R.183, III./I.R.164, I./I.R.514, III./I.R.514), Gruppe Chales de Beaulieu (I./I.R.429, III./I.R.429, I./I.R.529, I./S.R.3, dazu das A.R.294 mit der Abteilung Scholten mit 2 Bttr. l.F.H. und 1 Bttr. s.F.H. und die Abteilung Klinghardt mit 2 Bttr. l.F.H.) Die Infanterie-Bataillone sind stark geschwächt und teilweise nur noch in Stärke einer vollen Kompanie. Die Division liegt in folgender Linie in Verteidigung: Pestschanoje (Gruppe Wolf) – Nepokrytaja und Höhen ostwärts davon (Gruppe Winkler) – Dragunowka und Peremoga (Gruppe Beaulieu). Die Artillerie steht mit 2 leichten und einer schweren Batterie in Nepokrytaja. Der Div.-Gefechtsstand befindet sich weiterhin in Michailowka 2.

24.03.1942 Der Div.-Gefechtsstand befindet sich weiterhin in Michailowka. Der Gruppe Wolf wird in der Nacht zum 24.03.1942 das III./I.R.530 zugeführt, welches das II./I.R.212 und II./I.R514 ablösen. Diese zwei Bataillone werden nach Priwolje in Marsch gesetzt und dem LI.A.K. unterstellt. Ihr dortiger Auftrag ist der Schutz der Naht zwischen dem LI.A.K. und XVII.A.K. Major Weißmann wird ab sofort mit der Führung der Gruppe Wolf beauftragt. Das III./I.R.530 wird der Division unterstellt, das II./I.R.212 und das II./I.R.514 werden dem LI. A.K. unterstellt.

25.03.1942 Es trifft der Befehl ein, daß die Divisionskommandos der 239.I.D. und der 294.I.D. zu einem neuen Divisionskommando 294.I.D. verschmolzen werden. Die Aufstellung des neuen Kommandos leitet Generalleutnant Neuling. Trauerfeier und Beisetzung des Divisionskommandeurs Otto Gabcke und der mit ihm Gefallenen.

26.03.1942 Die Stäbe der 239.I.D. und der 294.I.D. werden miteinander verschmolzen. Es finden Kämpfe um Kupjewacha statt. Vom 23.03.-26.03.1942 gab es folgende Verluste bei der Division: Offiziere: 3 gefallen, 8 verwundet; Unteroffiziere: 14 gefallen, 33 verwundet, Mannschaften: 62 gefallen, 272 verwundet, 23 vermißt. Stärken der einzelnen Gruppen: Gruppe Weißmann: 10 Offiziere, 18 Unteroffiziere, 384 Mannschaften, Gruppe Winkler: 18 Offiziere, 130 Unteroffiziere, 990 Mann, Gruppe Beaulieu (Stichtag 24.03., am 25.03. 120 Mann Verluste): 29 Offiziere, 166 Unteroffiziere, 889 Mannschaften, Pz.Kp.Rhodenhauser: 3 Offiziere, 23 Unteroffiziere, 52 Mannschaften und 2 einsatzbereite Panzer, Pi.Btl.294: 5 Offiziere, 22 Unteroffiziere, 111 Mannschaften, A.R.294: 23 Offiziere, 97 Unteroffiziere, 440 Mannschaften.

Die Gruppe Beaulieu hält Dragunowka und die Höhen südlich Kupjewacha und die Höhen südostw. des Wegekreuzes Bairak – Staryj Ssaltow - Kupjewacha –Samulewka.

27.03.1942 07.00 Uhr feindlicher Angriff in Kompaniestärke auf Dragunowka, welcher abgewiesen wird.Die Brückenbau-Kp.1/153 und die 1./Bau.Btl.153 scheiden aus dem Unterstellungsverhältnis zur 294 I.D. aus. Trennungslinie zur 3. Panzer-Division: Höhe 211,8 (1,5 km südwestlich Bairak) - Straßenkreuz 1,5 km westlich Samulewka - Südrand Werchnij Ssaltow - Südrand Passekowka.

28.03.1942 General Neuling, bisher als Führer der 294.I.D. eingesetzt, wird durch Fernschreiben des Personalamtes zum Kommandeur der 294.I.D. ernannt. Gefechtsstärken der Division: Gruppe Weissmann 420 Köpfe, Gruppe Winkler 1284 Köpfe, Gruppe Beaulieu 1186 Köpfe, A.R.294 619 Köpfe, Pi.Btl. 294 187 Köpfe, N.A.294 250 Köpfe, zusammen 3946 Köpfe. Heutige Verluste: 6 Mann verwundet.

31.03.1942 Verluste der Division vom 01.03.1942-31.03.1942: Unteroffiziere und Mannschaften: 788 tot, 2383 verwundet, 452 vermißt, 301 Erfrierungen; Offiziere: 28 tot, 59 verwundet, 7 vermißt; San.-Offz.: 6 verwundet, 4 vermißt; Veterinär-Offiziere: 1 tot; Beamte: 1 vermißt, gesamt 4030 Verluste.

01.04.1942 Der Div.-Gefechtsstand ist in Michailowka 2, der linke Nachbar ist das I./S.R.128. Vom XVII. Armeekorps kommt die Zusage, daß die Division zu einer der ersten aufzufrischenden Divisionen gehört. Vom 01.04. bis zum 15.06.1942 ist die Division im Raum Charkow. Es finden russische Angriffe statt. Die Division hat eine Iststärke von 11427 Mann, davon 249 Offiziere, 83 Beamte, 11095 Unteroffiziere und Mannschaften. Feindlicher Angriff um 00.00 Uhr in Stärke von 400 – 500 Mann auf Dragunowka und die Höhen südlich von Kupjewacha. Um 5 Uhr erneuter gegnerischer Angriff in Stärke von etwa 500 Mann aus Süden gegen den besetzten Ortsteil von Pestschanoje, um 11.00 Uhr wurde der Angriff wiederholt. Heutige Verluste: 1 Mann gefallen, 15 Mann verwundet.

02.04.1942 Der Div.-Gefechtsstand befindet sich ab 10.00 Uhr in Kutusowka. Um 00.00 Uhr im Abschnitt Gruppe Beaulieu feindlicher Angriff auf Dragunowka in Stärke von 400 Mann. Danach lassen die russischen Angriffe nach. Heutige Verluste: 1 Mann gefallen, 5 Mann verwundet.

03.04.1942 Das II./Schtz.Btl.128 wird der Division zur Ablösung der Gruppe Beaulieu unterstellt.

05.04.1942 Die Btl. Wellmann und Teile des Btl. Marschner (beide Gruppe Beaulieu) sind durch Teile des II./Sch.Btl.128 abgelöst wurden. Die abgelösten Teile des Btl. Marschner werden nach Peremoga verlegt.

06.04.1942 Besuch der 294.I.D. durch den Kommandierenden General des XVII.A.K., kurze Zeit später durch den Oberbefehlshaber der 6. Armee, General der Panzertruppen Paulus.

07.04.1942 In der Nacht zum 07.04.1942 wurden die Restteile des Btl. Marschner durch II./Schtz.128 abgelöst.

08.04.1942 Die Führung der Gruppe Beaulieu übernimmt Oberstleutnant Zimmermann (Kdr.S.R.3)

09.04.1942 Eigener Angriff (III./I.R.530) auf den vom Feind besetzten Ostteil von Pestschanoje nach Stukaangriff. Um 07.55 Uhr erreicht die Angriffsspitze den Ostrand von Pestschanoje, um 08.15 Uhr erreicht die 9./I.R.530 den Nordrand von Pestschanoje. Eigene Verluste bei dem Angriff: 4 Tote und 16 Verwundete. Das Marsch-Btl. 294/1 in Stärke von 56 Unteroffizieren und 908 Mannschaften wird der 294.I.D. zugeführt, ebenso die 5./Marsch-Btl.294/2 in Stärke von 8 Unteroffizieren und 184 Mannschaften.

10.04.1942 Der Divisionsgefechtsstand befindet sich weiterhin in Kutusowka.

11.04.1942 Feindlicher Angriff aus Pestschanoje in Stärke von 150 – 200 Mann.

II./Schtz.Btl.128 scheidet aus der Unterstellung zur 294.I.D. wieder aus. Die 11./I.R.164 wird der Gruppe Weismann unterstellt.

12.04.1942 Der Stab des I.R.222 scheidet aus der 294.I.D. wieder aus, ebenso die Pz.Kp.Rhodenhauser. Die Strassenbau-Kp.3/523 in Peremoga wird der 294. I.D. zum Ausbau der rückwärtigen Stellungen auf den Höhen nördlich Kupjewacha unterstellt. Das II./Schtz.Btl.126 wird ebenfalls der Division unterstellt.

17.04.1942 Das II./Schtz.Btl.128 wird durch das II./Schtz.Btl.126 abgelöst und scheidet mit den letzten Teilen aus der Unterstellung zur 294.I.D. aus.

19.04.1942 Der Div.-Gefechtsstand befindet sich weiterhin in Kutusowka. Heutige Verluste: 1 Unteroffizier und 1 Mann gefallen, 1 Unteroffizier verwundet.

22.04.1942 Die bewaldete Schlucht am Westufer der Babka westl. Argunowskij ist wieder in eigener Hand. Sie wurde nur mit Handgranaten gestürmt. Heutige Verluste: 1 Unteroffizier und 1 Mann gefallen, 2 Unteroffiziere und 9 Mann verwundet. Der Stab Zimmermann sowie die 4 Pz.Jäg. auf Selbstfahrlafette scheiden aus der Unterstellung zur 294. I.D aus.

23.04.1942 Der Div.Gefechtsstand befindet sich weiterhin in Kutusowka. Heutige Verluste: 1 Unteroffizier und 4 Mann verwundet. Teile Bb.3 scheiden aus der Unterstellung zur 294.I.D. aus.

25.04.1942 Die Division hat eine beschränkte Anzahl von Liebesgaben erhalten, die der Bulgarische König den an der Ostfront eingesetzten Soldaten zugute kommen läßt.

29.04.1942 Der 294.I.D. wird ein Zug der 14./I.R.530 unterstellt und der Gruppe Wittkopf zugeführt. Das I./I.R.211 (71.I.D.) rückt am Nachmittag aus der Zwischenunterkunft Michailowka weiter nach Peremoga vor und soll in der Nacht das II./S.126 ablösen.

01.05.1942 Die Division übernimmt den Abschnitt der Gruppe von Aulock. Dazu werden der Division noch folgende Truppen unterstellt: I.R.211 (außer dem bereits unterstellten I./I.R.211), I./A.R.171, 1./Pi.Btl.171. Die I./A.R.171 wird dem A.R.294 und im Raum nördlich und nordwestl. Kupjewacha in Stellung gehen. Die Gruppe Wittkopf wurde durch die Gruppe Barnbeck abgelöst. Der Stab I.R.530 geht nach Petrowskoje.

03.05.1942 Nachts gegnerischer Vorstoß in Kompaniestärke gegen eigene Stellungen südsüdwestl. Wiknina. Die Gruppe Weissmann ist im Abschnitt der 3.Schtz.Brig. mit ersten Teilen abgelöst und marschiert in 2 Raten nach Charkow. Mit Eintreffen in Charkow ist die Gruppe Weissmann der 294.I.D. wieder unterstellt. Major Weissmann hat den Auftrag, alle nicht zum I.R.513 gehörigen Teile der Gruppe nach Auflösung zu ihren Einheiten zu entlassen und aus den übrig bleibenden Teilen das I.R.513 mit Teilen wieder aufzubauen.

05.05.1942 Feindlicher Angriff um 01.00 Uhr in Stärke von 200 Mann auf eigene Stellungen auf dem Höhengelände südwestl. Dragunowka.

08.05.1942 Die 3./Str.Bau.Btl. 523 ist aus dem Verband der 294.I.D. ausgeschieden, dafür wird die 3./Str.Bau.Btl.538 der Division neu unterstellt.

09.05.1942 Restteile des II./I.R.530 und 13./I.R.530 werden der 294.I.D. unterstellt.

10.05.1942 Das 1./Pi.Btl.171 wird aus der Front herausgelöst und wird nach Charkow verlegt und scheidet damit aus der Unterstellung zur 294.I.D. wieder aus.

11.05.1942 Zur 79.I.D. besteht eine neue Grenze: Höhe 211,8 (294.) – Südrand Wiknina – Südrand Samulewka. Das III./I.R.211 scheidet aus der Unterstellung zur 294.I.D. aus, ebenso wird die 4./A.R.179 wieder an die 79.I.D. abgegeben.

12.05.1942 Gegen 06.30 Uhr größerer Angriff auf die Stellungen der 294.I.D. Um 07.30 Uhr Panzerangriff von 20 Panzern in die Flanke des südlich Kupjewacha haltenden Btl. v. Maltzahn (II./I.R.514?). Das Btl. geht fluchtartig auf Kupjewacha zurück. Die bereits ausgeschiedene I./A.R.171 wird gegen 08.00 Uhr in Russkije Tischki erreicht und erhält den Befehl, die Abteilung zurück nach Petrowskoje vorzuziehen. Das II./I.R.211 bleibt ebenfalls der 294.I.D. unterstellt und wird in den Wald ostw. Michailowka 1 befohlen. Um 09.15 Uhr gehen neue feindliche Panzerreserven gegen Nepokrytaja vor, begleitet von Infanterie. 11.55 Uhr erscheinen die feindlichen Panzer in Dragunowka. Pestschanoje wird gegen 12.30 Uhr von der Gruppe Beck geräumt, ebenfalls Kupjewacha. Nachmittags wird auch Nepokrytaja aufgegeben. Das III./I.R.211 wird wegen der schweren Kämpfe der 294.I.D. wieder zugeführt und unterstellt. Ebenso wird die 4./Bau-Btl.153 der 294.I.D. unterstellt.

13.05.1942 Die von Peremoga nach Westen zurückweichenden Teile haben in der Gegend Petrowskoje eine neue Verteidigungslinie aufgebaut. Die 294.I.D. besteht nach Abgabe des I.R.211 und der Gruppe Reck nur noch aus der Gruppe Winkler (513 Köpfe I.R.514 und 75 Köpfe I.R.164), die in Frunse gesammelten Restteile unter der Führung des Kommandeurs des Pi.Btl.294 und Teile der Artillerie. Zur Verstärkung erhält die 294.I.D. eine Pz.Jäg.Kp der 75.I.D. (wird am selben Tag wieder abgezogen), den Abt.Stab der Pz.Jäg.Abt.175 (wird am selben Tag wieder abgezogen), und die 11./A.R.84 zugeführt und unterstellt. Die Pz.Jäg.Abt.175 wird im Raum Nowo Alexandrowka eingesetzt. Die 11./A.R.84 geht auf der Kolchose Prunse in Stellung. Das I.R.211 und die Gruppe Reck werden der 3.Pz.Div. unterstellt.

14.05.1942 Der Divisionskommandeur, Generalleutnant Neuling, wurde am 14.05.1942 in die Führerreserve OKH (Friedensstandort) versetzt. Die Führung der Division übernimmt vertretungsweise Oberst Wittkopf, Kdr. G.R.530, bis zum 28.05.1942. Nachdem die 294.I.D. den bisherigen Kampfraum um Nepokrytaja – Michailowka an die 3.Pz.Div. abgegeben hat, bekommt sie als neuen Auftrag die Sicherung der Nachschubstraße von Charkow nach Norden. Neue Divisionsgrenze: Lipzy (einschl.) – Wessloje-Lipzy (einschl.) – 226,3 (ausschl.) – Bairak (einschl.). Die in Prunse liegenden Teile unter dem Kdr. des Pi.Btl.294 werden nach Zirkuny in Marsch gesetzt und zur Sicherung der Straße nach Norden eingesetzt. Um 11.00 Uhr wird der Div.-Gefechtsstand von Kutusowka nach Boljschaja-Danilowka in die dortige Schule verlegt.

Der Division werden die 3./Bau.Btl.153 in Zirkuny unterstellt und die 4./Bau.Btl.153 aus Charkow zugeführt und unterstellt sowie 2 Unteroffiziere und 100 Mann slowakische Artillerie (slow.3./A.R.711 (Kan.). Weiterhin wird noch ein Schützenbtl. der 3.Pz.Div. (II./S.3) der Division unterstellt.

15.05.1942 Das I.R.222 wird der 294.I.D. unterstellt und hält Lipzy besetzt. Dem I.R.222 selber sind folgende Truppen unterstellt: 3./Pi.Btl.299, Teile I.R.529, I.R.226 und I.R.429 sowie eine Feldgend.Kp.

16.05.1942 Russischer Angriff beginnt auf der gesamten Front ostwärts von Charkow, bei fast allen Truppenteilen tritt erneut ein großer Mangel an MG-Gurten auf, besonders beim I.R.513. Aus der Division scheiden aus 1./I.R.211, I./A.R.171, II./S.3.

17.05.1942 Der Div.-Gefechtsstand wird mittags von Boljschaja-Danilowka nach Russkije–Tischki verlegt. Division liegt bis zum 13.06.1942 im Raum Zirkony/Lipzy. Die Verluste der Division betragen vom 07.05. bis 24.05.1942:
204 Gefallene, 916 Verwundete, 362 Vermißte. Die Verluste vom 25.05. bis zum 06.06.1942: 31 Gefallene, 52 Verwundete, 1 Vermißter.

18.05.1942 Das Marsch-Btl. 294/3 in Stärke von 55 Unteroffizieren und 720 Mannschaften wird der Division zugeführt. Das Btl. Gerlach (Teile I.R.514) wird wieder der Division unterstellt.

20.05.1942 Der Gegner versucht mit aller Macht, die eigenen Stellungen vor Lipzy und Wesseloje zu sprengen. Ab 08.30 Uhr geht der Feind gegen die Stellungen des Bau.Btl.110 vor. Mittags besucht der Oberbefehlshaber der 6.Armee, General Paulus, die Division. Gegen Abend verläuft die vordere Linie vom Nordrand Koslow über den Südrand des Waldes bei Leski, vom Waldrand zur Höhe 204,3 und von dort entlang des Weges nach Südwesten bis 1 km nördlich Höhe 203,6. In die Linie liegt das I.R.222 und das S.R.394 mit dem III./I.R.183, anschließend nach Westen liegen die Splittergruppen der Gruppe Schmidtmann. In der Linie Südrand der fingerförmigen Schlucht über den Tiefenpunkt 121,3, die Höhe 210,0 und nach Süden zum Charkow-Fluss liegen in der Reihenfolge die 3./Pi.Btl.299, Teile I.R.529, im Lipzy-Grund sichern die Pz.Jäg. und den Abschnitt von Lipzy bis hart südlich Höhe 210,0 besetzt das Pi.Btl.294. In die Lücke bis zum Fluß Charkow wird noch eine Sicherung der Slowaken eingeschoben. Die Gruppe Schmidtmann besteht aus den Restteilen der Pi.Btl.294, geringe Teile der Slowaken, das Bau-Btl.110, eine Pz.Jäg.Kp. in Lipzy und der Restteil der Kompanie Feldgendarmen.

21.05.1942 Der Divisionskommandeur, General Neuling, ist während seines Urlaubs versetzt wurden. Er kommt nur noch kurz zur 294.I.D. und verabschiedet sich in einem kurzen Divisions-Tagesbefehl.Der Gruppe Schmidtmann werden noch Restteile I.R.513,, das Pi.Btl.294 und die Pz.Jäg.Abt.294 unterstellt. Sie erhält den Auftrag, den Ort Lukijanzy und das Waldgelände südwestlich davon vom Feind zu säubern. Die Gruppe Westhofen greift Ternowaja an und es gelingt ihr, die seit 6 Tagen eingeschlossene Besatzung in Stärke von etwa 2000 Mann zu entsetzen.

Das I.R.222, S.R.394, III./I.R.183 wird an die 3.Pz.Div. abgegeben.

22.05.1942 Die 294.I.D. übernimmt um 15.00 Uhr den Abschnitt der 3.Pz.Div. und 23.Pz.Div. und tritt unter den Befehl des LI.A.K. Sie ist damit zuständig für den Abschnitt von der Höhe 205,4 (3 km nordöstlich Petrowskoje) - Murom. Es ist beabsichtigt, 3 Regimentsgruppen zu bilden, rechts die Gruppe Zimmermann, in der Mitte die Gruppe Gruner und links die Gruppe von Aulock. Das ehemalige I.R.222 (Gruppe Pintschovius) richtet einen Gefechtsstand an der Brücke in Koslow ein und wird der Gruppe von Aulock unterstellt. Fast alle Gruppen (außer Gruppe Zimmermann) verfügen nur über wenige schwere Waffen es bereitet große Schwierigkeiten, die Hauptkampflinie zu sichern. Das I.R.222 beispielsweise muß nach den großen Ausfällen mit nur 350 Mann einen Abschnitt von etwa 4 Kilometern sichern. Das Marsch-Btl. 294/4 in Stärke von 53 Unteroffizieren und 887 Mannschaften wird der Division zugeführt. Der Division sind unterstellt: I.R.222 (Gruppe Pintschovius), S.R.394 (Gruppe Zimmermann), III./I.R.183, Teile I.R.429 (Gruppe Gruner), Polizei-Kp. (Gruppe Gruner), Teile I.R.226 (Gruppe von Aulock) Teile I.R.514 (Gruppe von Aulock).

23.05.1942 Ab 00.00 Uhr ist die Division wieder dem XVII.A.K. unterstellt. Das III./I.R.183 scheidet aus der Unterstellung zur 294.I.D. aus.

24.05.1942 Sowjetische Truppen aus dem Raum nördlich von Lipzy und südlich von Charkow werden wieder zurückgeworfen. Das Bau.Btl.110 wird an die 79.I.D. abgegeben, dafür wird das Bau.Btl.538 (ohne 4.Kp.) neu unterstellt.

25.05.1942 Nach Mitternacht greift der Feind erneut in Stärke von 2 Kompanien an und bricht in die eigene Stellung ein. Nachmittags gelingt es dem Gegner, sich durch eine Mulde langsam bis auf 300 m an den Ostausgang von Wesseloje heranzuarbeiten und sich dort einzugraben. Weiterhin gelingt es ihm, sich in das Wäldchen westlich Arapowka - Ploskoje einzudringen, kann aber durch einen Gegenstoß wieder herausgeworfen werden. Spätnachmittags säubert ein Zug des I.R.222 die Südwestteile von Murawlewo. Der Div.-Gefechtsstand verlegt abends von Russkije-Tischki nach Bolschije-Prochody.

Für den Divisionsabschnitt sind in einer endgültigen Lösung 4 Regimentsgruppen vorgesehen: Gruppe Zimmermann (I./S.R.394, II./S.R.394), Gruppe Pilling (I.R.513, III./I.R.164, Pz.Jäg.Kp.294, Pol.Kp.), Gruppe Koitsch (I./I.R.183, II./I.R.183), Gruppe Pintschovius (I.R.222, I./I.R.248). Weiterhin ist ab heute die 1./A.R.816 (Mörser) der Division unterstellt.

26.05.1942 Die Trennungslinie zur benachbarten 79. I.D. verläuft von Wergelewka – Höhe 217,3 – Höhe 197,8 – Stariza. Die zurückkehrenden Teile der Division (I.R.515, II./I.R.513, III./A.R.294, 1./A.R.294) nahmen im Rahmen der 44.I.D. an den schweren Kämpfen des VIII.A.K. um Charkow teil und erlitten dort große Verluste. Die Gefechtsstärke der Infanterie wird auf 46 % geschätzt, die Artillerie bringt nur noch 3 l.F.H mit zurück. Nach Ankunft in Charkow sollen die infanteristischen Teile nach Lipzy und Russkije-Tischki, die Artillerie in den Auffrischungsraum der 294.I.D. um Bogoduchow verlegt werden. Das I.R.183 wird neu zugeführt, der Stab wird nach Lukijanzy und III.Btl. nach Morochow verlegt. Das II.Btl. wird dem I.R.222 unterstellt, das I.Btl. wird ebenfalls nach Lukijanzy verlegt. Weiterhin werden der Division neu unterstellt das I./I.R.248, 4./Bau.Btl.523, III./A.R.249. Das slowakische A.R.31 ist ohne Abmeldung abgereist. Der Gef.Stand der Gruppe Pintschovius wird nach Borissowka verlegt.

28.05.1942 Ab 21.00 Uhr übernimmt Oberst Block die Führung der Division. Der Div.Gefechtsstand ist weiterhin in Boljschije-Prochody. Das I.R.226 wird an die 79.I.D abgegeben, das 4./Str.Bau.Btl.538 trifft in Russkoje-Losowoje ein. Das I./I.R.529, die 3./Pi.Btl.299 und Teile des I.R.530 scheiden aus der 294.I.D. aus.

29.05.1942 Das III./I.R.164 scheidet aus der Unterstellung zur 294.I.D. aus und wird zur Verfügung der 57.I.D. abtransportiert.

01.06.1942 Die 11./A.R.83 wurde abgegeben, dafür wurde die 12./A.R.179 der Division zugeführt.

02.06.1942 Das Marsch-Btl. 294/5 in Stärke von 49 Unteroffizieren und 944 Mannschaften wird der Division zugeführt, ebenso Genesene aus dem Marsch-Btl. 294/6 in Stärke von 6 Unteroffizieren und 78 Mannschaften. Das II./I.R.222 und die 3./A.R.711 werden abgegeben, ebenfalls der schon lange bei der Division befindliche Zug 4./Fla 47.

03.06.1942 Das Str.Bau.Btl.538 scheidet aus der 294.I.D. aus, dafür wird das Str.Bau- Btl.110 neu unterstellt und trifft in Lipzy ein.

04.06.1942 Die Division übernimmt den neuen Divisionsabschnitt von Pestschanoje (einschl.) bis Murawlewo. Es werden abgegeben: II./I.R.183 an 79.I.D., III./A.R.248 (ohne 2./A.R.188) an 79.I.D., 2./A.R.188 an 88.I.D. Neu wird das III./I.R.375 der Division unterstellt.

05.06.1942 Der Div.-Gefechtsstand verlegt von Boljschije Prochody nach Russkije Tischki, wo er ab 10.30 Uhr arbeitsbereit ist. In Hinblick auf das bevorstehende Unternehmen „Wilhelm“ wird der 294.I.D. die Instandsetzung bzw. Instandhaltung der Straße von Russkije Tischki nach Wesseloje und später in Verlängerung davon Ternowaja – Isbiskoje übertragen. Für diese Arbeiten soll die vom Pi.Btl.294 aufgestellte Kriegsgef.Pi.Kp. eingesetzt werden. Es werden abgegeben: Stab/I.R.183, I./I.R.183, III./I.R.183, Stab/I.R.222, I./I.R.222, Gruppe Zimmermann mit I./S.R.394 und II./S.R.394; 12./A.R.179

06.06.1942 Die Division erhält den Korpsbefehl, durch verstärkte Feuertätigkeit und Stoßtruppunternehmen auf der ganzen Front Angriffsabsichten vorzutäuschen.

Es trifft Ersatz ein, 20 Offiziere, 115 Unteroffiziere, 2106 Mannschaften.

08.06.1942 Die 1/A.R.816 wird wieder abgegeben.

10.06.1942 Um 03.00 Uhr beginnt die Operation „Wilhelm“. Die Division muß einen 25 km breiten Abschnitt mit nur geringen Kräften halten. Bei dieser Operation gelang es, den Gegner teilweise über den Donez zurückzuwerfen. Die Division erreicht die Linie Höhe 207,2 – Höhe 226,3 – Südrand Ternowaja – Warwarowka – südwestl. Isbizkoje.

12.06.1942 Der Div.-Gefechtsstand verlegt von Russkije Tischki nach Rubeshnoje, wo er ab 09.00 Uhr arbeitsbereit ist. Verlauf der vorderen Linien der Division am Abend: Südrand Wald südl. Passekowka. – Bachgrund nach Osten – Höhe 141,3 – Ostrand Südteil Schewtschenko – Höhen 1,2 km ostw. Rosryta – Höhe 160,3. Gegen 13.00 Uhr erhält das III./I.R.375 Befehl das Waldstück nordwestl. Welnkoje Osero zu erreichen. Die Brückenkolonne 2/404 wird der Division unterstellt.

13.06.1942 Der Div.-Gefechtsstand verlegt von Rubeshnoje nach Rosryta, wo er ab 16.00 Uhr arbeitsbereit ist. Die Division erhält für den 14.06.1942 den Auftrag, die bei Moskalewka und Sseredowka stehenden Feindteile anzugreifen. Das III./I.R.375, bisher Divisionsreserve in Schewtschenko, wird nach Prtjankin verlegt, wo es dem I.R.513 unterstellt wird. Es soll ´die Lücke von Ssirotskyj bis Kotowka sichern. Das Bau-Btl.110 erhält den Auftrag zur Instandsetzung der Straße Ternowaja – Rubeshnoje. Der Stab des Bau.Btl.110 wird nach Rubeshnaja verlegt. Die Pferdemarschstaffel IV/12 mit 76 Mannschaften wird der Division zugeführt.

14.06.1942 Die Division tritt aus der Linie Tomachowka – 183.0 zum Angriff über. Sie erhält den Auftrag, ostwärts des Chotomlja-Abschnitts einen Brückenkopf zu bilden. Das gesamte Bau-Btl.110 ist beim Brückenbau in Rubeshnoje eingesetzt. Zusätzlich wird ihm die 4./Bau.Btl.153 unterstellt und für die Brückenzu- bzw. –abfahrt ostwärts Rubeshnoje eingesetzt.

15.06.1942 Die Division trifft im Raum Doroschenkowo ein, Unterkunft Raum Doroschenkowo – Krassnoarmeiskoje. Der Div.-Gefechtsstand verlegt von Rosryta nach Krassnopolje, wo er ab 14.00 Uhr arbeitsbereit ist. Die Trennungslinie zum III. Pz.Korps (297 I.D.): Moskalewka (294. I.D.) – 198,7 (294. I.D.) – 205,6 (297. I.D.) – Wel Burluk (294. I.D.); die Trennungslinie zur 79 I.D.: Nowo-Alexandrowka (294. I.D.) – Prikolodnoje (79. I.D.) – Mal Burlutschek (294. I.D.) – 219,8 (79. I.D.) – Alexandrow (79. I.D.). Wel Burluk und Mal Burlutschek sind in die HKL einzubeziehen. Das III./I.R.375 scheidet aus der Unterstellung zur 294.I.D. aus. Die Pferdemarschstaffel IV/12 mit 76 Mannschaften trifft bei der Division ein.

16.06.1942 Die Division rückt weiter vor. Vom 16.06.-30.06.1942 liegt die Division im Raum Doroschenkowo. (Vormarsch über den Donez, um verloren gegangenes Gebiet wieder zurück zu erobern.) Die Brückenkolonne 2/404 scheidet aus der Unterstellung zur 294.I.D. aus.

17.06.1942 Neue Grenze zur 297.I.D.: Nordrand Gniliza 1 – Straße Ssereyj Jar in das Burluk-Tal – Punkt 174,2. Das Bau.Btl.110 und Bau.Btl.153 scheiden aus der 294.I.D. aus.

20.06.1942 Die panzerbrechenden Waffen der Infanterie und der Pz.Jäg.Abt.294 sind in Panzerabwehrnestern neu gegliedert. Gegen 07.50 Uhr feindlicher Angriff in Stärke von etwa 100 Mann auf Krassnyj Jar.

21.06.1942 Ein sowjetischer Bomber mußte bei Podsseredneje notlanden, der Pilot wurde gefangen genommen.

22.06.1942 In der Nacht zum 22.06.1942 gelingt es dem Gegner, die nordöstlich von Wel. Burluk stehenden eigenen Gefechtsvorposten durch einen Angriff in Stärke von etwa 150 Mann bis zum Fluß Burluk zurückzudrängen. In den frühen Morgenstunden erfolgt eigener Gegenstoß und es gelingt, die alte Linie wieder zu besetzen.

24.06.1942 Der Div.-Gefechtsstand befindet sich weiterhin in Krassnopolje. Im rechten Divisionsabschnitt wird der Südteil von Wel. Burluk gesäubert.

23.06.1942 Kriegsoffizierbewerber (1 Unteroffizier und 16 Mannschaften) werden der Division zugeführt.

25.06.1942 Der Div.-Gefechtsstand befindet sich weiterhin in Krassnopolje.

30.06.1942 Im Rahmen des Angriffs „Blau“ täuscht die Division ab 02.45 Uhr einen Angriff vor.

01.07.1942 Gesamtverluste der Division im Zeitraum vom 05.06.-30.06.1942: Gefallen: 3 Offiziere, 5 Unteroffiziere, 34 Mannschaften, Verwundet: 2 Offiziere, 16 Unteroffiziere, 95 Mannschaften. Der Div.-Gefechtsstand befindet sich weiterhin in Krassnopolje.

02.07.1942 Der Div.-Gefechtsstand verlegt von Krassnopolje nach Fedorowka, wo er ab 11.00 Uhr arbeitsbereit ist und um 17.30 Uhr nach Chatne, wo er ab 18.00 Uhr arbeitsbereit ist. Abends ruft der Ia des Korps an und gibt bekannt, daß die 294.I.D. zur Auffrischung vorgesehen ist und deshalb in den nächsten Tagen sich nicht mehr größere Verluste zuziehen darf. Deshalb soll sie mit ihrem Vorgehen etwas „laurig“ sein.

03.07.1942 Die 294.I.D. erhält den Korpsbefehl, Borki zu erreichen und dann zur Verfügung des Korps im Raum Borki – Budjennowka – Chatne – Grigorjewka zubleiben.

04.07.1942 Die Division ist vorläufig aus der vorderen Linie herausgezogen.

05.07.1942 Der Div.-Gefechtsstand ist in Chatne, ab 12.00 Uhr ist die Division dem LI.A.K. unterstellt und scheidet aus dem Verband des XVII.A.K. aus. Für die Division ist heute Ruhetag.

06.07.1942 Die Division liegt im Raum Wolokonowka.

08.07.1942 Es ergeht der Befehl, daß die Division in dem Raum Walujki – Nikolajewka – Wolokonowka verlegt wird und der 6.Armee direkt unterstellt wird. Somit scheidet sie aus dem Verband des LI.A.K. aus.

10.07.1942 Der Div.-Gefechtsstand verlegt von Chatne nach den Nordteil von Wolokonowka, wo er ab 09.30 Uhr arbeitsbereit ist. Die Division wird in den Raum ostwärts von Oskol zwischen Wolokonowka und Waluiki verlegt. Das Polizei-Btl.111 der 403. Sicherungsdivision wird für Säuberungsaktionen der 294.I.D. unterstellt.

11.07.1942 Momentan gibt es große Probleme bei der Versorgung durch die Armee.

14.07.1942 Die Division führt eine großangelegte Säuberungsaktion mit den I.R.513, I.R.514, und dem I.R.515 im Gebietes ostwärts des Oskol durch. Das Res.Pol.Btl.111 scheidet aus der 294.I.D. wieder aus.

15.07.1942 Der Div.-Gefechtsstand verlegt von Wolokonowka nach Wejdelewka, wo er ab 10.00 Uhr arbeitsfähig ist.

18.07.1942 Der Div.-Gefechtsstand verlegt von Wejdelewka nach Rowenki, wo er ab 10.00 Uhr arbeitsfähig ist.

20.07.1942 Die Division ist auf dem Marsch zum Don zur Besetzung und Verteidigung des Don-Abschnitts. Ab 00.00 Uhr ist die unmittelbare Unterstellung zum AOK6 aufgehoben und die Division dem XXIX.A.K. unterstellt.

21.07.1942 Der Div.-Gefechtsstand verlegt von Rowenki nach Markowka, wo er ab 13.00 Uhr arbeitsfähig ist.

23.07.1942 Die Division erreicht den Don und richtet sich hier zur Verteidigung ein.

24.07.1942 Der Div.-Gefechtsstand verlegt von Markowka nach Twerdochlebowka, wo er ab 10.00 Uhr arbeitsfähig ist. Zeitgleich wird der Abschnitt der 384.I.D. übernommen. In Twerdochlebowka wurde auch ein Gefangenenlager eingerichtet.

25.07.1942 Die Abschnitte können wegen der geringen Gefechtsstärke der Regimenter nur ganz dünn besetzt werden.

28.07.1942 Die Division hält einen Abschnitt von 75 km Länge, von Krassnohorowka bis Now.Kalitwa.

29.07.1942 Es herrscht starker Betriebsstoffmangel, mot. Teile der Div. wie die Panzerjägerkompanien. (14.Kp.), Teile der Nachrichtenabteilung und Teile der motorisierten Kolonnen müssen im Raum Holaja – Michailowka – Kantemirowka bleiben.

30.07.1942 Gegen 01.00 Uhr stürzt zwischen Twjerdochlebowka und Sswch. Bogutscharskij ein eigener Bomber (He 111) ab. Wegen mangelnden Betriebsstoffes erhalten die Pz.Jäg.Abt. und die Pz.Jäg.Kompanien der Infanterieregimenter den Befehl, die Geschütze behelfsmäßig mit Pferden oder Ochsen weiter vorzuziehen.

31.07.1942 Der Gegner dringt in den Ort Deresowka ein und schneidet die schwache Stützpunktbesatzung ab. Erst später gelingt es durch eine Reservekompanie, den Gegner wieder aus Deresowka hinaus zu werfen.Die Division hat eine Iststärke vom 12700 Mann, davon 321 Offiziere, 83 Beamte, 12296 Unteroffiziere und Mannschaften. Vom 01.04.-31.07.1942 gab es 2585 Mann Verluste, davon 370 Gefallene (19 Offiziere, 351 Unteroffiziere und Mannschaften), 1608 Verwundete (75 Offiziere, 1533 Unteroffiziere und Mannschaften), 607 Vermißte (10 Offiziere, 597 Unteroffiziere und Mannschaften). Inklusive der Verluste der der Division unterstellten Einheiten belaufen sich die Gesamtverluste auf 3606 Köpfe.

01.08.1942 Division tritt aus dem Befehlsbereich der 6. Armee aus und tritt führungsmäßig unter dem Befehl des II. Italienischen Armeekorps, bleibt jedoch versorgungsmäßig dem XXIX Armeekorps unterstellt. Die Division hat eine Iststärke von 321 Offizieren, 83 Beamten, 12296 Unteroffiziere und Mannschaften, Gesamt: 12700.

04.08.1942 Die Division greift im Donbogen zur Gewinnung einer beherrschenden Höhe an.

06.08.1942 Die Verluste an den Kampftagen 04.08. und 05.08. waren ziemlich hoch, es gab etwa 150 Tote und Verwundete. Die Genes.-Marsch-Kp. IV/294/1 in Stärke von 23 Unteroffizieren und 211 Mannschaften trifft bei der Division ein.

07.08.1942 Gegnerischer Angriff um 03.30 Uhr in Stärke von 200 - 300 Mann auf die Höhe 220, ebenfalls noch einmal um 20.00 Uhr. Beide Angriffe wurden abgewiesen.

10.08.1942 Die 294.I.D. muß beschleunigt die 336.I.D. ablösen, welche samt ihren Reserven wegen eines feindlichen Einbruches in der Gegend Sswoboda am Don baldmöglichst entgegengeworfen werden soll. Der Gegner bedroht den Bahnhof Jewdakowo, 20 km südlich Sswoboda. Deshalb müssen die 2 bereits auf den Marsch befindlichen Bataillone sowie ein Teil der III./A.R.294 (auf den Marsch nach Meschkoff) sowie die gesamt Pz.Jäg.Abt.294 (bereits in Nasaroff) angehalten werden. Pz.Jäg.Abt.294 erhält den Befehl, beschleunigt Rossosch zu erreichen. In der Nacht zum 10.08.1942 wird die 294.I.D. in den Abschnitten des I./I.R.514, III./I.R.514, I./I.R.513 und I./I.R.515 durch die italienische Division Ravenna abgelöst.Die Pferdemarschstaffel VIII/5 in Stärke von 3 Unteroffizieren und 79 Mannschaften trifft bei der Division ein.

11.08.1942 Der Div.-Gefechtsstand verlegt von Twerdochlebowka nach der Kolchose Tschkalowa nordostw. Rossosch, wo er ab 13.00 Uhr arbeitsbereit ist.

15.08.1942 Der Gegner versucht, die Unterkünfte in den vorderen Linien mit Leuchtspurmunition in Brand zu setzen. Die Gefechtsstärke der Division liegt bei 51,8%. Um 04.00 Uhr wird der Befehl über den bisherigen Abschnitt an die italienische Division Cosseria übergeben, um 06.00 Uhr wird der Befehl über den bisherigen Abschnitt der 336.I.D. übernommen.

16.08.1942 Die Division scheidet aus der Unterstellungsverhältnis zum XXIX.A.K. aus und wird dem II. italienischen Armeekorps unterstellt.

17.08.1942 Die Division übernimmt ein Gefangenenlager in Rossosch.

18.08.1942 Heftiges feindliches Granatwerfer- und Artilleriestörungsfeuer auf Kulakowka, Karabut und Chochl. Builowka.

20.08.1942 Der Gegner versucht, mit zwei stärkeren Spähtrupps bei St.Kalitwa und nördlich von Ssemeiki überzusetzen. Beide Spähtrupps werden zurückgeworfen und dabei 14 Gefangene gemacht. Der linke Nachbar der 294.I.D. ist die königl.-ungarische 23.I.D. Stärkemeldung der Division: 319 Offiziere, 85 Beamte, 1991 Unteroffiziere, 10305 Mannschaften, 3005 Truppenpferde, 2794 Panjepferde.

22.08.1942 Die Division hat eine Gefechtsstärke von insgesamt 51,7%.

24.08.1942 Feindlage: Vor der Division liegt die 127.S.D. mit den Infanterieregimentern 549 und 555. Zudem ist dieser Division noch das 178.bes.Pionier-Btl. unterstellt.


25.08.1942 Linker Nachbar der 294.I.D. ist die königlich-ungarische 23.I.D.

26.08.1942 Die Divisions-Gefangenensammelstelle liegt in Ssukowka Babka.

30.08.1942 Der Div.-Gefechtsstand befindet sich weiterhin in der Kolchose Tschkalowa.

01.09.1942 Mit Wirkung zum 01.09.1942 wurde Oberst Block zum Generalmajor mit gleichzeitiger Ernennung zum Div.-Kommandeur befördert.

02.09.1942 In der Nacht zum 02.09.1942 greift der Gegner in Stärke von etwa 80 Mann einen eigenen Stützpunkt im Walde östlich von St. Kalitwa an, er wird aber wieder abgewiesen.

04.09.1942 Um 16.00 Uhr trifft ein Fernschreiben über das II. ital. Armeekorps mit der Beförderung des bisherigen Div.-Führers, Oberst Block, zum Generalmajor unter gleichzeitiger Ernennung zum Kommandeur der 294.I.D. Um 21.00 Uhr setzt der Gegner mit 70 – 80 Mann über den Don über und greift den etwa 1 km südostw. Karabut liegenden Stützpunkt „Schreckenstein“ an.

05.09.1942 Gegen 21.00 Uhr versucht der Gegner erneut, den Stützpunkt „Bärenstein“ etwa 2 km südostw. Karabut anzugreifen, wird aber bereits in den Mulden ostw. des Stützpunktes abgewiesen.

08.09.1942 Um 17.00 Uhr trifft mit einem Fieseler Storch der deutsche General bei der 8.ital. Armee, General der Infanterie von Tippelskirch, ein. Er will am nächsten Tag zusammen mit dem Div.Kdr. und dem deutschen Verbindungsoffizier beim II.ital. A.K., Major Hutzelmeier, den Abschnitt der Division besichtigen.

13.09.1942 Die Genes.-Marsch-Kp. IV/294/2 in Stärke von 33 Unteroffizieren und 332 Mannschaften trifft bei der Division ein.

16.09.1942 Nach Vereinbarung mit der königl.-ung. 23.I.D. verläuft die neue Nordgrenze der 294.I.D. wie folgt: Südrand Podgornoje (Zementfabrik) – Südrand Kuleschowka – Nordrand Hf. Korennoi – Nordrand Ssaprina – Ortsmitte Chochl.Builowka – Nordrand Gawrilsk.

17.09.1942 Der Divisions-Gefechtsstand befindet sich weiterhin in der Kolchose Tschkalowa. Heutige Verluste: 2 Mann gefallen, 1 Mann verwundet, 1 Mann vermißt.

19.09.1942 Der Div.-Gefechtsstand befindet sich weiterhin in der Kolchose Tschkalowa.

21.09.1942 Division wird zwischen den 21.09. – 25.09.1942 abgelöst und in den Raum ostwärts von Meschkoff verlegt.

22.09.1942 71 Unteroffiziere („Unterführer aus dem Westen“) treffen bei der 294.I.D. ein.

23.09.1942 Die Division hat folgende Pferdeerholungsheime erkundet und mit Kommandos belegt: Kopanky (10 km nördlich von Rossosch): 150 Pferde, Olchowatka, Klch. Zuckerfabrik, für 80 Pferde, Marjewka (12 km nordwestlich von Olchowatka) für 200 Pferde, Hf. Kuleschowka ( 8 km nördlich Olchowatka) für 100 Pferde, Krassn. Kurgan (10 km südwestlich Olchowatka) für 150 Pferde, Alexandrowka (30 km südwestlich Rossosch) für 650 Pferde. Die Genesenen-Marschkp. IV/294/3 in Stärke von 39 Unteroffizieren und 314 Mannschaften trifft bei der Division ein.

25.09.1942 Der Div.-Stab (Führungsabteilung) liegt in der Kolch. Tschkalowa, der Rest des Div.-Stabes und Abteilung Ib sowie Versorgungstruppen liegen in Rossosch.

27.09.1942 Die Division untersteht direkt der Heeresgruppe B.

29.09.1942 Die Division beginnt mit dem Ausbau einer zweiten Stellung in der Linie Höhen westlich des Meshenka-Tales – Ostrand Kurenyj – Ostrand Nowaja Derewnja – Ssergejewka. Abschnittsgrenzen: rechts zwischen II.ital.A.K. und I.R.515: die Tschernaja Kalitwa, zwischen I.R.515 und I.R.514: Pkt. 140,1 (hart südwestl. Tschapajewa) – Südrand Minaj, zwischen I.R.514 und der königl.-ung. 23.I.D.: Nordrand Ssaprina – Nordrand Hf. Korennoi.

02.10.1942 Das Marsch-Btl. IV/294/7 in Stärke von 16 Unteroffizieren und 926 Mannschaften trifft bei der 294.I.D. ein.

09.10.1942 Die Genes.-Marsch-Kp. IV/294/4 in Stärke von 7 Unteroffizieren und 167 Mannschaften trifft bei der Division ein.

15.10.1942 Die Infanterieregimenter werden in Grenadierregimenter umbenannt.

18.10.1942 In Rossosch findet die Einweihung des Heldenfriedhofes in Anwesenheit des Div.-Kommandeurs und des Kommandierenden Generals des Alpini-Korps statt.

27.10.1942 Der Divisions-Kommandeurs lädt zu einer Treibjagd auf Niederwild zwischen Rossosch und Olchowatka ein, an der 24 Schützen von Truppenteilen der Division und mehrere ital. Offiziere des Alpini-Korps teilnehmen. Es wurden 52 Hasen geschossen.

30.10.1942 Es treffen Kriegsoffizier-Bewerber (3 Unteroffiziere, 54 Mannschaften) bei der Division ein.

02.11.1942 Die Genes.-Marsch-Kp. IV/294/5 in Stärke von 12 Unteroffizieren und 153 Mannschaften trifft bei der Division ein.

18.11.1942 Das I.R.318 der 213. Sicherungsdivision wird der 294.I.D. zugeführt und unterstellt.

19.11.1942 Nachdem es erst hieß, daß nur das G.R.515 verladen wird, trifft um 21.30 Uhr ein neuer Befehl der Heeresgruppe B ein, daß nun die gesamte Division verladen wird.

20.11.1942 Die Division verlegt an den großen Donbogen, Kampfstaffel im Eisenbahntransport, Einladebahnhof Rossosch, Ausladeraum ist der Raum nördlich Millerowo. Mot. Teile werden im Landmarsch verlegt, Wegstrecke Rossosch – Mitrofanowka – Golaja – Ssmaglejewka – Mankowo- Kalitwenskaja – Gussew – Alexsejeo-Losowskaja – Ssetrakowskij – Werchne – Tschirskij. Das Bau-Btl.154 wird der 294.I.D. im neuen Einsatzraum unterstellt. Um die Mittagszeit wird es in Maltschewskaja ausgeladen und dann zur Ortssicherung von Bokoffskaja eingesetzt.

21.11.1942 Die Division liegt im Raum Astachoff.

22.11.1942 Der Div.-Gefechtsstand verlegt von der Kolchose Tschkalowa nach N.- Astachoff, wo er ab 17.00 Uhr arbeitsfähig ist. Die Lage im neuen Einsatzraum ist wie folgt: Dem Gegner gelang bei seinem Angriff am 20.11 über den Don nach Süden zwei Einbrüche und anschließend tiefe Durchbrüche. Der Kriuscha-Abschnitt wurde zum Teil überschritten, nun richtet sich der Angriff gegen den Tschir und Bokoffskaja. In diesem Abschnitt sollen die 294.I.D und 62.I.D. den Gegner aufhalten. Folgende Truppen werden der 294.I.D. unterstellt: Stab Festungs-Bau-Btl. 5, Teile 10./Pz.Art.Rgt.129, Teile 10./Pz.Gren.Regt.129, Teile Panzerreg. 22.Pz.Div., 14./G.R.179 (in Bokoffskaja), 14./G.R.183 (in Bokoffskaja), 14./G.R.190 ( in Bokoffskaja)und zudem noch folgende rumänischen Verbände: Teile des 51.Kav.-Rgt., Teile des 11.Kav.-Rgt., 51.Pi.Btl., Teile des II./I.R.36, 11.Sturm-Btl., 7.Inf.Btl., 11.Pi.Btl., Pakzug „Bofors“, III./Art.Gr.64, 41./Div.Art.Gr.

23.11.1942 Der Div.-Gefechtsstand verlegt von N.-Astachoff nach N.-Astachowskij. Am späten Nachmittag besetzt der Gegner Krassnokutskaja, dort stehende rumänische Truppen gehen zurück. Die Division bildet aus den Versorgungstruppem, Trossen, Feldgendarmerie usw. Auffangeinheiten, die entlang der Straße von Millerowo nach Bokowskaja zurückgehende rumänische Truppen auffangen.Die 14./G.R.179 scheidet aus der Unterstellung zur 294.I.D. aus.

25.11.1942 Die Division liegt am Tschir. Der Div.-Gefechtsstand verlegt von N.- Astachowskij nach Ponomarewka, wo er ab 12.00 Uhr arbeitsfähig ist. Um 06.30 Uhr greift der Gegner mit etwa 300 Mann den Ort Dulenskij und die Höhe 166,3 an, wird aber zurückgewiesen. Trennungslinien: rechts zwischen II.rum.A.K. (14.I.D.) und G.R.513: Nordrand Malachoff – Südrand Höhe 167,4 – Nordrand Krassnokutskaja – Nordrand Kushnoj. Zwischen G.R.513 und verst. G.R.515: Südwestrand Kulturnyj – Nordostrand Krassnokutskaja. Zwischen verst. G.R.515 und verst. G.R.514: Südrand Formassech – Krassnaja Sarja – Südrand Konkoff – Nordrand 166,3 – Gfl.F. (2,5 km südostwärts Astachoff). Zwischen verst. G.R.514 und 62.I.D.: Ossinowyj (16 km nordnordwestl. Asatachowskij) – Nordrand Popowka – Nordrand Illin – Punkt 179,0 – Mitte Belawinskij. Der Division stehen etwa 1 ½ Regimenter der 14.Garde-Schützen-Division. Das Bau.Btl.154 verbleibt vorerst in Bokowskaja-Nord, das 14./G.R.183 scheidet aus der Unterstellung zur 294.I.D. aus. Aus der Unterstellung zur 294.I.D. scheiden aus: 14./G.R.190, Teile 10./Pz.Art.Rgt.129, Teile 10./Pz.Gren.Rgt.129.

27.11.1942 Die Gruppe Pilling (I./G.R.514, II./G.R.513, rumänische Verbände sowie die 2./Pz.Jäg.Abt.294) sowie das III./G.R.514 treten am Vormittag zum Angriff auf Astachoff bzw. Belawin (III./G.R.514) an. Ein Einbruch in das Dorf Astachoff gelingt aber erst, nachdem das III./G.R.513 mit in die Kämpfe eingreift und in den Südteil von Astachoff eindringt. In Astachoff entsteht ein hartnäckiger Häuserkampf. Teile des Panzer-Rgt der 22.Pz.Div. scheiden aus der Unterstellung zur 294.I.D. aus.

28.11.1942 Der Divisionsstab verlegt von Ponomarewka nach Konkoff, wo er ab 10.00 Uhr arbeitsbereit ist. In den Kämpfen vom 23.-28.11.1942 gab es in der Division folgende Verluste: Gefallene: 76 Mann, Verwundete: 321 Mann, Vermißte: 29 Mann.

29.11.1942 Folgende rumänischen Verbände werden abgegeben: 7.Inf.Btl., 11.Sturm-Btl., 51.Pi.Btl., vier rumänische 7,5-cm-Pak (Pakzug „Bofora“).

30.11.1942 Die Division hat eine Iststärke von 328 Offizieren, 83 Beamten, 12113 Unteroffizieren und Mannschaften, Gesamt: 12524. Zwischen dem 01.08.- 30.11.1942 gab es folgende Verluste: 185 Gefallene (7 Offiziere, 178 Unteroffiziere und Mannschaften), 704 Verwundete (17 Offiziere, 687 Unteroffiziere und Mannschaften) 16 Vermißte (16 Unteroffiziere und Mannschaften), Insgesamt: 905. Dazu kommen noch 52 Verluste fremder unterstellter Einheiten. Weiterhin wurden zwischen dem 01.08.1942- 30.11.1942 folgende Auszeichnungen verliehen. 11 Eiserne Kreuze 1. Klasse, 142 Eiserne Kreuze 2. Klasse, 1 Spange zum Eisernen Kreuz 2. Klasse, 450 Kriegsverdienstkreuze 2. Klasse mit Schwertern, 18 Kriegsverdienstkreuze 1. Klasse, ein Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz. Eine leichte Fliegerbombe detoniert unmittelbar vor dem Div.-Gefechtsstand und tötet dabei zwei Pferde eines vorbeiziehenden Trosses des G.R.514. Neue Trennungslinie zwischen 294.I.D. und 62.I.D.: Nordrand Popowka – Südrand Ilin – Südrand Belawin – Nordrand Höhe 168,0. Rumänische III./Art.Gr.64 scheidet aus der 294.I.D. aus, ebenso das rum. 11.Kav.Rgt.

01.12.1942 Der Div.-Gefechtsstand befindet sich in Konkoff.

12.12.1942 Das rum.II./I.R.36 wird in den Abschnitt des rum. I.A.K. in Marsch gesetzt und scheidet somit aus der 294.I.D. aus.

13.12.1942 Ab 11.00 Uhr feindliche Angriffe mit Panzerunterstützung gegen die gesamte Front der 294.I.D. Das rum. 11.Pi.Btl. scheidet aus dem Verband der 294.I.D. aus und marschiert in den Abschnitt der 11.rum. Div.

16.12.1942 Starke russische Angriffe mit Panzern, bis zu 50 Stück, gegen die Front der Division. Teilweise Einbruch der Panzer in die Hauptkampflinie in Astachoff und östlich davon. Die eingebrochenen Panzer werden jedoch abgeschossen bzw. vertrieben. Gegen 14.00 Uhr greifen eigene Stukas und Zerstörer die feindlichen Bereitstellungen in der Schlucht ostw. Dulenskij an. Zur Verfügung der Division liegen die 1./Pz.Jäg.Abt. 162 (5 Geschütze auf Sfl) in Bokowskaja und eine Batterie der Flak-Abt. II./38 in Astachoff.

17.12.1942 Der Div.-Gefechtsstand verlegt von Konkoff nach Ponomarewka, wo er ab 17.00 Uhr arbeitsbereit ist. Die Abwehrkämpfe dauern weiterhin an. Lage am Nachmittag: Die vordere Linie verläuft im Abschnitt des G.R.515 vom Ostrand Krassnokutskaja über den Ostrand Sswiridoff zur Höhe 155,6. Die Lücke von dort bis an den Ostrand Dulenskij soll durch das II./G.R.514 geschlossen werden. Am Ostausgang von Dulenskij sperren Teile des III./G.R.513, als Infanteristen eingesetzte Angehörige der Pz.Jäg.Abt.294 und Teile des Alarmzuges des Divisionskommandos das Tal. Zu ihrer Sicherung und zur Panzerabwehr sind zwei 8,8-cm-Geschütze aufgefahren, südlich des Kriusch-Bachs sichern Pak auf Selbstfahrlafette. Vom Ostausgang Dulenskij bis zur Höhe 166,3 sichern eine Alarm-Kompanie und entlang der Höhenstraße die zusammengefassten Teile des G.R.513 und das schwache II./G.R.179. In der folgenden Nacht setzt der Feind seine Angriffe weiter fort. Die Flak-Abt. I/5 wird der Division unterstellt, ebenso das II./G.R.179.

18.12.1942 Die Hauptkampflinie der Division am linken Flügel beginnt am Tschir und geht bis zum Ort Popowka. Nachmittags gelingt es den Gegner, den Tschir in Richtung Westen zu überschritten und bis Popowka vorzugehen, wo er aber abgewiesen wird. Der Division werden folgende Truppen unterstellt: I./G.R.581, III./G.R.581, 8./Flak-Abt.38, Kampfgruppe von Oppeln (22.Pz.Div.), schnelle Abteilung 306 (mot.) (306.I.D.).

19.12.1942 Es herrscht Alarmbereitschaft bei der Führungsabteilung, da angeblich sowjetische Panzer auf der Rollbahn Bokowskaja – Ponomarewka gesichtet wurden. Das Munitionslager Ponomarewka wird zur Sprengung vorbereitet.

20.12.1942 Die Division liegt im Raum Aslachow. Feindkräfte brechen aus Nordwest und West in Kaschary ein. Bei einem Feindangriff westlich Bokowskaja muß die 8,8 cm-Flak vor der feindlichen Infanterie zurückgehen. Zum Schutz dieser Flak werden alle Offiziere des Divisionsstabes und des A.R.294 einschließlich des Kommandeurs des A.R.294 als Infanteristen eingesetzt. Die Genesenen- Marsch-Kp. IV/294/6 mit 18 Unteroffizieren und 213 Mann trifft bei der Division gegen 03.00 Uhr ein. Der Divisionskommandeur der 294.I.D. unterstellt sich die führerlos zurückgehende Gruppe v. Alberti der 62.I.D. mit Teilen G.R.183, Teilen G.R.193 und III./A.R.162. Der Div.-Gefechtsstand wird gegen 03.30 Uhr von dem Nordteil Ponomarewka in den Südteil verlegt und mittags wieder in den Nordteil.

21.12.1942 Der Div.-Gefechtsstand ist ab 10.00 Uhr in Malachoff, nähe der Kirche. Die Division kämpft ständig Abwehrkämpfe gegen starke russische Kräfte. Die Kampfgruppe Pilling setzt sich unter Mitnahme der schweren Flak-Battr. 8/38 aus Konkoff und Popowka ab.

22.12.1942 Die Division setzt sich kurz vor Mitternacht auf die Linie Manochin – Paramonoff – Werch. Wjatschesslawoffn (ausschl.) ab, die Trosse haben sich bereits vorher abgesetzt. Der Div.Gefechtsstand befindet sich in Malachoff. Die Kampfgruppe Pilling mit dem unterstellten G.R.581 setzt sich mit ihrer Nordfront auf den Nordrand von Ponomarewka ab. Die 41. rum.Art.Gruppe scheidet aus dem Verband der 294.I.D. aus.

23.12.1942 Der Div.-Gefechtsstand wird um 01.00 Uhr von Malachoff nach Paramanoff verlegt. Zitat aus dem Kriegstagebuch: „ Auf der Strasse von Malachoff über Platoff und Manochin nach Paramanoff, durch reines Steppengebiet, ziehen in ununterbrochener Folge die Trosse der 294. I.D., Restteile der 62. I.D. und die 14. rum. Div.“ Luftversorgung (Kraftstoff, Verpflegung, Munition) wird angefordert, trifft aber nicht ein. Nicht lebenswichtige Fahrzeuge werden gesprengt. Im Morgengrauen erreichen die Regimentsspitzen die Orte Irschoff, Petropawlowka und Rubaschkin.

24.12.1942 Der Div.-Gefechtsstand befindet sich in Kuteinikoff und ab 10.00 Uhr in Dewjatyj. Die angeforderte Luftversorgung trifft wegen widriger Wetterbedingungen wieder nicht ein. Die Division besetzt vorläufig folgenden Gnijala-Abschnitt: Ssemenowka (ausschließlich) – Miljutinskaja (ausschließlich).

25.12.1942 Nachts befindet sich der Div.-Gefechtsstand in Werch.Ssekretew, ab 09.00 Uhr in Ssemenowka. (Andere Angabe: Div.-Gefechtsstand bis 01.00 Uhr in Dewjatyj und folgt dann sprungweise dem G.R.514. Später dann voraussichtlich in Gegend Sernosowchos Nr. 4.) Die Division geht weiter nach Orlow-Judin. Am Vormittag fällt der evang. Wehrmachtspfarrer der 294.I.D., Prof. Beyer, in die Hände des Gegners. Die Gruppe von Alberti folgt in der Nacht zum 25.12.1942 unmittelbar dem G.R.515 und erreicht nach dem Gewinn des Gnijala-Abschnittes den Ort Now.Poljakoff zur Verfügung der 294.I.D. Die Pz.Gruppe von Oppeln scheidet aus dem Divisionsverband aus.

26.12.1942 Der Div.-Gefechtsstand befindet sich bis 18.00 Uhr in Gn. Ssemenowka und folgt dann sprungweise dem G.R.513 nach Tschapura. 18 Betriebsstoff- und 6 Verpflegungsbomben werden abgeworfen. Die rumänischen Divisionen haben sich völlig aufgelöst, eine Ausnahme ist die rumänische Kav.-Abt. 51 beim G.R. 515, sie ist in tadelloser Ordnung. Aus einen abgeschossenen feindlichen LKW wird der seit 2 Tagen vermißte O3 der Division geborgen. 19.00 Uhr beginnt das weitere Absetzen. Die Führungs-Abteilung verliert dabei den Befehlswagen, der mit Motorschaden liegen bleibt und verbrannt werden mußte. Ein großer Teil der Akten der Abteilungen Ia und Ic verbrannte dabei mit.

27.12.1942 Die Division setzt sich in der Nacht zum 27.12.1942 auf die Linie Prischib (ausschl.) – Punkt 148 (südostwärts von Ossinowyj). Der Div.-Gefechtsstand befindet sich in Tschapura. Entbehrliche Trosse werden in das rückwärtige Armeegebiet im Raum Forschstadt – Bronitzkij verlegt. Die Kampfgruppe von Klein wird der Division unterstellt: Gliederung der Kampfgruppe: II./G.R.581, 14./G.R.580, 14./G.R.579, 1./A.R.306, 1 Kp. s.I.G. (Sfl), 1 Bttr. der 8. Luftwaffen-Felddivision, 2./Pz.Jäg.Abt./8.Lw.F.D., 1 Kp. Flak-Abt.96.

28.12.1942 Div.-Gefechtsstand verlegt nach Kosinka. Tschapura wird vom Feind besetzt. Das in Kosinka liegende Bau-Btl.154 wird in die Lücke zwischen G.R.513 und dem rechten Flügel der 8. Luftwaffen-Felddivision eingeschoben. Die 8. Luftwaffenfelddivision ist der 294 I.D. unterstellt. Vordere Linie der Division: Ostspitze der Mulde 4,5 km nordöstlich Belojarowka 500 m. südlich 143 - Wegegabel 800 m nordöstluch Tschikoff - Sternchenhöhe 1,8 km nordwestlich Tschikoff - Westhang 146 -143 - 2,5 km südlich Urjupin. Die Gruppe von Alberti (Teile G.R.180, Teile G.R.193, II./G.R.179, III./A.R.162, I./G.R.581, III./G.R.581, 8.Flak-Abt.38) wird an die 22.Pz.Div. abgegeben. I./Flak-Rgt.5, die schnelle Abteilung 306 und die rum. 51.Kav.Abt. werden ebenfalls abgegeben.

29.12.1942 Die Flak-Abt.I/5 scheidet aus dem Divisionsverband aus.

31.12.1942 Der Div.-Gefechtsstand verlegt von Kosinka nach Morossowskaja, wo er ab 12.00 Uhr arbeitsbereit ist.

01.01.1943 Die Division erhält den Befehl, sich weiter hinter den Donez abzusetzen. Teile des bei der 8.Luftwaffen-Felddivision eingesetzten G.R.581 werden an die 306.I.D. abgegeben. Im Kriegstagebuch der 294.I.d. ist erstmals nicht von der 294.Infanteriedivision die Rede sondern von der "Gruppe Block".

Abschnittsgrenzen: Zwischen 22.Pz.Div. und G.R.515: Ostrand Höhe 155,0 (westlich Prischib) - Westhang Höhe 167,3 (5 km nordöstlich Wosnessenskij); zwischen G.R.513 und G.R.514: Mitte zwischen Gitternetzlini 16 und Gitternetzlinie 14; zwischen G.R.514 und G.R.513: Straßenknie 2,5 km ostnordöstlich Sowchs. W.W. (G.R.514) - Ostrand Friedhof nördlich Belojarowka; zwischen G.R.513 und 8. Luftwaffen-Felddivision: Südrand Kosinka - Westrand Brig (3 km westsüdwestlich Wachtturm) - R. (3 km nördlich 151,1); zwischen 8. Luftwaffen-Felddivision und XXXXVIII.Pz.Korps: wie bisher. Der Div.-Gefechtsstand befindet sich im Nordteil Morosowskaja.

02.01.1943 In der Nacht zum 03.01.1943 sind folgende Absetzbewegungen geplant: II./G.R.515 sichert die Höhe 136,5 nördlich Awerkin. Das G.R.513, dem 1 Btl. der 8.Luftwaffen-Felddivision, die Stützpunktbesatzung von Punkt 134,5, die dort eingesetzten Teile der Pz.Jäg.Abt.294 und einzelne panzerbrechende Waffen der 8.Luftwaffen-Felddivision unterstellt werden, erhält den Auftrag, das Tal bei Nagornij Markin im Anschluß an das G.R.514 zu sperren. Das II./8.Luftwaffen-Felddivision wird nach Trofimenko verlegt, der Rest der 8.Lufwaffen-Feldidivision in den Raum Wlassoff – Wolno Donskaja – Walkow. Das I./G.R.515 und III./G.R.515 ziehen durch Morosowskaja durch und beziehen im Abschnitt Besymenka – Ssibirki eine Auffangstellung. Der Rückmarschweg ist der Weg Morosowskaja – Ssibirki – Wolmo Donzkaja – Sseretrjakoff – Baski. Mot.Fahrzeuge benutzen die Rollbahn Tazinskaja – Forschstadt, da die Brücke bei Baski nicht von mot.-Fahrzeugen benutzbar ist.

Der Div.-Gefechtsstand befindet sich in Morosowskaja.

04.01.1943 Die vordere Linie der Division verläuft vom 136,5 - Brig 1 km nördlich 143,9 - Nagornyj Markin - 134,5 - nördlich Tierfriedhof - östlich Kostino Bystrjanskij Der Div.-Gefechtsstand befindet sich bis 20.00 Uhr im Südwestteil von Morossowskaja, danach in Walkoff. Die Division ist weiterhin in Abwehrkämpfe verwickelt und befindet sich auf dem Rückzug. Mit Beginn der Dunkelheit beginnt das weitere Absetzen in die Zwischenstellung Ssamarin - Besymonka - Ssibirki - Eisenbahnbrücke über die B. Ssuchaja. Verlauf der Abwehrlinie: Arakannoff - Ostrand Kryloff - 109,8 - 165,8.

05.01.1943 Die Truppenteile sind im neuen Abschnitt wie folgt eingesetzt: Rechts: G.R.515 mit unterstellten IV./8.Luftwaffen-Feldddivision, Flak-Kampftrupp II/38, IV./A.R.294, s.F.H.-Bttr. Nietachmann; Mitte: G.R.513 mit unterstelltem Bau-Btl.154, 4./G.R.579, eine Pz.Jäg.Kp. der 8.Luftwaffen-Felddivision, Teilen der Pz.Jäg.Abt.294, II./A.R.294; Links: G.R.514 mit unterstellten Teilen 3./Pz.Jäg.Abt.294 und I./A.R.294. Abgabe der Ortskommandantur Morosowskaja sowie Auflösung des Verteidigungs-Stabes Morosowskaja. Von den 6 Urlauberkompanien, die zum Stab Kaliebe gehörten, erhält die Division 4 Kompanien, wovon das G.R.513 zwei erhält, das G.R.514 und G.R.515 je eine Kompanie. Deren Angehörige werden als Ersatz auf die Kompanien verteilt. Es handelt sich hierbei um Angehörige von in Stalingrad eingeschlossenen Einheiten, welche als Urlauber nicht wieder zu ihren Einheiten zurückkehren konnten.

06.01.1943 Gefechtsstand ist in Walkoff, Gefechtsstandwechsel um 16.00 Uhr zur Sowchose Nr. 36. (Sswch.36).

07.01.1943 In der Nacht zum 07.01.1943 hat sich die Division auf den Abschnitt Arakanzeff (ausschl.) – Kryloff – Sssenoj – Punkt 132,8 (einschl.) abgesetzt. Gliederung der Truppen: Rechts: G.R.515 mit unterstellten II./8.Luftwaffen- Felddivision, Gebirgs-Kann.Abt./8.Luftwaffen-Felddivision und IV./A.R.294; Mitte: G.R.513 mit unterstellter 1.Pz.Jäg.Abt./8.Luftwaffen-Felddivision, 1 Zug 7,62 cm der Pz.Jäg.Abt.294, I./A.R.294 und s.F.H.-Battr. Nietzschmann; Links: G.R.514 mit unterstelltem IV./8.Luftwaffen-Felddivision, Bau-Btl.154, II./A.R.294. Die Division soll gegen den über den Kagalnik nach Westen durchbrechenden Gegner Reserven nach Swobodnyj schicken. Dafür wird eine Kampfgruppe Klinke gebildet, welche aus II./G.R.514 sowie der 2./Flak-Abt. und 2./Pz.Jäg.Kp. der 8.Luftwaffen-Felddivision besteht. Diese wird dann der 22.Pz.Div. unterstellt.

08.01.1943 Es finden starke sowjetische Angriffe im gesamten Divisionsbereich statt. Die gestern gebildete Kampfgruppe Klinke kehrt von der 22.Pz.Div. zurück zur 294.I.D.

09.01.1943 Das Bau-Btl.154 steht bei Punkt 109,8 in schweren Abwehrkampf und hat erhebliche Verluste.

11.01.1943 Um die Mittagszeit erreicht ein feindlicher Angriff seinen Höhepunkt und läuft vor der ganzen Division von Kryloff nach Norden. Am schwersten ist das G.R.514 betroffen und innerhalb seines Bereiches das Bau-Btl.154. Im Divisionsbereich greifen dabei insgesamt 28 Panzer an, davon alleine 22 am linken Flügel und 6 in der Mitte beim G.R.513. Nach Rückeroberungen alter Stellungen verläuft die vordere Linie der Division wie folgt: Ostrand Arakanzew – 137,6 – 127,4 -179,3 – 169, 4 –Ruine 1,5 km nordostw. Kryloff – Wegegabel 1 km ostw. Ssennoi – 1,5 km westlich 109,8 – 1,5 km westl. 132,8.

13.01.1943 Der Div.-Gefechtsstand befindet sich in Krakowskaja.

15.01.1943 Ab 16.30 Uhr befindet sich der Div.-Gefechtsstand in Winogradnyj. Am Abend wieder Absetzbewegungen auf die Heinrich-Linie, wobei zwischen Ust- Fominka und Romanoff drei steile Schluchten die Marschbewegungen erschweren. Verlauf der Hauptkampflinie der Heinrich-Linie: Westufer des Donez von der rechten Abschnittsgrenze bis Sapodnoi – Punkt 75,3 – Höhen hart ostw. Nishnij Ssersbrjakoff – Punkt 89,3 – Punkt 78,5 – Südrand Romanoff – Westufer der Bystraja bis in die Höhe von Punkt 83,6 – Ostrand Punkt 83,6 – Westufer der Bystraja bei Baigorinka. Arko 137 und Teile des A.R.140 werden Division unterstellt.

16.01.1943 Weitere Absetzbewegungen. Durch nächtliche Kälte bis -32°C steigt die Zahl der Erfrierungen. Im Zeitraum vom 13.12.1942-15.01.1943 wurden durch die 294.I.D. und ihr unterstellter Truppenteile 141 Panzer, 17 Panzerspähwagen und 6 Flugzeuge abgeschossen. Bei den Panzern handelt es sich um 63 T34, 1 Kw.I, 45 MIII, 5 leichte Panzer und 27 unbestimmten Typs. Das Kradschützen- Btl.24 und die Pi.Kp. der 306.I.D. werden der 294.I.D. unterstellt. Das Bau- Btl.154 schützt die Eisbrücke Krassnodonezkaja und sammelt nach Zurücknahme des Kradschützen-Btl.24 im Südostteil Ssinegorskij.

17.01.1943 Der Div.-Gefechtsstand verlegt von Winogradnyj nach Tschernyschewka, wo er ab 17.00 Uhr arbeitsbereit ist. Die vordere Linie verläuft entlang des Donez bis auf Nishnij Kalinowskij, welches geräumt wurde Die Verluste der 294.I.D. betrugen im Zeitraum vom 16.12.1942 – 17.01.1943 378 Gefallene (14 Offiziere, 61 Unteroffiziere, 303 Mannschaften), 1490 Verwundete (46 Offiziere, 249 Unteroffiziere, 1195 Mannschaften), 976 Vermißte (21 Offiziere, 127 Unteroffiziere, 828 Mannschaften). An die Division werden die ersten Zielfernrohr- und Mehrladegewehre zugewiesen. Die Pi.Kp. der 306.I.D. und das Kradschützen-Btl.24 scheiden aus dem Divisionsverband wieder aus, ebenso die 8./Flak 38.

18.01.1943 Das I./Pz.Gr.Rgt.129 wird der Division unterstellt und trifft in Kamenew ein. Das I./Pz.G.R.129 erreicht gegen 14.30 Uhr Kamenew und beginnt mit der Säuberung beiderseits der Jassenowkaja-Schlucht an.

19.01.1943 Der Divisions-Gefechtsstand befindet sich weiterhin in Tschernyschewka. Die 1./Flak-Abt./8.Luftwaffen-Felddivision wird der 294.I.D. unterstellt.

20.01.1943 Vom A.K. werden der Division 59 MG42 zugewiesen. Bisher war das MG42 nur beim G.R.513 eingesetzt. Gegen 10.00 Uhr trifft der Bildberichter Krippgans bei der Division ein.

21.01.1943 Das I./Pz.Gr.Rgt.129 scheidet wieder aus dem Divisionsverband aus.

22.01.1943 Trennungslinie zwischen der 294.I.D. und der 22.Pz.Div.: Südrand Saizewka – Südrand 206,1 (3 km westlich Potschtowyj) – Westrand Potschtowyj – Punkt 144,9 (1 km nördlich Krassnodonezkaj. Der Divisions-Gefechtsstand liegt weiterhin in Tschernyschewka. Aus der 294.I.D. scheiden folgende Verbände aus: Jg.Rgt. der 8.Luftwaffen-Felddivision, 2./Pz.Jäg.Abt./8.Luftwaffen- Felddivision, Pz.Gren.Rgt.129, Stab A.R.140, Stab I./A.R.140 sowie vorübergehend das die II./A.R.294 mit 4., 6. und 11.Batterie.

23.01.1943 Aus dem Divisionsverband scheiden das Kdo. der 8.Luftwaffen-Felddivision, die Nachrichtenkompanie und der Aufklärungszug der 8.Luftwaffen- Felddivision aus sowie der Arko 137.

24.01.1943 Die Anwerbung von Kosaken hat bereits zu guten Erfolgen geführt. Jedem Grenadier-Regiment konnten bisher etwa 150 Kosaken zugeführt werden.

Die Pi.Kp. der 8.Luftwaffen-Felddivision scheidet aus der 294.I.D. aus.

26.01.1943 Die 4./G.R.579 scheidet aus dem Divisionsverband aus.

27.01.1943 Der Stab II./A.R.140 und 6./A.R.140 sind ab 16.00 Uhr dem A.R.162 unterstellt und scheiden damit aus der Unterstellung zur 294.I.D. aus.

28.01.1943 Mittags besucht der Oberbefehlshaber der Armee-Abteilung, General Hollidt, die Division.

29.01.1943 1./Pi.Btl.48(mot) scheidet aus dem Divisionsverband aus.

30.01.1943 Die Division übernimmt einen neuen Abschnitt bis zum Donezknie nördlich der Ssuprawaja-Schlucht.

01.02.1943 Der Div.-Gefechtsstand ist in Tschernyschewka. Die Division liegt am Westufer des Donez im Raum Krassno Donezkaja. Die Division hat eine Iststärke von 247 Offizieren, 78 Beamte, 8088 Unteroffiziere und Mannschaften, gesamt 8413 Köpfe. 1. und 3. Batterie der 8.Luftwaffenfelddivision scheidet aus der Unterstellung zur 294.I.D. aus.

02.02.1943 Die Division liegt bis zum 05.02.1943 am Westufer des Donez im Raum Krassno Donezkaja.

06.02.1943 Es wird weiteres Absetzen befohlen, Getreidevorräte werden mangels Fahrzeuge vernichtet. Zum Ausbau der Weserstellung wird die 1./Straßenbau- Btl.676 der Division unterstellt. Weiterhin werden der Division das Alarm-Btl. Thomas der 62.I.D. und die 8./Flak-Abt.38 unterstellt.

07.02.1943 Gegen 3.30 Uhr überquert der Gegner mit etwa 300-400 Mann den Donez und durchbricht die schwachen eigenen Sicherungen und dringt von Süden nach Sapadnoi ein. Mit Beginn der Dunkelheit greifen zur Rückeroberung das I./G.R.179, die 2./Fla-Btl.619 und die 10./Flak-Abt.38 Sapodnoi an. Zur Unterstützung des Angriffes greifen von Süden her über die Höhe 100,9 Teile des G.R.515 und von Norden her Teile des I./G.R.513 und die Pi.Kp.294 an. Gegen 22.00 Uhr ist das Dorf wieder genommen. Eine 2-cm-Kompanie des Fla-Btl. 619 wird der 294.I.D. zugeführt und unterstellt sowie das I./G.R.179 und die 10./Flak-Abt.38.

08.02.1943 Für die Absetzbewegungen werden Nachtruppen gebildet, deren Kommandeur Oberst Hähling ist. Das I./G.R.179 scheidet aus der Unterstellung zur 294.I.D. aus und wird zur 62.I.D. in Marsch gesetzt.

09.02.1943 Die Division setzt sich in der Nacht zum 09.02.1943 vom Donez in die Saale- Stellung Höhen ostw. Golubinka – Höhen ostw. Tschernyschewka – Höhen westl. Krutaja-Schlucht – Pkt. 150,0 – Pkt. 188,7 – Pkt. 188,6 – Ostrand Metschetnoi ab. Trennungslinien zwischen 62.I.D. und 294.I.D.: Nordrand Rubeshnij – Nordrand Kosminskij – Südrand 145,6 (4 km südsüdwestlich Gruschewka) – Südrand 122,6 – Nordhang 195,1 (5 km südostw. Wladimirskaja) – Darino Jermakowskij, Trennungslinie zwischen 294.I.D. und 306.I.D.: Südrand Kalinoff – Nordrand Metschetnoi – Südrand Now. Michailowskij – Südrand Saerowo – Südhang 239,9 – Nordrand Nagolnaja Tarassowka – Nordrand Perwossisk. Der Div.-Gefechtsstand verlegt gegen 07.00 Uhr von Tschernyschewka nach Dubowoi und gegen 15.00 Uhr nach Wladimirskaja. Die Genesenen-Marsch-Kompanie IV/294/7 in Stärke von 34 Unteroffizieren und 211 Mannschaften trifft bei der 294.I.D. ein. Oberst Hähling verlegt seinen Gefechtsstand von Potschtowyj nach Gruschewka. Pz.Jäg.Abt./8.Luftwaffen-Felddivision scheidet aus der 294.I.D. aus und verlegt zur 62.I.D, ebenso scheidet das Alarm-Btl. Thomas aus der 62.I.D. aus und verlegt nach Ssadkij. Die 1./Flak-Abt./8.Luftwaffen-Felddivision wird der 294.I.D. unterstellt.

10.02.1943 Die Division setzt sich in der Nacht zum 10.02.1943 von der Saale-Linie in die Oder-Linie Ostrand Dudkin – Pkt. 148,2 – Br. (3 km ostw. Saizewka) – Pkt. 217,2 ab, rechter Nachbar ist 62.I.D., linker Nachbar die 306.I.D. Die Nachhut der Division befindet sich am Vormittag im Raum Tschernyschewka – Ssemimajatschnyj im Ortskampf. Der Gegner greift die Nachtruppen beiderseits der Straße Petrowskij – Tschernyschewka an. Am Abend sperren die Nachtruppen die Wege ostwärts Saizewka und ostwärts Ssadki. Die Kampfgruppe Dörrer verlegt in der Nacht zum 11.02.1943 auf die Höhen nordostwärts Ssadki. Die 1./Str.Bau-Btl.676 scheidet aus der Unterstellung zur 294.I.D. aus. Das Bau-Btl.154 befindet sich als Divisionsreserve in Wladimirskaja.

11.02.1943 Der Div.-Gefechtsstand ist in Wladimirskaja, ab 17.00 Uhr in Skelewatskij. Die Division setzt sich in der Nacht zum 11.02.1943 von der Oder-Linie in die Elbe-Linie Pkt. 196,1 (5 km südostw. Wladimirskaja) – Nordostrand Wladimirskaja – Pkt. 170,4 – Pkt. 213,7 – Sternchen (2,5 km nördlich Pkt. 317,7) – Pkt. 267,6 ab. Das Bau-Btl.154 erreicht Krassn. Ssulin.

Oberst Hähling verlegt seinen Gefechtsstand von Saizewka nach Bol. Fedorowka. Mit Hellwerden erfolgt ein starker gegnerischer Angriff auf Saizewka, der abgewiesen wird.

12.02.1943 Div.-Gefechtsstand ab 18.00 Uhr in Pawlowka. Die Division setzt sich in der Nacht zum 12.02.1943 von der Elbe-Linie auf die Weser-Linie Kundrjutschja- Knie (3 km nordostw. Ssulinskij) – Pkt. 192,9 – Br.(?) (3 km ostw. Dolotinka) – Ostrand Ssewerewo ab. In der Weserstellung werden eingesetzt: Rechts: G.R.513 mit unterstellter IV./A.R.294 und Flak-Abt./8.Luftwaffen- Felddivision mit 1. und 2. Bttr; Mitte: G.R.514 mit unterstellter I./A.R.294 und 1 Zug Flak-Bttr.10/38; Links: G.R.515 mit unterstellter II./A.R.294, 2./Pz.Jäg.Abt.294, 4.Pz.Jäg.Abt.294 und ein Zug Flak-Bttr.10/38. Trennungslinien zwischen G.R.513 und G.R.514: Brücke (1 km nordwestl. Werbinskij) – Kirche Krassn. Ssulin – Wegedreieck 1250 m nördlich Pkt. 156,0, Wegespinne 2,25 km westlich 140,2 – Südhang 140,2; Trennungslinie zwischen G.R.514 und G.R.515: Nordrand Tscherewkowo – 3,5 km nordostw. Ma. Gniluschenskij. Das Bau-Btl.154 erreicht den Ort Birjukowo, die Kosaken-Schwadron wird nach Werbinskij verlegt. Die Nachtruppen setzen sich in der Nacht zum 12.02.1943 auf die Elbe-Stellung ab. Die Nachtruppen stehen am Morgen des 12.02.1943 am Ostrand Wladimirskaja und auf den Höhen ostwärts der Rollbahn Wladimirskaja – Sswerewo.

13.02.1943 Der Div.-Gefechtsstand liegt ab 16.00 Uhr in Karpowo Krepinskoje. Absetzen in die Fulda-Linie Ssokolowo – Kundrjutschenskoje – 185,0 – 172,2 (2 km südostw. Krassn. Ssulin) – Wegespinne 2 km nordostw. 172,2). Der 294.I.D. steht die sowjetische 47.Garde-Schützen-Division gegenüber. Oberst Dorow übernimmt das Kommando über die Nachtruppen. Sie setzen sich am Abend auf die Höhen westlich Krassny Ssulin – ostwärts Gukowo ab.

14.02.1943 Absetzen in die Donau-Linie Pkt. 260,6 – Ostrand Birjukowo – Sternchenhöhe entlang des Weges Birjukowo – Dolshanskaja. Der Div.-Gefechtsstand verlegt gegen 16.00 Uhr von Karpowo Krepinskoje nach Platonowka. Wegen Ausfall von mehreren 2-cm-Geschützen und LKW stellt das G.R.515 nur noch zwei bewegliche Kampftrupps für die Nachhuten zusammen, einmal die Kampfgruppe Gutsche mit zwei 2-cm-Geschützen auf Sfl, eine 4,5-cm-Pak und etwa 60 Mann auf LKW verlastet, und einmal die Gruppe Misera mit ebenfalls etwa 60 Mann Infanterie, eine 4,5-cm-Pak, drei 2-cm-Geschützen auf Sfl. Die Kampfgruppe Misera setzt sich gegen 15.00 Uhr auf die Höhen westlich Gukowo ab.

15.02.1943 In der Nacht zum 15.02.1943 setzt sich die 294.I.D. aus der Donau-Linie auf die Isar-Linie Ostrand Alexejewo – Tuslowka – Ostrand Ljubimaja – Ostrand Grünfeld – Sternchenhöhe etwa 1,5 km ostw. Marjewka – Pkt. 198,7 (2 km nördlich Darjewka) ab. Der Div.-Gefechtsstand verlegt gegen 14.00 Uhr von Platonowka nach Djakowo. Das Bau-Btl.154 trifft in Dmitrijewka ein. Mit Beginn der Dunkelheit setzen sich die Nachtruppen auf die Linie südlich und nördlich von Krepinskoje ab. Oberst Dorow verlegt seinen Gefechtsstand am Morgen nach Karpowo und abends nach Nagolnaja-Tarassowka. Gegen 22.00 Uhr wird die Kampfgruppe Gutsche in Karpowo-Krepinskoje vom Gegner in Stärke von zwei Kompanien angegriffen. Die Gruppe setzt sich in Abwehrkämpfen auf die Höhen des Ortes ab. Während der letzten beiden Tage sind die Arbeiten an der zu beziehenden Mius-Stellung unter Führung des Divisions-Adjutanten, Hauptmann Hagenloh, mit Hochdruck betrieben wurden. Ihm stehen zur Verfügung: Pi.Btl.52 (mot), Bau-Btl.154, das für die 294.I.D. eingetroffene Marsch-Btl. Königsbrück, die Austauschkompanien der Division und etwa 2800 Zivilisten. Vorerst werden die alten Stellungen aus dem Vorjahr vom Schnee geräumt und ausgebaut.

16.02.1943 Die 294.I.D. setzt sich in der Nacht zum 16.02.1943 auf die Neckar-Linie Ostrand Zimljanka – Ostrand Nowo Krassnowoka – Pkt. 171,9 (5,5 km nordnordwestl. Nowo Krassnowka) ab. Der Div.-Gefechtsstand verlegt gegen 16.00 Uhr von Djakowo nach Marinowka. Die Gruppe Gutsche setzt sich auf die Höhen nordwestlich von Karpowo ab. Der Gefechtsstand von Oberst Dorow bleibt in Platonowka.

17.02.1943 Die Division setzt sich in der Nacht zum 17.02.1943 auf die Moselstellung Oktjabrskij – Ostrand Djakowo – Ostrand Nish. Magoltschik ab. Der Div.- Gefechtsstand verlegt gegen 16.00 Uhr von Marinowka nach Ssaur Mogilskij.

Die Nachtruppen setzen sich über Nowo Krassnowka und Bobrikowo auf Djakowo ab und übernehmen die Sicherung des Ortes.

18.02.1943 Die Division schließt Teile einer russischen Kavallerie-Division in Debalzowa ein. Das Marsch-Btl. z.b.V. Königsbrück 2 in Stärke von 126 Unteroffizieren und 752 Mannschaften trifft bei der 294.I.D.ein. Der Brückenkopf Kuibyschewo wird geräumt, die Brücke über den Mius gegen 18.30 Uhr gesprengt. Die Division rückt in Ihre Stellungen am Mius ein. Die Kampfgruppen Gutsche und Misera setzen sich in der Nacht zum 18.02.1943 auf die Stellungen beiderseits Dubrowskij ab. Am Nachmittag setzt sich die Abteilung Misera nach Grigorjewka ab, die Abteilung Gutsche mit 3./Pz.Jäg.Abt.294 und 10./A.R.294 bleiben als Nachhut ca. 5 km ostwärts von Dmitrijewka. Der 294 I.D. werden Kdo. 8.Luftwaffen-Felddivision sowie das Jg.Rgt/8.Luftwaffen-Felddivision unterstellt. Weiterhin sind der 294.I.D. momentan unterstellt: Von der 8.Luftwaffen-Felddivision die Art.Abt., die Pz.Jäg.Abt., die 3./Flak-Abt., die Nachr.Kp. und der Aufkl.-Zug, sowie die II./A.R.54, 6.Flak-Abt.38, Alarm-Btl.Troisch, Alarm-Btl. Gögge, 1./Str.Bau- Btl.676.

19.02.1943 Der Feind ist aus dem Raum Goroditsche nach Süden durchgebrochen und geht auf Gribowka zu. Folgende Truppen scheiden aus der 294.I.D. aus: 2./Fla- Btl.619, 10./Flak-Abt.38, 6./Flak-Abt.38

20.02.1943 Der Feind besetzt am Morgen den Ostteil von Dmitrijewka und drängt weiter bis in das Miustal. Folgende Truppenteile scheiden aus der 294.I.D. aus: Alarm-Btl. Troisch, Alarm-Btl. Gögge, 1./Str.Bau-Btl.676. Die Kampfgruppe Hähling wird aufgelöst. Die Führung des Abschnittes übernimmt das G.R.515.

22.02.1943 Neue Trennungslinie zwischen 294.I.D. und 306.I.D.: Südrand südliches Charzyssk - Südrand Prochoroff Schischowka - Südrand Remowka - Mius- Knie 1200 m nördlich des unbenannten Ortes 3 km nördlich Dmitrijewka - Zusammenfluß des Krepenkaja- und Mius-Baches - Südrand Nish. Nagoltschik. Die Genesenen-Marsch-Kompanie IV/294/8 in Stärke von 14 Unteroffizieren und 113 Mannschaften trifft bei der 294.I.D. ein. Der Div.- Gefechtsstand befindet sich weiterhin in Ssaur Mogilskij.

23.02.1943 Trennungslinie zwischen 294.I.D. und 306.I.D.: Südrand Charzyssk – Südrand Prochorow-Schischowka – Südrand Rezowka – Mius-Knie 1200 m nördlich des namenlosen Dorfes 3 km nördlich Dmitrijewka – Zusammenfluß der Krepenkaja und des Mius – Südrand Nish. Nagoltschik. Der 294.I.D. werden 6./Flak-Abt.38 und 9./Flak-Abt.38 (ohne 1 Zug) unterstellt.

24.02.1943 Der Div.-Gefechtsstand befindet sich weiterhin in Ssaur Mogilskij.

Neue Trennungslinien zwischen den Regimentern: Zwischen G.R.515 und G.R.513: Punkt 156,3 (4 km südwestlich Dubrowka) - Verlauf des Muis südlich 76,7 bis zum Mius-Knie 1750 m südwestlich 76,7 - Gitternetzlinie 04 (Mulde nordwestlich des Mius-Knie zu G.R.513). Zwischen G.R.513 und G.R.514: Nordhang 130,5 - Häuserzeile am Weg Dmitrijewka-191,3 - Südrand des namenlosen Ortsteiles 1 km südlich Petrowskij.

25.02.1943 Die 6./Flak-Abt.38 und 9./Flak-Abt.38 scheiden wieder aus der Unterstellung zur 294.I.D. aus.

26.02.1943 Trennungslinie zur 306.I.D.: Südrand Charzyssk – Südrand Prochorow- Schischowka – Nordrand Manuilowo – Nordrand Perwomaisk – Südrand der Dörfergruppe Gruschewyj – Südrand namenloses Dorf 3 km nördl. Dmitrijewka – Südrand Pkt. 153,0 (südostw. Nagoltschik). Trennungslinie zur 336.I.D.: Südrand Alexandrinka (24 km südwestl. Stalino) – Nordrand Staro Baeschewo – Südrand Platonowskij – Südrand südliches Amwrossijewka – Südrand Marienheim – Südrand Berestowo – Südrand Rawnopol. Das II./A.R.54 scheidet aus der 294.I.D. aus. Zitat aus dem Kriegstagebuch:
“ Stimmung: Die schon lange gehegte Absicht, Infanteristen aus der vorderen Linie herauszuziehen und sie durch Angehörige der rückwärtigen Dienste für 8 Tage ablösen zu lassen, ist erstmalig durchgeführt. Die in Stepanowka aus Angehörigen der Artillerie, Nachrichten-Abt. und rückwärtigen Diensten zusammengestellte Austausch-Komp. ist erstmalig auf die Regimenter aufgeteilt. Je 28 Mann jedes Gren.Rgts. konnten durch ihre Ablösung nach Stepanowka zurückgezogen werden und sollen sich in 8 Tagen etwas erholen. Entlausungsanstalt, Bademöglichkeit, Haarschneider, Radioapparate, Spiele und einigermaßen gute Unterbringung und besonders gute Verpflegung sollen dafür sorgen, daß diese Woche zur Erholung besonders beiträgt.“

27.02.1943 Die bei den Regimentern eingereihten Kosaken wurden wieder herausgezogen, da kein genügender Verlass auf sie war und sie mangelhaft ausgebildet waren. Nur die berittene Schwadron hat sich in den Tagen der Nachhutkämpfe bewährt. Trennungslinie zur 336.I.D.: Südrand Alexandrinka (24 km südwestliche Stalino) - Nordrand Staro Beschewo - Südrand Platonowskij - Südrand südliches Amrossijewka - Südrand Marienheim - Südrand Berestowo - Südrand Rawnopol.

28.02.1943 Gegen 11.00 Uhr greift der Gegner an nach starker Artillerievorbereitung in breiter Front zwischen Berestowo und nördlich Skeljanskij an in Stärke von etwa 3 Bataillonen. Durch die sehr schwache Besetzung der Hauptkampflinie durch die Pi.Kp.294 und fehlende schwere Waffen gelang es dem Gegner, in die Hauptkampflinie einzubrechen und in der Cholodnaja-Schlucht weiter nach Westen durchzubrechen. Das II./G.R.515 führt einen Gegenangriff durch.

02.03.1943 Der Div.Gefechtsstand befindet sich weiterhin in Ssaur Mogilskij.

Die 1./Marsch-Btl.VII/3 und XX/1 in Stärke von 11 Unteroffizieren und 116 Mannschaften trifft bei der 294.I.D. ein. Die 5./A.R.140 und 9./A.R.140 werden der 294.I.D. unterstellt. Die Einheit Selinka, bestehend aus der Alarmeinheit des Kdr. der Nachschubtruppen 294 und der Radfahrerschwadron 294, wird dem G.R.515 unterstellt und im LKW- Transport nach Olchowskij zugeführt. Die Kampfgruppe 22.Pz.Div wird der 294 I.D. unterstellt und nach Kalinoska zugeführt, die 4./A.R.140 wird ebenfalls der 294.I.D. zugeführt.

04.03.1943 Das Marschbtl. 294/8 trifft mit 1 Offizier, 71 Unteroffizieren und 800 Mannschaften bei der 294.I.D. Es besteht zum größten Teil aus bisher UK- Gestellten.Die Kampfgruppe 22.Pz.Div. verlegt von Ssneshnoje nach Kalinowka.

05.03.1943 Das Marsch-Bataillon IV/294/9 in Stärke von 53 Unteroffizieren und 882 Mannschaften trifft bei der 294.I.D. ein. Es besteht hauptsächlich aus im Oktober 1942 eingezogenen Rekruten.Zitat aus dem Kriegstagebuch: „Gegen 23.30 Uhr trifft das Fernschreiben ein, daß die bisherige Armee-Abt. Hollidt mit Wirkung vom 06.03.43 00.00 Uhr in 6. Armee umbenannt ist. Die Div. ist sich bewußt, daß auch sie als Div. der 6. Armee damit ihren Anteil an der Pflege der Tradition der in Stalingrad verbliebenen 6. Armee übernimmt.“

11.03.1943 Die Genesenen-Marsch-Kp. IV/294/9 in Stärke von 14 Unteroffizieren und 154 Mannschaften trifft bei der 294.I.D. in Marinowka ein, nachdem sie am Vortag in Tschistjakowo eingetroffen war. Die Kampfgruppe 22.Pz.Div. scheidet aus der Unterstellung zur 294.I.D. aus.

13.03.1943 Die Einheit Selinka ist aufgelöst wurden.

14.03.1943 Die Gruppe Burgsthaler mit unterstellten I./G.R.513 und der Pi.Kp.294 löste ohne Zwischenfälle im linken Abschnitt der 336.I.D. das G.R.686, das II./G.R.685 und das III./G.R.687 ab. Befehlsübernahme über den Abschnitt geschah 4.00 Uhr.

15.03.1943 Die Kampfgruppe Burgsthaler wird nach Marinowka verlegt.

17.03.1943 Die Gruppe Burgsthaler mit unterstellten I./G.R.513 und der Pi.Kp.294 löste ohne Zwischenfälle im linken Abschnitt der 336.I.D. ab. Befehlsübernahme über den Abschnitt geschah 4.00 Uhr.

19.03.1943 Der Div.-Gefechtsstand verlegt von Ssaur Mogilskij nach Alexejewka, wo er ab 9.00 Uhr arbeitsbereit ist.

22.03.1943 Reserve-Offizier-Nachwuchs in Stärke von 2 Unteroffizieren und 25 Mannschaften trifft bei der 294.I.D. ein. Der bisherige rechte Nachbar der Division, die 336.I.D., wurde herausgezogen, der derzeitige rechte Nachbar ist die 384.I.D.

24.03.1943 Die Genesenen-Marsch-Kp. IV/294/10 in Stärke von 16 Unteroffizieren und 176 Mannschaften trifft bei der 294.I.D. ein. Der Div.-Gefechtsstand befindet sich weiterhin in Alexejewka. Zitat aus dem Kriegstagebuch: „Nachdem die Lage an der Front mit Beginn der Schlammperiode ruhiger geworden ist, hat ein Papierkrieg eingesetzt, der fast nicht mehr zu bewältigen ist. Besonders die Termine über Stellungsbau, Einsatz von Pak usw. überschlagen sich.“

25.03.1943 Der Btl.-Gefechtsstand des Bau-Btl.154 wird nach Kalinowka verlegt.

27.03.1943 Das Marsch-Bataillon IV/294/10 in Stärke von 53 Unteroffizieren und 897 Mannschaften trifft bei der 294.I.D. ein. Die sich bei der 294.I.D. und 8.Luftwaffen-Felddivision befindenden Kosaken-Verbände werden abgegeben und in die beim XXIX.A.K. und XXIV.Pz.Korps bestehenden Kosaken- Verbände eingereiht.

28.03.1943 Mit einem Feuerschlag der eigenen Artillerie wird um 0.30 Uhr ein eigener Angriff eingeleitet. Bereits um 2.00 Uhr ist die Linie 2,0 nördlich Berestowo – Ostrand Golubjatschij – Bergwerkshöhe – Ostrand Skeljanskij in die eigene Hand gebracht. Der Feindwiderstand ist besonders im Dorf Skeljanskij sehr hartnäckig. Der Angriff wurde das das verstärkte G.R.515 mit allen drei Bataillonen durchgeführt. Dabei fiel an eigenen Verlusten an: 13 Tote (1 Offizier, 3 Unteroffiziere, 9 Mannschaften) sowie 44 Verwundete (3 Unteroffiziere, 41 Mannschaften).

30.03.1943 Der Divisions-Kommandeur hat am Morgen seine Fahrt in den Urlaub angetreten und wird durch Oberst Hähling vertreten.

31.03.1943 Die Division hat eine Iststärke von 250 Offizieren, 75 Beamte, 11111 Unteroffiziere und Mannschaften, gesamt 11436 Köpfe. Verluste der Division im Zeitraum vom 01.02.-31.03.1943: 203 Gefallene (8 Offiziere, 195 Mannschaften), 651 Verwundete (21 Offiziere, 630 Unteroffiziere und Mannschaften), 99 Vermißte (99 Unteroffiziere und Mannschaften), Gesamt 953 Köpfe (29 Offiziere, 924 Unteroffiziere und Mannschaften). Mit den Verlusten fremder unterstellter Einheiten belaufen sich die Gesamtverluste auf 1166 Köpfe.

01.04.1943 Vom 01.04.-30.06.1943 liegt der Div.-Gefechtsstand in Alexejewka.


06.04.1943 Die Genesenen-Marsch-Kp. IV/294/11 in Stärke von 29 Unteroffizieren und 369 Mannschaften (andere Angabe: 28 Unteroffiziere, 372 Mannschaften)trifft bei der Division ein. Abschnittsgrenzen zum rechten Nachbarn, dem zur 336.I.D: gehörigen Grenadierregiment Philippi (Reste de Salengre Drabbe): Uspenskaja Süd – Maindorf Nord – Podgornij Nord – Jassinowskij Nord.

07.04.1943 Zur „Aufrechterhaltung von Ordnung und Manneszucht“ wird im Korpsbereich ein Heeresstreifendienst eingerichtet. Für den Bereich der 294.I.D. wird Oblt. Neuberg, Kdt. St.Qu. des Kdos. der 294.I.D. als Führer befohlen.

09.04.1943 Abschnittsgrenze zum rechten Nachbarn, der 336.I.D.: Nowikowka – Russkoje – Marienheim Kol. - Kalinowo – Charkowskij (alle Orte zur 294.I.D.).

10.04.1943 Die 9./A.R.140 scheidet aus der Unterstellung zur 294.I.D. aus.

11.04.1943 Der Divisions-Gefechtsstand liegt weiterhin in Alexejewka. Die 3./Bau-Btl.154 wird nach Amwrossijewka verlegt und dem dortigen Baustab Villinger unterstellt.

14.04.1943 130 Angehörige ehemaliger Stalingrad-Divisionen, die der 294.I.D. zugeteilt waren, wurden zu ihren Sammelplätzen in Marsch gesetzt.

15.04.1943 Das Marsch-Btl.IV/294/11 in Stärke von 48 Unteroffizieren und 860 Mannschaften trifft bei der 294.I.D. ein.

17.04.1943 Weitere 210 Angehörigen von ehemaligen Stalingraddivisionen werden zu ihren Sammelplätzen in Marsch gesetzt.

24.04.1943 Die Genesenen-Marsch-Kp.IV/294/13 in Stärke von 28 Unteroffizieren und 303 Mannschaften trifft bei der 294.I.D. ein.

25.04.1943 Am Abend kehrt der Divisionskommandeur, Generalleutnant Block, aus seinem Heimaturlaub zurück.

26.04.1943 Die 2./Bau-Btl.154 wird an die 302.I.D. zum Stellungsbau und Straßenbauarbeiten nach Krassnyj Lutsch abgegeben. Reger feindlicher Flugbetrieb über dem rückwärtigen Gebiet der 294.I.D. Mit Bordwaffenbeschuß und Bombenabwürfen. Die Genesenen-Marsch-Kp. IV/294/12 in Stärke von 28 Unteroffizieren und 299 Mannschaften trifft bei der 294.I.D. ein.

29.04.1943 In der Nacht zum 29.04.1943 trifft das Marsch-Btl.294/11 mit einer Stärke von 46 Unteroffizieren und 863 Mannschaften ein. Ein großer Teil besteht aus Rekruten des Jahrganges 1924.

01.05.1943 Das Bau-Btl.154, das seit dem 20.11.1942 der 294.I.D. untersteht, scheidet aus der Unterstellung zur 294.I.D. aus.

06.05.1943 Der Div.-Gefechtsstand ist weiterhin in Alexejewka. Die Genesenen-Marsch- Kp.IV/294/13 in Stärke von 37 Unteroffizieren und 310 Mannschaften trifft gegen Mittag auf dem Bahnhof Amwrossijewka ein. Bis zu ihrer Aufteilung ist sie in Bolschoje Meschkowo untergebracht.

07.05.1943 Gegen 9.00 Uhr stürzte über Bolsch. Meschkowo ein abgeschossenes feindliches Schlachtflugzeug ab und stürzte auf ein Haus ab, wobei 4 Soldaten der neu eingetroffenen Gen.Marsch-Kp. verwundet wurden.

10.05.1943 Das bereits der 294.I.D. nicht mehr unterstellte, aber noch im Abschnitt der 294.I.D. eingesetzte Bau-Btl.154 wird aus der Front herausgezogen und dem Kdr. der Bautruppen 103 unterstellt.

21.05.1943 Die Genesenen-Marsch-Kp.IV/294/14 in Stärke von 43 Unteroffizieren und 307 Mannschaften trifft bei der 294.I.D. ein und bezieht in Nadeshnyj Karpowa Unterkunft.

04.06.1943 Die 7./A.R.140 (mot) wird der Division unterstellt und geht südwestlich von Nowo Bachmutskij in Stellung.

05.06.1943 Die Genesenen-Marsch-Kp.IV/294/15 in Stärke von 24 Unteroffizieren und 271 Mannschaften trifft bei der 294.I.D. in Amwrossijewka ein. Sie wird in Nadeshnyj Karpowa untergebracht.Die Bb.29 wird der 294.I.D. unterstellt.

13.06.1943 Die Genesenen-Marsch-Kp.IV/294/15 in Stärke von 27 Unteroffizieren und 271 Mannschaften trifft bei der 294.I.D. ein.

14.06.1943 Der Div.-Gefechtsstand liegt weiterhin in Alexejewka. Die Geschäfte des Ia werden von Major Brockelmann an Oberstlt. Mehring übergeben.

20.06.1943 Die Genesenen-Marsch-Kp.IV/294/16 in Stärke von 20 Unteroffizieren und 180 Mannschaften trifft auf den Bahnhof Amwrossijewka ein und wird dem Feldersatzbtl.294 in Nadeshnyj Karpowa zugeführt.

30.06.1943 Die Iststärke der Division beträgt 322 Offiziere, 84 Beamte, 13585 Unteroffiziere und Mannschaften, gesamt 13991 Köpfe. Im Zeitraum vom 01.04.1943 – 30.06.1943 hatte die Division folgende Verluste: 109 Gefallene (1 Offiziere, 108 Unteroffiziere und Mannschaften), 501 Verwundete (11 Offiziere, 490 Unteroffiziere und Mannschaften), 12 Vermißte (12 Unteroffiziere und Mannschaften), Gesamt 622 Köpfe. Die Bb.29 und die 7./A.R.140 scheiden aus der 294.I.D. aus und werden zur 302.I.D. in Marsch gesetzt. Der Vermessungszug der Bb.29 verbleibt vorläufig im Abschnitt der 294.I.D.

03.07.1943 Die 6./A.R.140 trifft bei der 294.I.D. ein und geht in Stellung.

05.07.1943 Wöchentlicher Zustandsbericht: Die Division besteht aus 7 starken und 2 mittelstarken Grenadierbataillone, welche zu 70% beweglich sind sowie ein starkes Feldausbildungs-Bataillon. Artillerie: 8 le. Batterien (19 Geschütze, 85 % beweglich), 4 s. Batterien (16 Geschütze, 3 Batterien 80 % beweglich, eine 20% beweglich), 3 unbewegliche französische 22-cm-Mörser. Unterstellt sind 3 le. Batterien mit 8 Geschützen der II./A.R.140. Weiterhin hat die 294. I.D. ein starkes Pionierbataillon, zu 85% beweglich. Die Division ist zum Angriff bedingt geeignet.

12.07.1943 Wöchentlicher Zustandsbericht: 5 starke und 4 mittelstarke Grenadierbataillone, zu 70 % beweglich sind, zudem ein starkes Feldausbildungsbataillon. Artillerie: 8 le. Batterien (20 Geschütze, 80 % beweglich), 4 s. Batterien (16 Geschütze, 3 Batterien 80 % beweglich, eins unbeweglich), 3 unbewegliche französische 22-cm-Mörser. Unterstellt sind 3 le. Batterien mit 9 Geschützen der II./A.R.140. Weiterhin hat die 294. I.D. ein starkes Pionierbataillon, zu 85% beweglich. Paklage: 13 m. und 22 s.Pak. Die Division ist zum Angriff bedingt geeignet.

15.07.1943 Die Division hat 200 Fehlstellen, zur Auffüllung trifft das Marschbtl. IV/294/17 in Stärke von 20 Unteroffizieren und 161 Mannschaften ein.

17.07.1943 Die 294.I.D. steht seit morgens 4 Uhr im schweren Abwehrkampf gegen überlegene feindliche Infanterie- mot.- und Panzerkräfte, welche mit Schwerpunkt südöstlich Nowo Bachmutzkij sowie östlich und südöstlich von Marinowka angreifen. Laut Meldung des Divisionskommandeurs wird die 294.I.D. von 9 Divisionen und 4 Panzerbrigaden angegriffen.Berestow geht verloren, der Feind dringt in die Cholodnaja-Schlucht ein und nimmt die Bergwerkshöhe nordwestlich von Golubjatschij.Die Division hält die Linie Höhengelände südlich Nowo Bachmutskij - Höhen 1,5 km östlich Nowo Bachmutskij – alte Stellung bis zur Sternchenhöhe – Höhenrücken östlich Jelisawetinskij – Höhe hart östlich Marinowka – Punkt 213,9.

18.07.1943 Vormittags starke Feindangriffe gegen Nowo Bachmutskij, welche vom G.R.515 abgewehrt werden. Nachmittags bricht der Gegner beiderseits Russkoje in die deutschen Linien ein. An der Nahtstelle zwischen XXIX. und XVII.A.K. im Raum der Cholodnaja-Schlucht nördlich Kuibyschewo soll mit Hilfe des G.R.515 und des III./G.R.514 und III./A.R.294 ein Gegenstoß erfolgen. Das G.R.515 greift noch in der Nacht zum 19.07.1943 mit der herangeführten 111.I.D. und Sturmgeschütz-Abt.243 aus dem Raum nördlich Marienheim an und stößt auf die Linie 2,0 – Cholodnaja-Schlucht vor.

19.07.1943 Die Hauptkampflinie wird auf den Raum ostwärts von Bachmutskij zurückgenommen. Es gibt heftige Feindbewegung auf der Rollbahn Dmitrijewka – Kuibyschewo nach Nordwesten

20.07.1943 Der Abschnitt der 294. I.D. wird verstärkt durch III./G.R.55, II./G.R.95, und III./G.R.685.

21.07.1943 Das G.R.70, bestehend aus II./G.R.70, III./G.R.117 und III./G.R.70, unter Führung des Major Naujok wird der 294.I.D. unterstellt. Der Divisionsgefechtsstand wird nach Kalinowo verlegt.

23.07.1943 Die Division verhindert im Raum Jelisawetinskij – Grigorjewka - Kalinowka einen Feindeinbruch. Die St.Geschütz.Abt.243 ist der 294 I.D. unterstellt.

24.07.1943 Feindlicher Angriff auf Kalinowka, Überfall auf linken Flügel der Division. Die Division hat 19 einsatzbereite Sturmgeschütze. Der Division wird unterstellt: Stab/G.R.55, III./G.R.685 mit 1./A.R.15 (L). Weiterhin unterstehen der 294 I.D. die Kampfgruppe Naujoks (II./G.R.70, III./G.R.70, III./G.R.117) und Kampfgruppe Haus (II./G.R.95, III./G.R.685, III./G.R.55, 15./G.R.70, Pz.Jäg.Abt. … sowie die I.G. der Rgt. 70 und 685).

26.07.1943 Die Division verteidigt die sogenannten „Eierhöhe“. Zustandsbericht der Division: 6 Gren.-Bataillone (3. von 111.I.D, 2 von 17. I.D., 1 von 336. I.D), davon 1 stark, 2 durchschnittlich, 3 schwach, 90 % beweglich, Artillerie: 5 le. Bttr. (15 Gesch.) 80 % beweglich, 1 s. Bttr. (3 französ. Gesch.), 80 % beweglich, ein 22-cm-Mörser (fr.), unbeweglich. Zur Abwehr bedingt geeignet. Paklage: 4 m., 12 s. Pak.

27.07.1943 Feindliche Angriffe gegen die Division um 03,30 Uhr, 09,30 Uhr und 11,00 Uhr jeweils in Bataillonsstärke, sowie 15,00 Uhr in Stärke von zwei Kompanien. Schwerpunkt der Angriffe war die Höhe 5,0 (2 km nördlich von Nowo Alexandrowskij). Feind streut mit einzelnen Geschützen (12,2 cm) das eigen Hintergelände bis etwa in Höhe 8[?] km. nordostwärts Kalinowo ab.

28.07.1943 Zwischen 03.10 Uhr und 04.30 Uhr fanden zwei feindliche Angriffe in Kompaniestärke am rechten Flügel der Division statt, welche bei der Höhe 5,0 abgeschlagen wurden. Ein weiterer feindlicher Angriff um 15.15 Uhr in Zugstärke am linken Flügel der Division.

29.07.1943 Das A.O.K.6 befiehlt einen Angriff zur Wiedergewinnung der alten Hauptkampflinie und gegen den westlich von Dmitrijewka eingebrochenen Feind. Die 294.I.D. führt diesen Angriff. Ihr Auftrag: Einnahme der Sternchenhöhe und der Kreuzhöhe und Gewinnung der Linie Jelssiwetinskij Süd – Grigorjewka Nord.. Für diesen Angriff werden der Division zugeführt:G.R.685 mit I. und II. Btl. sowie Regimentseinheiten, II./Jg.R.29 (L) (Zuführung Raum südwestl. Bischlerowka) Gr.W.Btl. Stu.Gesch.Abt., Arko 103, IV./A.R.294, III./336, IV./336, Art.Abt.777, II./140, 2./53 und voraussichtlich II./A.R.17. (mit 6. u.74. Bttr., Zuführung nach Dorf Uspenskaja), 1./40.

Gliederung der 294 I.D. am 29.07.1943: Artillerie: A.R.294 ohne I. Abteilung, II./A.R.140, III./A.R.336, 2./A.R.53, Arko 102, 4./A.R.40, s.Art.Abt.777; Infanterie: Regiment Haus (III./G.R.55, III./G.R.117, II./G.R.95), G.R.514 (I./G.R.514, II./G.R.514); Reserven: G.R.70 mit II. u. III.Btl., G.R.685, Stab/Pi.Btl.294, 2./Pi.Btl.294, Pz.Jäg.Abt.294., eine Kp. Feldersatzbtl.294

Auf dem Abschnitt des G.R.514 liegt starkes feindliches Gr.W.-Feuer. Gegner greift laufend in Kompaniestärke die HKL ostw. Höhe 5,0 an. Im „Heimatkriegsgebiet“ wurde die Gen.Marsch.Kp. IV/294/18 in Stärke von 260 Köpfen bereitgestellt.

30.07.1943 Der gestern befohlene Angriff wird heute begonnen. Die Division hat dabei einen Verlust von 600 Mann (San.Abt. behandelt 450 Mann, also ca.150 Gefallene). 751 Gefangene wurden gemacht.

31.07.1943 Die 294. I.D. hat im Juli 1943 folgende Verluste: Offiziere: 14 tot, 56 verwundet, 2 vermißt; Unteroffiziere und Mannschaften: 455 tot, 2036 verwundet, 662 vermißt.

01.08.1943 Die Gruppe Oberst Haus nimmt gegen 08,00 den Nordteil von Jelisawetinskij ein. Diesen Erfolg ausnutzend, arbeitet sich das II./G.R.95 an den Osthängen des Olchowtschiktales und nimmt das Paknest 500 m. nordwestl. der 4- Häusergruppe im Sturm. Von dort aus stieß es zur Grenzhöhe durch. Die Division rückt in die Linie Zweisternchenhöhe – Repechovataja –Ost vor und hält diese. Zustandsmeldung am 01.08.1943: Zur Division gehören 3 eigene Bataillone und 9 fremde Bataillone. Paklage: 4 m. Pak, 5 m. Pak (f), 17 s. Pak., 2 s. Pak (r).

02.08.1943 Die alte Hauptkampflinie am Mius wird wieder erreicht. Es wird beabsichtigt, die endgültige HKL wie folgt zu führen: 2-Sternchenhöhe (2,5 km nördlich Olchowtschik) – Repechowataja Mitte – Kreuzung Straße Kuibyschewo – Marinowka – Sternchenhöhe 2 km ostw. 168,5 – Steilhang hart südlich des Mius in westnordwestl. Richtung - vorspringende Höhennase 1,5 km nordostw. 168,5 – Muldengabel an der Nordwestecke der Miusschleife 2 km westl. Marinowskije.

Zustandsbericht der Division: 3 Gren.-Bataillone, davon 1 mittelstarkes, 2 durchschnittliche, 60 % beweglich, Unterstellt: 3 Gren-Btl. von 111 I.D., davon 2 schwach, 1 abgekämpft; 2 Gren.Btl. von 17. I.D., davon 1 durchschnittlich, 1 abgekämpft, 100% beweglich; 3 Gren.Btl. von 336. I.D, davon 1 schwach und 2 abgekämpft; 1 mittelstarkes Jg.Btl. der 15. Luftwaffen- Felddivision, 70% beweglich. Abgestellt sind die Reste des G.R.513 an die 23.Pz.Div. sowie 3 Gren.Btl. an die 111. I.D. Artillerie: 5 le. Bttr. (15 Gesch.) 80 % beweglich, 1 s. Bttr. (10 französ. Gesch.), 100 % beweglich. Unterstellt: A.R.140 mit 3.le.Bttr. (mot) (11 Geschütze), 100% beweglich; vom A.R.17 zwei le.Bttr. (6 Geschütze), 100% beweglich; vom A.R.117 eine s.Bttr. (2 Geschütze) 100% beweglich; von der 336. I.D. zwei Werfer-Batterien (11 – 15 cm Werfer), 100% beweglich; s.H.A.Abt.777 mit sechs 21-cm-Mörser, 70% beweglich; II./A.R.40 mit einer 10-cm-Kan.Bttr. (3 Geschütze), 85% beweglich; I./A.R.53 mit einer s. Bttr. (3 Geschütze) – 80 % beweglich; ein durchschnittliches Pi-Btl. – 95% beweglich, Zur Abwehr geeignet, Paklage: 9 m. und 19 s. Pak, davon 2 russische. Unterstellt: 4 s.Pak 8,8 cm

04.08.1943 Die Division meldet, daß 4 feindliche Panzer im Angriff auf die eigene Stellung „Judennase“ sind. (später wird von viel mehr Panzern gesprochen). General Block fordert Sturmgeschütze für Jelisawetinykij an. Folgende Einheiten werden von der 294 I.D. abgezogen: III./G.R.21, III./G.R.55.

05.08.1943 Die „Judennase“ wird von Panzern überrollt.

08.08.1943 17.00 Uhr feindlicher Angriff in Stärke von zwei Bataillonen aus Ort 4 km ostw. Jelisawetinskij gegen 4-Häusergruppe und „Judennase“ zu.

09.08.1943 Der Einsatz der 294 I.D. ist wie folgt geplant: Rechte Grenze: Nadeshnyj Karpowa (294.) – 157,3 (294) – 175,5 (336.) – 2-Sternchenhöhe (294.). Ausdehnung nach links zum XVII. A.K. voraussichtlich bis zur Gerassimowaschlucht. Besetzung des neuen Abschnittes erfolgt nur mit divisionseigenen Truppen. Das II./Lw.Jg.R.29 scheidet aus der Unterstellung zur 294 I.D. aus. Die Division hat 4239 Fehlstellen.

Zustandsbericht der Division:

4 Gren.-Bataillone, davon 1 mittelstarkes, 1 durchschnittliche, 1 schwach, 1 abgekämpft, 60 % beweglich, Unterstellt: 3 Gren-Btl. von 111. I.D., davon 2 schwach, 1 abgekämpft; 80% beweglich; 1 schwaches Gren.Btl. von 17. I.D., 100% beweglich; 1 mittelstarkes Jg.Btl. der 15. Luftwaffen-Felddivision, 60% beweglich. Abgestellt sind die Reste des G.R.513 an die 23.Pz.Div. sowie 3 Gren.Btl. an die 326. I.D.[?]. Artillerie: sieben le.Bttr. (24 Geschütze), 75% beweglich, 3 s.Btttr. (9 Geschütze) (fr.), 75% beweglich, ein mittelstarkes Pi.Btl. – 88% beweglich, Zur Abwehr bedingt geeignet, Paklage: 3 m. und 14 s. Pak, Unterstellt: zehn 8,8 cm-Pak

11.08.1943 Die Südgrenze der Division befindet nördlich von Kuibyschewo. Die 16.Pz.Gr.Div. wird in den nächsten Tagen von der 294 I.D. abgelöst.

12.08.1943 Die Division tritt um 08.00 Uhr vom XXIX A.K. unter das Kommando der Gruppe Recknagel.

14.08.1943 Die Gruppe Recknagel marschiert nach Taganrog. Die Division wird 14.00 Uhr wieder dem XVII. A.K. unterstellt. Trennungslinie zum XXIX. A.K.: Muteinikowo (336.) – Nikolajwaka (294.) – Nadeshnyj Karpowa (294.) – 157,3 (294.) – Zweisternchenhöhe (294.) – 3,0 – 131,3 (294.), Trennungslinie zur 306 I.D.: Prochoroff (306.) – Manuilowo (294.)., 214,0 (294.) 121,7 (306.) – 130,5 (294.). Paklage der Division: 20 8,8-cm, 15 s.Pak, 7 s.Pak (r.), 3 m.Pak, 1 m.Pak (f.)

15.08.1943 Zustandsmeldung der Division: Division hat 9 Bataillone, darunter 3 mittelstarke (II./G.R.514 mit 344 Köpfen, III./G.R.514 mit 316 Köpfen, III./G.R.515 mit 311 Köpfen, 3 durchschnittliche (I./G.R.514 mit 299 Köpfen, II./G.R.515 mit 251 Köpfen, I./G.R.515 mit 202 Köpfen), 2 schwache (III./G.R.513 mit 139 Köpfen, II./G.R.513 mit 101 Köpfen sowie ein abgekämpftes (I./G.R.513 mit 92 Köpfen). Die Beweglichkeit von zwei Regimentern liegt bei 85%, ein Regiment bei 60 %. Die Division ist zur Abwehr bedingt geeignet. Bei der Division sind 250 zivile Arbeitskräfte beschäftigt.

16.08.1943 Der Feind hat den Ostrand von Ssemenowskij genommen und dringt in Schlucht südlich von Marinowka vor. Lebhaftes feindliches Granatwerfer- und Artilleriestörungsfeuer im gesamten Divisionsabschnitt.

Zustandsbericht der Division: 9 Gren.-Bataillone, davon 3 mittelstark, 3 durchschnittliche, 2 schwach, 1 abgekämpft, 60 % beweglich, 6 Btl. zu 85% beweglich, 3 Btl. zu 60% beweglich. Artillerie: acht le.Bttr. (25 Geschütze), 75% beweglich, 2 s.Btttr. (6 Geschütze), 75% beweglich, ein mittelstarkes Pi.Btl. – 90% beweglich, unterstellt ist das H.Pi.Btl.754 (ohne 1.Kp.), 80% beweglich. Zur Abwehr bedingt geeignet, Paklage: 3 m., 15 s. und 7 s. (r.) Pak sowie 7 s. (8,8 cm) Pak A.R.294. Unterstellt: dreizehn 8,8 cm-Pak der s.Pz.Jäg.Abt.661.

18.08.1943 Der Div.Gef-Stand liegt im Wäldchen nordöstlich von Ssaur-Mogilskij.
Angriff auf den Bereich der 294 I.D. Er begann um 04.55 Uhr mit einem feindlichen Feuerschlag aus etwa 35 Batterien, Granatwerfern und Salvengeschützen. Insgesamt fielen etwa 1500 Schuß. Dazu kam ein starker Schlachtflugzeugeinsatz, zwischen 06.00 und 08.00 Uhr wurden 52 Schlachtflugzeuge im Raum Marinowka – Stepanowka gezählt. Auch kamen 50 feindliche Panzer zum Einsatz. Marinowka wird vom Feind eingenommen und geht weiter auf Stepanowka zu. Teile der 294 I.D. halten mit Pak- Sicherung den Ort Ssemenowskij. Durch starken Feinddruck wird die Front zurückgenommen, die Division hält noch 2 Höhen in der Nähe von Ssemenowka und Kalinowka. Der 294 I.D. werden neue Kräfte zugeführt (I./G.R.683, schn.Abt.306, Feldersatzbtl.306, III./G.R.572 mit einem Pakzug, Stab/G.R.570, Alarm-Kp.302) und es werden folgende Gruppen gebildet: Gruppe Heinemann mit Feldausb.Btl.306, Schn.Abt.306, Stoßtrupp-Kp.294; Gruppe Pilling mit Pi.Btl.754, Teile G.R.514; unter Arko7 werden ab sofort unterstellt die Artl.Gruppe 294 mit II./A.R.72, II./A.R.294, I./A.R.294 sowie die Artl.Gruppe A.R.140 mit III./A.R.140, III./A.R.294, IV./A.R.294. Um 16.00 Uhr ist die Hauptkampflinie der 294 I.D. wie folgt besetzt: Auf Eihöhe südlich Kalinowka: ein Btl. der 15. Lw.Feld-Div., auf Höhe 196,0 schn.Abt.306, zwischen den Höhen 196,0 – 202,0 das II./G.R.514 und das Pi.Btl.754, auf der Höhe südliche Fedorowka Ausb.Btl.306.Div., 500 m nordwestl. Marinowka Restteile des G.R.513, auf Höhe 213,9 das I./G.R.683, zwischen der Olchowtschik-Schlucht und 213,9 das II./G.R.572 und der Rest des I./G.R.515, auf der Höhe 191,3 das II./G.R.515 und auf der Höhe 277,9 die Lehr-Komp.XVII.

19.08.1943 In der Nacht zum 19.08.1943 trafen bei der 294 I.D. weitere folgende Verbände zur Verstärkung ein: II./G.R.581, III./G.R.570, Stab/G.R.574 mit III./G.R.574, III./G.R.575, Granatwerfer-Kp.302, Reste der 3./Fla.619, 5. und 6./A.R.52, 4./A.R.72, 3. und 6./A.R.302, 9./A.R.306, 5./Sturm-Btl.6.

05.20 Uhr: Der Kommandeur der 294. I.D. meldet an das Korps, daß der Feind zwischen Nowo-Alexandrowskij und 2 km südlich Garany durchgebrochen ist und auf Kolpakowka und Artemowka vorgeht. Außerdem greift Feind aus Marinowka in Richtung Stepanowka an.

11.10 Uhr: Artemowka ist nicht zu halten, da ein Stoßtrupp und die Pi.Kp. noch nicht eingetroffen sind.

16.40 Uhr: Bolschoje Meschkowo wird noch durch Hauptmann Förster gehalten. Bei 191,3 gelingt dem dem Feind ein Einbruch, Hauptmann Misera ist schwer verwundet, ebenso gibt es einen feindlichen Einbruch im Bachgrund südöstlich von Stepanowka.

18.10 Uhr: Weiter Feindeinbrüche bei Stepanowka sowie Großeinsatz feindlicher. Schlachtflugzeuge.

20.00 Uhr: Der Ia (Chef des Stabes) der Divsion meldet, daß Bolschoje Meschkowo feindfrei ist.

20.08.1943 In der Nacht zum 20.08.1943 treffen weitere Verbände bei der 294. I.D. ein: Gem.Btl.302 (Stab, Pi.Btl.302, zwei Pi.Kp.302, Radfahrschwadron 302, ein s.Pak-Zug), sowie II./144. Ständige feindliche Angriffe im Abschnitt der 294 I.D. Die Kampfgruppe Picker wird der 294. I.D. unterstellt zur Unterstützung in Ssemenowskij. Von der 302 I.D. trifft zur Unterstützung ein gemischtes Btl. ein, bestehend aus Stab/Pi.Btl.302 mit 2 Pi.Kp., Radf.Schw., schn.Abt., 1 Pakzug (3 7,5-cm). Das Btl. wird in der Schlucht westl. Garany zur Verfügung der Division bereitgestellt. Ab 08.30 Uhr gibt es ununterbrochen feindliche Angriffe mit Schwerpunkt in der Gegend nordöstlich von Garany.

21.08.1943 Ssemenowskij geht verloren, die Gruppe Picker verliert 106 Mann an einem Tag. Es erfolgt ein sowjetischer Einbruch in die Kalinawaschlucht, wo die 294 I.D. liegt. Der Divisionskommandeur meldet sich beim XVII.Armeekorps mit den Worten: „Es ist ein Saustall“. Grund der Aussage ist das zurückgehen von Infanterie (Gruppe Picker?) südwestlich der 294.I.D. Er sendet einen Ordonanzoffizier dahin, der jeden Offizier oder Mann bei weiterem zurückgehen vor das Kriegsgericht stellen soll bzw. schießen soll.

23.08.1943 Die Division kämpft in der Kriwaja-Schlucht. Seit 03.00 Uhr laufend Angriffe in Stärke von 150-300 Mann gegen Stellungen bei der Höhe 191,3. Die ostwärts der Höhe gelegenen Stellungen gingen verloren, die Kuppe selbst wechselte mehrmals den Besitzer. Anruf des Kommandeurs der 294.I.D. beim XVII.A.K.: „Es wackelt.“ Dauernder starker Feinddruck bei dünnen eigenen Linien.

Zustandsbericht der Division: 3 Gren.-Btl., davon 1 stark, 1 durchschnittlich, 1 schwach. Abstellungen: 1 mittelstarkes Gren.Btl. an 306. I.D.

Unterstellt: 8 Btl., davon 1 schwaches Gren.Btl. der 306. I.D.,

1 schwache schnelle Abt. der 306. I.D., 1 durchschnittliches Feld-Ausb.Btl. der 306. I.D., 1 mittelstarkes Gren.Btl. der 302. I.D., 1 durchschnittliches Gren.Btl. der 302. I.D., 1 schwaches Geb.Jäg.Btl. der 3.Geb.Div., 1 abgekämpftes Gren.Btl.der 335. I.D., 1 abgekämpftes H.Pi.Btl.754. Artillerie:

6 le.Bttr. (16 Geschütze), 70% beweglich, 1 s.Bttr. (2 Geschütze), 75% beweglich, Unterstellt: 5 le.Bttr., 70% beweglich, im einzelnen:

10 Geschütze der II./A.R.72, 3 Geschütze des Sturm.Btl. AOK6

3 Geschütze des A.R.306 sowie 2 s.Batterien (4 Geschütze) der III./A.R.140, 40% beweglich. Division zur Abwehr bedingt geeignet

Paklage: 4 m. und 8 s. Pak, Unterstellt: 5 s.Pak von 306 I.D.; 9 s. Pak von 302. I.D., 11 - 8,8 cm Pak von der s.H.Pz.Jäg.Abt.661.

24.08.1943 Die Division ist in Ssaur-Mogilskij. Im Laufe des Nachmittags wurden 3 feindliche Angriffe des Gegners gegen Höhe 183,0 und ein Angriff gegen Höhe 196,0 in Stärke von etwa 80 Mann abgewiesen.

25.08.1943 Neuer Div.Gef.-Stand: 2,5 km nordöstl. Petrowskij (hart ostw. Bezugspunkt 7). Abends gegen 20,30 Uhr griff der Gegner in Kompaniestärke nördlich der Höhe 202,0 an und brach in die Stellung ein. Der Einbruch wurde durch einen Gegenstoß bereinigt.

26.08.1943 Die 294 I.D. hat eine Gesamtverpflegungsstärke von 14500 Mann, eine infanteristische Verpflegungsstärke von 3008 Mann und eine Gefechtsstärke von 2084 Mann. Besetzungsdichte der Front: 119 Mann pro Kilometer.

27.08.1943 Nach feindlichen Artilleriefeuer griff gegen 07,30 Uhr der Gegner aus Ssemenowskij, die Schlucht nordwestl. Marinowka sowie die Höhe 213,9 an. Zwischen 08.00 und 10.00 Uhr wiederholte Angriffe gegen die Höhen 196,0, 202,0 und die Höhen südlich von Stepanowka mit Unterstützung von 10 Panzern, von denen 7 Panzer abgeschossen wurden. 14.00 Uhr ein erneuter feindlicher Angriff in Stärke von etwa 3 Kompanien gegen die Höhen südlich von Stepanowka, auch dieser Angriff wurde abgewehrt. Die Genesenen- Marsch-Kompanie IV/294/19 in Stärke von 27:149 trifft in Remowka ein. Das Armeekorps geht zurück auf die Linie „Flaschenhals“ nordwestlich von Taganrog – Ssarmatskaja – Abschnitt bis Latonowo – südl. Jekaterinowka – Andrewskije.

28.08.1943 Die Division hat Feindberührung in der Plotznizkaja-Schlucht und westl. Garany. Schwerpunkt der feindlichen Angriffe sind die Höhen südlich von Stepanowka, auf welche immer wieder neue Angriffe aus südostwärtiger und südlicher Richtung vorgetragen werden. Gegen 11.30 Uhr gelang dem Gegner ein örtlicher Einbruch, welcher aus Mangel an Kräften nur abgeriegelt werden konnte.

29.08.1943 Der Führer der 294. I.D. meldet an das Korps: „Es wird immer schwieriger eine geschlossene Linie zu halten, der Kampf um Stepanowka hat große Verluste gebracht. Die Leute sind seit 14 Tagen ununterbrochen im Einsatz, ohne regelmäßige Verpflegung. 60 Mann vom Feind eingeschlossen (Geb.Jäg. Bat.)“. Daraufhin wird das Armee-Sturm-Btl. zur Hilfe geschickt, welches die zurückgehende 294 I.D. auffangen soll. Auf obige Meldung hin ruft der Oberbefehlshaber beim XVII.A.K. mit folgenden Worten an: “Mir ist die Sache mit der 294.Div. gemeldet worden. Es darf kein Zweifel darüber sein, dass eine solche Meldung nicht akzeptabel ist. Sie kann nicht angenommen werden!”Die Division meldet, daß das Regiment Knoche nicht mehr existiert. Zur Unterstützung wird der 294 I.D. das I./G.R.570 als Verstärkung zugeführt.

30.08.1943 Neue Trennungslinie zur 302 I.D.: Höhe 191,3 (294.) – Gerassimowa-Schlucht (302.) – Höhe 256,8 (294.) – Südrand Ssofino Brodskaja. In der Nacht zum 30.08.1943 wird die Höhe 230,9 zurückerobert und das Waldstück nördlich von Ssaur Mogilskij zurückerobert. Im Laufe des Tages wird diese Höhe wieder vom Gegner erobert. Zur Vermeidung unnötiger Verluste wird die HKL auf die Linie Höhe 214,3 – Höhe 242,2 (Südosthang) – Bachgabelung in der nördlichen Olchowtschik-Schlucht – Höhe 222,0 zurückgenommen. Nachdem der Gegner fünfmal im Gegenstoß von der Höhe 277,9 geworfen wurde, gelang es ihm, sich gegen 18,00 Uhr in Besitz dieser Höhe zu setzen. Beim XVII. Armeekorps geht der Armeebefehl ein: „ Sofort alle Vorbereitungen treffen für Absetzen in die „Weichsel-Stellung“. Das II./G.R.579 trifft 18.00 Uhr bei der Division ein. Gefechtsstärke der Kampfgruppe 294 I.D. (soweit bekannt): III./G.R.570: 170 Mann, II./G.R.570: 310 Mann, III./G.R.570: 80 Mann, Sturm-Btl.6: 90 Mann, I./G.R.515, II./G.R572 und das I./G.R.683 zusammen 493 Mann, Restteile G.R.513, II./G.R.581 und II./G.R.144 zusammen etwa 100 Mann.

31.08.1943 Gegen 04.30 Uhr begann ein eigener Gegenangriff auf die Höhe 277,9, wobei dem Gegner der gesamte Höhenzug bis auf den höchsten Punkt und dem Osthang entrissen wurde. Das II./G.R.570 wurde hierbei völlig aufgerieben.

Zustandsbericht: 3 Gren. Btl., davon 2 abgekämpft, 1 schwach (5 Btl. aufgeteilt), Abstellungen: 1 schwaches Gren.-Btl. an 306. I.D.

Unterstellt: 1 mittelstarkes, 1 schwaches und 1 abgekämpftes von der 302. I.D., 1 abgekämpftes Btl. von 306. I.D., 1 abgekämpftes Btl. von der 335. I.D., 1 abgekämpftes Btl. von der 3. Geb.Div. Artillerie: 7 le. Bttr. (24 Geschütze), 80% beweglich, 2 s. Bttr. (6 Geschütze französisch), Beweglichkeit unbekannt. Paklage: 4 m. 8 s. Pak, Unterstellt: 5 s. Pak von 306. I.D., 9 s.Pak von 302. I.D. Division zur Abwehr bedingt geeignet.

01.09.1943 Die Division hat in Ssuchowskoj Feindberührung, Feind nimmt Ilitschewo. Nach Ende der Absetzbewegungen bestehen folgende neue Trennungslinien: Zur Gruppe Picker: Gitterlinie 80 bis Bez.Pkt.565 – Südwestrand Remowka – Straßenknick 2 km nordwestl. Remowka – Südrand Tschistjawowo. Zur 302: I.D.: Mius-Knie – Südrand Nowo-Pawlowka – Glichaja-Abschnitt bis Andrajewka (ausschl.) – Nordrand des Waldgebietes ostw. Krassnaja Swesda. Der neue Div.Gef.-Stand befindet sich im Westteil von Krassnaja Swesda. Folgende Divisionseinheiten sind bei anderen Gruppen des XVII. A.K. eingesetzt: Stab/G.R.514 bei der Gruppe Knoche eingesetzt, welche der Gruppe Ehlfeld unterstellt ist, bei der Gruppe Kruse sind folgende Divisionseinheiten eingesetzt: III./G.R.515 mit 251 Mann, I./G.R.515 und Teile des G.R.513, der Gruppe Picker ist u.a. die Gruppe Henneberg der 294 I.D. unterstellt. Die Division setzt sich in der kommenden Nacht auf die Linie Schacht Nr. 20 – Höhe 300,0 – Rownyj – Höhe 320,1 ab.

Gegen 03.00 Uhr treffen das I./G.R.579, das I./G.R.581 und eine Bttr. des II./A.R.306 bei der Division ein.

02.09.1943 Die neue Hauptkampflinie der 294 I.D. verläuft im Raum Davidovka, Ziel ist das Abweisen des Feindes bei Orlowo Iwanowka und Tschistjakowo. Der neue Div.Gef.-Stand befindet sich in Malo Orlowka. Trennungslinie zur 306. I.D.: Schacht 20 – Westrand Olchowtschik – Nordostrand Perwomaika – Nordostrand Horuskij. Trennungslinie zur Kampfgruppe Bartels: Bahnhof Hassypnaja – Südrand Orlowo Iwanowka. Neuer Div.Gef.-Stand: Malo Orlowka. Das XVII.A.K. weicht auf eine neue HKL zurück: Charzysskaja – Abschnitt von Ostspitze des langgestreckten Sees bis Orlovo Iwanowka (ausschl.).

03.09.1943 In der Nacht zum 03.09.1943 setzt sich die Division so vom Feinde ab, daß sie mit den Nachhuten 06.00 Uhr die Linie Olchowka-Abschnitt 2 km ostwärts Tschernowskij – Schewtschenko – Hoshkowka nach Westen überschreitet und marschiert in den Einladeraum Andrejewka – Shdanoff am Westufer der Krynka. Die der Division unterstellten Teile der 302 I.D. und 306 I.D. werden den Divisionen wieder zugeführt. Die Regimentsgruppen 513 und 515 verladen am Vormittag in Ssanshenkowo-Orechowo. Motorisiert vorgeführte Teile der 294.I.D. werden wegen eines Feineinbruches der Kampfgruppe Elfeldt unterstellt. Um 18.00 Uhr befindet sich Division im Raum Gorbatschewa und besetzt den Abschnitt Gorbatschewa – Artschadinskij. Um 19.00 Uhr wird die Division in die Schildkrötenstellung im Raum Grusskos – Sarinskij abtransportiert. Der Div.-Gefechtsstand befindet sich in einer Siedlung 6 km südostwärts vom Südostausgang von Makejewka. Das XVII.A.K. setzt sich in der Nacht zum 03.09.1943 weiterhin nach Westen ab mit dem Ziel, die
294.I.D. mit allen unterstellten Zuteilungen aus der Front auszusparen. Neue HKL des Korps: Grigorjewka – 198,8 (westl. Pokrovk.) – Cherzyssk (Dorf) – 210,6 – 221,7 – Nichnaja Krypka (ausschl.).

04.09.1943 Die Division stellt sich im Raum Grussko – Sarinskij bereit. Der Div.- Gefechtsstand ist in Koschelew, später südlich von Alexejwskoje. Division übernimmt den Befehl in der „Schildkrötenstellung“ im Abschnitt Mospino – Grussko – Sannskij. Die Pz.Abt.1/23 soll aus der Korps-Reserve soll der Division zugeführt werden. Zustandsbericht: Die Division wird nur als Kampfgruppe bezeichnet. 3 Gren.Btle., davon 1 schwach und 2 abgekämpft, 6 Gren.Btle. vorübergehend aufgeteilt. Unterstellt: 1 schwaches Geb.Jäg.Btl. der 3. Geb.Div., 1 abgekämpftes Btl. der 335. I.D. Artillerie: 4 le Bttrn. mit 15 Geschützen, 1 s. Bttr. mit 2 Geschützen. Unterstellt: 2 le. Bttrn mit 7 Geschützen von A.R.335, 3 le.Bttrn. mit 12 Geschützen von Artl.Abt.II/72, 1 le.Bttr. mit 3 Geschützen von A.R.112 (3. Geb.Div.), 2 Kanonen-Bttrn. mit 8 Geschützen sowie 1 s.Bttr. mit 4 Geschützen von Artl.Abt.II/52. Die Division ist zur Abwehr bedingt geeignet.

05.09.1943 Der Gegner dringt in Mospino im rechten Flügel der 294. I.D. ein, Mospino geht verloren. Gegner geht auf Stalino vor. Die Division marschiert nach Koschelew, um sich dort zu sammeln. Trennungslinie zur 258 I.D.: Marjanowka (294.) – Mospino (294.) – Poltawskij. Trennungslinie zur 302 I.D.: Amosowskaja (302.) – Grassko-Sarinskij (294.) – Jekaterinowka (294.) Der Div.Gef.-Stand liegt am Morgen 1500 m nördlich von Alexejewskoje.

Verluste der Division an Waffen und Großgerät vom 01.08.1943 – 05.09.1943: 4710 Karabiner, 96 l.M.G., 21 s.M.G., 13 5-cm Gr.W.36, 14 8-cm Gr.W.34, 3 s.Pz.B.41, 2 Gr.Br.39, 2 3,7-cm-Pak, 2 5-cm-Pak, 12 7,5-cm-Pak 40, 1 7,5-cm- Pak 97/38, 7 l.I.G.18, 2 s.I.G.33, 4 8,8-cm-Pak 43, 8 l.F.H.16, 5 l.F.H.18, 9 15,5 cm s.F.H.414(f), 3 l.Gr.W.(r.), 13 m.Gr.W.(r.), 8 4,5-cm-Pak (r.), 3 große Feldküchen, 1 großer Feldkochherd.

06.09.1943 Der Feind ist in Makejewka eingedrungen. Zusammen mit Panzer-Kp. wird versucht, den Feind aufzuhalten. Der in die Ssamarskaje-Schlucht eingesickerte Feind wurde zurückgeworfen. Kämpfe westlich Artschadinskij Siedlung. Die Höhen 209,0 und 212,1 gehen verloren. Die eigene Linie verläuft am Nachmittag etwa 1000 m westlich der Höhen. Am späten Nachmittag sind bei der Division 3 Sturmgeschütze und 3 Panzer IV einsatzbereit.

07.09.1943 Der Div.-Gefechtsstand befindet sich in Awdalino. Gegen 07.00 Uhr feindlicher Angriff in Bataillonssstärke mit Unterstützung von 9 Panzern bei Koschelew. Division setzt sich hinter den Kalmius ab. Paklage der Division: 8 8,8-cm, 3 s.Pak, 1 m.Pak sowie drei einsatzbereite Panzer. Ab 19,00 Uhr wird die Division dem IV.A.K. unterstellt, die Grenze zum IV.A.K. ist wie folgt: Awdolino (294.) – Alexandrowka (294.) – Anowka (XVII.A.K.)

08.09.1943 Die Division bezieht eine neue Hauptkampflinie: Grigorjewka – Awdotino – ostwärts Stadtverteidigung Stalino – Awdejewka – Utscheretino. Die Division ist weiter in Absetzbewegung.

12.09.1943 Gegen den 1. Flügel der Division trat der Gegner in Stärke von 2 Regimentern und 40 Panzern an und erzielte dabei einen Durchbruch von 10 – 12 km. Tiefe, welcher nur unter Aufbietung der letzten Reserven teilweise abgeriegelt werden konnte. Zitat aus dem KTB der 6. Armee: „Bei der 294. I.D. ist scharf eingegriffen wurden. Auf Grund der Meldung des Kom.Gen., daß die Div. fortgelaufen sei, wird sie aufgelöst.“

13.09.1943 Die 294 I.D. kehrt vom IV. A.K. zum XVII.A.K. zurück. Sie hat eine Infanteriegefechtsstärke von 200 Mann ohne Kampfwert. Zur Schaffung günstigerer wurde die HKL im Bereich der Division auf die Linie Südrand Arbeiterheim – Höhe 153,8 – Höhe 170,8 – Südrand Nowopol zurückverlegt. Weitere Absetzbewegung auf die sogenannte „Natter-Stellung“. Der Stab der 294I.D. wird mit der Ortsverteidigung von Uspenowka beauftragt. Das XVII.A.K. setzt sich in der Nacht zum 14.09. aus der bisherigen Widerstandslinie Arbeiterheim – Nowosselka in die neue Widerstandslinie Uspanowka – Werchn. Michailowka ab.

14.09.1943 Es geht der Armeebefehl ein, demzufolge die 294. I.D. auf dem Kommandoweg aufgeteilt wird. Eine spätere Auflösung ist durch XVII A.K. zu beantragen. Die neue HKL der Division verläuft der Mitte zwischen Nikolajewka – Plaksina (einschl.) und Nowo Grigorjewka (einschl.). Der Div.Gef.-Stand wird in Rybnyj eingerichtet. Die Division meldet den Feind aus Maidorf kommend in Nikolajewskij und Chotnitschij, 30 Feindpanzer wurden gezählt. Luftwaffenunterstützung wird angefordert. Zustandsbericht: 5 Gren.Btle., davon 1 schwach und 4 abgekämpft, durchschnittlich zu 95 % beweglich, 4 Gren-Btle. vorübergehend aufgeteilt. Artillerie: 4 le.Bttr. (13 Geschütze), 85% beweglich, 1 s.Bttr. (2 Geschütze) zu 80% beweglich. Unterstellt: 2 le.Bttrn. (6 Geschütze) von A.R.335, 80 beweglich, 3 le.Bttrn. (10 Geschütze) von II./A.R.72, 60% beweglich. Paklage: 4 m. 4 s. Pak. Division ist zum selbstständigen Einsatz nicht geeignet (auf dem Kommandoweg aufgeteilt). (Die Division erscheint danach nicht mehr in den Zustandsberichten der 6. Armee bis Januar 1944.)

15.09.1943 In der Nacht zum 15.09.1943 rückt die Division in der Natterstellung ein (Verlauf der Natterstellung: Westufer Gaitschul – Woltschaja von Werbowaja- Nordrand bis 1 km nördlich Staro Kassjanowka) Mit dem Einrücken in die Natterstellung werden alle Teile der 294 I.D. samt zugeteilter Truppen der 335 I.D. unterstellt. Neuer Div.Gef.-Stand in Roshdestwenskoje. Aus der Division geht eine Kampfgruppe Hörmann hervor.

16.09.1943 Die Reste der 294 I.D. werden zu einem verstärkten Btl. und zwei Artl.- Abteilungen zusammengelegt, zunächst im Raum Saporoshje, später Westufer des Dnjepr.

20.09.1943 Die Kampfgruppe Hörmann (294 I.D.) besetzt als Sicherheitsbesatzung ab 12.00 Uhr den Abschnitt von der Nordgrenze des Brückenkopfes Saporoshje bis einschl. Fedorowka auf dem Westufer des Dnjepr. II./A.R.294 wird der Kampfgruppe unterstellt. Die Kampfgruppe Hörmann besteht aus dem Stab/A.R.294, II./A.R.294 (2 le. Bttrn.), 1 zusammengestelltes Btl. 294 mit 4 Kompanien, 1 Pi.Kp.)

Die Verluste der Division seit Beginn des Rußland-Feldzuges bis zum 20.09.1943:

Offz. Uffz. u. Mannschaften

gefallen: 150 3844

verwundet: 410 13298

vermißt: 18 2499

21.09.1943 Die Kampfgruppe Hörmann (294.I.D.) erreicht zur Verfügung des XVII. A.K. Saporoshje.

23.09.1943 Die Kampfgruppe Hörmann (294 I.D.) wird durch die 294 I.D. auf zwei Bataillone verstärkt und mit dem Ausbau einer Riegelstellung etwa in Linie
Südrand Malo Jekaterinowka - Swch. Woroschilowa und mit dem Ausbau des westlichen Dnejpr-Ufers im Abschnitt Dnjeprs-Knie 5 km südlich Belenkoje (einschl.) bis Nowaja Chortiza (einschl.) beauftragt. Dazu wurde die Kampfgruppe (ohne II./A.R.294) gestern mit einem Btl. in den Raum Malo Jekaterinowka, mit dem anderen Btl. auf dem Westufer des Dnjepr verteilt auf die Ortschaften untergebracht. Für den Ausbau werden 1500 Kriegsgefangene und 1000 Zivilisten herangezogen.

24.09.1943 Generalleutnant Block, Kommandeur der 294.I.D, richtet folgendes Fernschreiben an das XVII.Armeekorps: „Höre Absicht Auflösung 294.I.D. durch Verluste. Erbitte dringend verhindern. Meine Soldaten haben heldenhaft gekämpft und geblutet. Ich kehre umgehend zurück und baue aus den Trümmern neu.“

25.09.1943 Aus Teilen des 294 I.D. wird ein G.R.294[!] aufgestellt. Von der 306 I.D. wird es mit Nachrichtengerät ausgestattet. Die Gruppe Hörmann gibt das Bataillon Schädlich für das zusammenzustellende G.R.294 ab.

26.09.1943 Zustand der 294 I.D.: 3 Bataillone, (Btl.514, mittelstark, 317 Mann; Btl. 513, durchschnittlich, 235 Mann; Btl.515, durchschnittlich, 287 Mann), Artillerie: Verstärkungsartillerie im Abschnitt 306 I.D. und 335 I.D., ein durchschnittliches Pi.Btl. (211 Mann), 100% beweglich. Zur Abwehr ist die 294 I.D. bedingt geeignet. Weiterhin hat sie 6 8,8-cm-Pak sowie 8 schwere und 3 mittlere Pak. Das G.R.294 wird der entgegen vorheriger Absichten der 123. I.D. unterstellt zum Einsatz in der Tiefe.

02.10.1943 Der Kommandierende General der 294 I.D., Johannes Block, meldet sich um 13.15 Uhr aus der Heimat auf dem Korps-Gefechts-Stand zurück.

03.10.1943 Dem Führer der 294 I.D., Generalleutnant Block, wird vom Kommandierenden General des XVII.A.K. beauftragt, die für die Verteidigung von Saporoshje getroffenen Maßnahmen zu überprüfen.

06.10.1943 Das Bataillon Wilhelm der 294 I.D. wird bei der 123.I.D. Eingesetzt.

07.10.1943 Beim Stellungsbau der 294 I.D. werden 273 zivile Hilfskräfte eingesetzt.

08.10.1943 Beim Stellungsbau der 294 I.D. werden 269 zivile Hilfskräfte eingesetzt.

15.10.1943 Generalleutnant Block meldet, daß er die 294. I.D. übernommen hat (Reste der 294 I.D. und 333 I.D.).

16.10.1943 Trennungslinie zwischen 294. und 123.I.D. ab 12,00 Uhr: vom Westen bis Nordrand Kapustjana unverändert – Nowaja Chortiza (294.) – Südrand Insel Chortiza – Südrand Nikolajewka. Die 294./333.I.D. ist für die Flußsicherung verantwortlich und stellt hierzu in B.Lyssaja auf beiden Ufern eine Pakscheinwerfer und eine Baumsperre her. Die Insel ostw. Alexejewskij und die Insel Beljai werden mit Gefechtsvorposten besetzt.

17.10.1943 Die 294.I.D. hat eine Gefechtsstärke von 1199 Mann.

18.10.1943 Die Regimenter der Division haben seit einigen Tagen nur noch 2 Bataillone, später muß das G.R.515 abgegeben werden. Die bisher der Division unterstellte Kompanie des le.Radf.Bau.Pi.Btl.506 wird an die 123 I.D. abgegeben.

19.10.1943 Die Division erhält den Befehl, aus den zur Abgabe an das OKH vorgesehenen Teilen vorübergehend Alarmeinheiten zu bilden. Mit diesen Alarmeinheiten sollen in erster Linie die bei der 123 I.D. eingesetzten Teile der 294 I.D. abgelöst werden. Das Bau-Btl.130 (K) wird der Division zugeführt und unterstellt. Restteile der 333.I.D. bleiben weiterhin der 294 I.D., ein Kampfeinsatz dieser Teile darf nur mit Zustimmung des XVII A.K. erfolgen.

20.10.1943 Der Division unterstehen derzeit folgende Truppenteile: Grenadierregimenter 513, 515, 679, 680 und 681, Artillerieregimenter 294 und 333, Aufklärungsabteilung 333, Panzerjägerabteilungen 294 und 333, Pionierbataillone 294 und 333, Nachrichtenabteilungen 294 und 333, Versorgungstruppen 294 und 333, Kriegsgefangenen-Baubataillon 130, 1 Zug Scheinwerfer der Heeresflakabteilung 281. Das Grenadierregiment 514 ist bei der 123.I.D. Eingesetzt.

23.10.1943 Folgende Eingreifreserven für das Armeekorps muß die Division abgeben: Rgts.-Gruppe z.b.V. 515 in Saporoshje Nr.1, II./G.R.514 in Udel. Nikolajewka in Stärke von 7 Offizieren, 30 Unteroffizieren und 150 Mannschaften, Regimentsgruppe 679 in Majewka in Stärke von 12 Offizieren, 51 Unteroffizieren und 293 Mannschaften. Diese Einheiten werden am 25.10.1943 den Nordflügel des Korps im Raum Nikolaifeld im mot.- Marsch als Korpsreserve verlegt. Marschweg: Tomakowka – westl. Preobashenka – Wegegabel 1 km südwestl. Krassny Kut – Wegegabel 152,8 (1,5 km südostw. Nikolaifeld). Landeaktivitäten des Feindes in der Dunkelheit zur Bildung von Landeköpfen am Westufer des Dnjepr.

29.10.1943 Die Division hält am Westufer des Dnjepr einen breiten Abschnitt. Die Division hatte zwischen dem 01.10.-29.10.1943 Verluste an 13 Offizieren sowie 549 Unteroffizieren und Mannschaften. In diesem Zeitraum trafen 483 Mann Ersatz ein, die aktuelle Stärke der Division liegt bei 8210 Mann.

30.10.1943 Das Gen.Kdo. XVII.A.K. bereitet die Herauslösung aller Infanterieteile der 294 I.D. vor, die im Raum Schirokoje – Nowyj Krassnopol Nr. 1 als starke Eingreifreserve zusammengezogen werden. Im Abschnitt der 294 I.D. sollen nur Alarmeinheiten und das Feldersatzbtl. belassen werden.

31.10.1943 Es laufen die Bewegungen zur Herauslösung der 294 I.D. an, um eine starke Eingreifreserve zu bilden.

01.11.1943 Wegen eines möglichen feindlichen Angriffes werden alle verfügbaren Teile der 294.I.D. (bei unveränderten Auftrag zum Aufstellen einer Eingreifreserve) im Raum Schirokoje – Andrejewskij - Nowyj Krassnopol Nr. 1 versammelt.

02.11.1943 Die Masse der Division sammelt sich im Raum Schirokoje – Andrejewskij. Das XVII. A.K. übernimmt in der kommenden Nacht einen Abschnitt (bis Werch. Tarassowka) von der 302 I.D. (IV.A.K.), da das IV. A.K. alle verfügbaren Kräfte im Kampf um den Brückenkopf Nikopol benötigt. Diese Erweiterung des Korpsabschnitts muß in Hinblick auf die angespannte Lage im Nordabschnitt und an den feindlichen Landeköpfen allein von der 294 I.D. getragen werden. Dazu wird das hauptsächlich die Aufklärungsabteilung 294 eingesetzt. Die bei der 125.I.D. eingesetzte Regimentsgruppe Pelzin der 294 I.D., bestehend aus Regts.-Stab z.b.V. 515, Regimentsgruppe 679, Teile, Pz.Jäg.Kp.294, sowie II./G.R.514 und s.I.G.Zug, wird aus der Front herausgezogen und der 294 I.D. wieder zugeführt.

04.11.1943 Die 294 I.D. übernimmt bis zum 05.11.1943, 04.00 Uhr, von der Gruppe Henrici (IV. A.K.) den Raum bis zu folgender Trennungslinie: Südwestrand Krassnogrigorjewka – Dnjreprbogen 5 km ostwärts Nikopol – Verlauf des Dnjepr (Hauptstrom), von dort bis zum Einfluss des Retschischtsche in den Dnjepr 3 km südlich Nowo-Kawenka – Südrand Skeiks.

10.11.1943 Im Abschnitt der 294 I.D. ist der Gegner mit mehreren Booten bei Werch. Tarassowka gelandet. Dieser Landungsversuch wurde verlustreich für den Gegner abgewiesen.

11.11.1943 Ein Naht-Kommando der 294 I.D. steht in Nowo Anastasiewka.

14.11.1943 Die bisher der 123.I.D. unterstellten Alarmeinheit 333 wird wieder der 294 I.D. zugeführt.

26.11.1943 Dem Gegner gelang es in der Nacht, im Abschnitt Kanewskij – Rasumowka Landeköpfe zu bilden und diese im Laufe des Tages zu einem Einbruch von etwa 10 km Breite und 3 – 4 km Tiefe zu erweitern. Diesen Erfolg konnten die zwei feindlichen Divisionen nur deshalb erzielen, weil die Abwehrkraft der 294 I.D. durch Abgabe der G.R. 513 und 514 stark geschwächt war. Der Nordabschnitt der Division wurde nur durch zwei schwache Alarmbataillone gesichert. Sofort nach den Meldungen des Einbruches wurde das schon zum Abtransport befohlene G.R.514 zum Einsatz freigegeben. Zum Gegenangriff werden folgende Verbände eingesetzt: II./G.R.514 aus Baburka kommend mit 3 Sturmgeschützen (z.Zt. Eingreifreserve des Korps), I./G.R.514 aus Chortiza kommend, ein Btl./Rgts.-Gruppe 679 aus Werch.Tarassowka kommend, A.A.333 aus den Raum Belenkoje kommend. Alle herankommenden Einheiten werden nach Kapustjana zugeführt, von der 294 I.D. aufgefangen und weitergeleitet. Das I./G.R.514 geht über Kapustjana nach Nowo Alexejewka. Das II./G.R.514 geht auf Rasamowka. Der Einbruch konnte abgeriegelt werden, es sind folgende Abschnitte eingeteilt. G.R.514: Südabschnitt bis einschließlich Krutoi Jar-Schlucht, unter Führung von Oberstleutnant Knoche; G.R.513: Mittelabschnitt bis Westrand Skotowata-Schlucht, unter Führung von Major Polzin; II./G.R.514 mit Stab/G.R.419 und Resten des Btl. Hardt und I./G.R.420.

27.11.1943 Der Div.Gef.-Stand befindet sich in Marjewka. Division kämpft bei Kapustjana, dieses wird wieder zurückgewonnen. Mittags wird Kapustjana wieder vom Feind besetzt.

08.50 Uhr: Division bei Udel.Nikolajewka, dieses wird zurückgewonnen. Danach Angriff auf Alexejewki, Sturmgeschütze der unterstellten Sturm.Ges.Abt.210 bleiben wegen Kraftstoffmangel in Tomakowka liegen. Mittag ist Udel Nikolajewka wieder in der Hand des Gegners. Der Division wird von der Gruppe Schörner (XXXX. Pz.Korps) eine Pz.Späh-Schwadron mit 6 Pz.-Spähwagen 7,5 cm zugeführt und der Division unterstellt. Weiterhin treffen noch folgende Einheiten bei der Division ein: 8./A.R.140 2 km nördlich von Marjewka, 4 SFL vom Fla.Btl.619 am Ostausgang Marjewka, Gr.W.Kp.123, I./574, Gr.W.Kp.304, 4 Geschütze der 2./Sturmgesch.Abt.210, Pz.Späh-Schw.24 mit 3 Spähtrupps (2 Räder- und ein Schtz.Pz.Wagen Spähtrupp), je ein Funk- und 2 Kampfwagen 2-cm.

28.11.1943 Der Div.Gef.-Stand in Marjewka wurde gegen 10,00 Uhr von 12 feindlichen Horizontalbombern angegriffen. Die letzten drei Kampftage brachten der Division erheblichen Offizier-Ausfall, 6 gefallen, 19 verwundet, 2 vermißt. Neue Abschnittsgrenze zur 123 I.D.: Südrand Rasumowka – Nordrand Udel- Nikolajewka – Südrand Anastassjewka – Südrand Nowo Fedorowka – Südrand Schöneberg. Feindliche Angriffe aus Udel. Nikolajewka in Richtung Anastassiewka. Die Batterie-Stellungen, Nachschubstraßen und Ortschaften im Hintergelände wurden ab morgens fast ununterbrochen von 5 – 10 Schlachtfliegern mit Jagdschutz mit Bomben und Bordwaffen angegriffen. Es besteht eine Gruppe Brücker, zu welcher unter anderen das II./G.R.514, II./A.R.294 sowie das Alarm-Btl. Hard mit 3./Pi.Btl.294 gehören. Diese Gruppe Brücker wird der 123.I.D. unterstellt.

29.11.1943 Laufend starke Schlachtfliegerangriff auf Marjewka im Abschnitt der 294 I.D.

30.11.1943 Die Gen.Marsch-Kp. IV./294/23. in Stärke von 2 Offizieren, 6 Unteroffizieren und 193 Mannschaften trifft bei der Division ein.

01.12.1943 Im Südabschnitt der 294 I.D. stehen keine Reserven zur Verfügung, und auch ostwärts und nordostwärts von Marjewka ist die Front nur mit Sicherungen besetzt. 01.15 Uhr wurde ein feindlicher Angriff gegen eigene Stellungen südostwärts und ostwärts Nowo Ssergiewskij abgewiesen. Das XVII.A.K. (mit 123. I.D., 125. I.D., und 294. I.D.) tritt unter Befehl der Gruppe Schörner. Die Division besteht momentan aus folgenden Einheiten: Stab G.R.514, Stab Div.Gruppe 333, Stab G.R. z.V. 515, Rgt.Gruppe 680, Rgt.Gruppe 679, II./G.R.420, I./G.R.514, Alarm-Btl. Rosenbaum, Alarm-Btl. N.A.333, Stab Div.Füs.Btl.123, A.A.333, Feldersatzbtl.294, Pi.Btl.294, Stab A.R.333 mit I./A.R.294, III./A.R.294, IV./A.R.333, III./A.R.140, le. Schw.Pz.A.A.24. Abgegeben sind das II./G.R.514 (zur 123. I.D.), II./A.R.294 (zur 123 I.D.), Alarm-Kp.294 (zur 125. I.D.), 4./A.R.294 (zum Arko 7 beim XVII.A.K.), G.R.513 (zum LVII.Pz.K)., Stab Pz.Jäg.Abt.294 mit 1 ½ Kp. (zum XXX. A.K.)

02.12.1943 Gegen 00.30 Uhr feindlicher Angriff in Stärke von 400 Mann auf die eigenen Stellungen ostwärts Nowo Ssergiewskij. Es gelang dem Gegner, bis zur Dorfmitte zu den Btl.-Gefechtsständen vorzudringen. Unter Aufbietung der letzten Reserven trat die Rgt.Gruppe 515 mit Sturmgeschützen und 2-cm-Sfl. Zum Gegenstoß an und brachte in schweren Kämpfen die Hauptkampflinie wieder in eigenen Besitz.

03.12.1943 In Belenkoje wurden eigene Leute von Partisanen ermordet. Der Kommandeur der 294 I.D., Generalleutnant Block, hat deshalb 250 Geiseln festnehmen lassen, von denen auf seine Anordnung am 04.12.1943 20 erschossen werden.

04.12.1943 Die 294 I.D. übernimmt einen Abschnitt von der 123.I.D.

05.12.1943 Der Div.-Gefechtsstand befindet sich in Shmerino.

09.12.1943 Die Division säubert die Höhe 1,5 – 4 km ostwärts von Marjewka.

10.12.1943 Feind greift die Höhe 1,5 an und dringt bis in die Businowataja-Schlucht vor.

11.12.1943 Die 294 I.D. nimmt die Höhe 1,5 wieder in Besitz.

12.12.1943 Die Division bezieht einen vorgeschobenen Gefechtsstand in Marjewka. Der Divisionsabschnitt hat eine Länge von 48 km.

14.12.1943 Gefechtsstand ab 04.00 Uhr im Westrand von Marjewka. Die 294 I.D. trat 5,45 Uhr zum Angriff ( Unternehmen „Nordfahrt“, Verengung des feindlichen Landekopfes nordostwärts Marjewka) an. Eigener Angriff auf Nowo Fedorowka gelingt nicht, so daß sich die Division in der Nacht zum 15.12.1943 wieder auf die Ausgangsstellung absetzt.

20.12.1943 Die Kalmücken-Abt. Dr. Doll wird der 294.I.D. zur Bandenbekämpfung unterstellt.

23.12.1943 Die Gen.Kp. IV/294/24 mit 29 Unteroffizieren und 216 Mannschaften trifft bei der 294.I.D. ein.

28.12.1943 Oberst Götz übernimmt die Führung der 294. I.D. von Generalleutnant Block.

Weitere Absetzbewegung auf die „Annastellung“.

30.12.1943 Die Division liegt in der „Ilsestellung“. Feind besetzt Arbusowskij, Udelnenskij, ebenso Belenskoje und Marjewka. Feindlicher Angriff auf Nowo Pawlowka. Das II./G.R.420 wird wieder aus der 294 I.D. herausgelöst und im Raum Kirgis-Wesselyj versammelt. Feindliche Flieger warfen das Betriebsstofflager der 294.I.D. in Rubli in Brand. Die bisher der 294.I.D. unterstellte 1./Sturmgesch.Abt.277 wird der 123.I.D. nach Lyssogorskije zugeführt.

31.12.1943 Das II./G.R.420 wird in der Nacht zum 31.12.1943 aus der Front der 294.I.D. herausgezogen und stellt es zur Verfügung des XVII.A.K. in Kirgis Wesselyj bereit. Zur Bildung eines Abwehrschwerpunktes setzt die 294.I.D. die I./A.R.333 und den Pak-Zug Ritter (vier 8,8-cm-Pak) zur 125.I.D. in Marsch.

01.01.1944 Die Division fordert Sturmgeschütze an. Weiterhin muß sie einen schweren Pak-Zug als Korpsreserve von Nowyj Mir nach Borissowka zur 125.I.D. abstellen.

03.01.1944 Die Division erhält den Befehl, die Flußfront des Dnjeprs so auszubauen, daß ein Feindeinbruch über den Dnjepr verhindert werden kann.

Zustandsbericht: 4 Gren.Btln., davon 1 durchschnittlich, 1 schwach, 2 starke Regimentsgruppen (679, 680), 1 durchschnittliches Feldersatzbtl., Unterstellt: 1 mittelstarkes Alarm-Btl. (Büsing), 100% beweglich, 1 durchschnittliches Alarm-Btl. (Otto), 80% beweglich, Abgestellt: 2 Gren.Btl. (G.R.513) an LVII. Pz.K., 1 mittelstarkes Füsilier-Btl. (A.A.) an IV. A.K.. Artillerie: 6 le. Bttrn., 1 le. Bttr. (12,2) (r.)., 2 s.Bttrn., 100% beweglich, 1 durchschnittliches Pi-Btl., bespannt 100% beweglich, mot. 45% beweglich. Paklage: 6 m., 5 s. 4 s.(r.) Pak., Abgestellt: 2 s., 1 m. Pak an 123.I.D., 4 – 8,8-cm Pak an 125. I.D. Die Division ist zur Abwehr geeignet.

04.01.1944 Der 294.I.D. werden 4 Sturmgeschütze der 2./Sturmgesch.Abt.277 zugeführt.

Die 1./Al.Btl. Büsing liegt ostwärts Werchne Tarassowka in Stärke von 1:15:80, die 2./Al.Btl.Büsing liegt in Werchne Tarassowka in Stärke von 1:15:73, die 3./Al.Btl.Büsing ostwärts Werchne Tarassowka in Stärke von 5:20.

06.01.1944 Folgende Panzernahbekämpfungsmittel befinden sich bei der Division: 96 Faustpatronen, 212 Hafthohlladungen, 1493 Blendkörper.

07.01.1944 Die Gefechtsstärken aller Grenadierregimenter und des Pi.Btl.294 beträgt 1661 Mann, die Gefechtsstärken der Alarmeinheiten 565 Mann, zusammen 2226 Mann. Davon abzüglich der Reserven von 733 Mann besteht eine Gefechtsstärke von 1493 Mann. Die Hauptkampflinie beträgt 20 km, somit ergibt sich eine durchschnittliche Besetzung der Hauptkampflinie von74,6 km. Bei den Grenadierregimenter befinden sich 76 l.MG. und 23 s.MG.

09.01.1944 Wegen Abgabe von großen Teile der 123.I.D. übeninmmt die 294.I.D. die Abschnitte des G.R.415 und des G.R.416. Das zurückbleibende G.R.415 wird der 294.I.D. unterstellt. Ein Spähtrupp der 294.I.D. wird in der Nacht zum 09.01.1944 teils zusammengeschosse, teils gefangengenommen.

Der 294.I.D. werden unterstellt: G.R.415, G.R.416, Stab A.R.123 mit I./A.R.123, II./A.R.123 und IV./A.R.123, Pi.Btl.123 ohne 2./Pi.Btl.123 alle im Abschnitt der 123.I.D. vebrleibende Teile der N.A.123, Qu.Abt.123 in Maximowy mit allen Versorgungstruppen. Neue Grenze zwischen 294.I.D. und 125.I.D.: Südrand Petro Iwanowka- Hf. Ssergejewskij Nr.1.

10.01.1944 Zustandsbericht: 3 Gren.Btln., davon 2 starke und 1 mittelstark, 100% beweglich, 1 durchschnittliches Feldersatzbtl, Unterstellt: 1 mittelstarkes Alarm-Btl. (Otto), 80% beweglich. Abgestellt: 2 Gren.Btl. (G.R.513) an LVII Pz.K., 1 Füs.Btl. (A.A.333) an IV.A.K., 1 durchschnittliches Gren.Btl., 100% beweglich, als Korpsreserve. Artillerie: 6 le.Bttrn., 1 le.Bttr. (12,2) (r.), 2 s.Bttrn. 90% beweglich, 1 durchschnittliches Pi.Btl., bespannt 100% beweglich, mot. 50% beweglich. Paklage: 6 m. 5 s., 4 s.(r.), 2 – 8,8-cm Pak, Abgestellt: 1 m. 2 s. Pak an 123. I.D., 4 – 8,8-cm-Pak an 125. I.D. Die Division ist zur Abwehr voll geeignet. Der Stab/A.R.123 wird nach Gurowka zur 123.I.D. in Marsch gesetzt und scheidet daher aus der Unterstellung zur 294.I.D. aus.

11.01.1944 Das G.R.416 und I./A.R.123 scheiden in der Nacht zum 11.01.1944 aus der Unterstellung zur 294.I.d. aus.

13.01.1944 Das Pi.Btl.207 wird der 294.I.D. unterstellt.

14.01.1944 Die Postierungen im Bereich der 294.I.D. sind außerordentlich dünn, alle 10 Minuten 1 Mann, beim Pi.Btl. stehe auf 2 km verteilt nur 5 Gruppen.

16.01.1944 Die Kosakenschwadron 1./82 wird der 294 I.D. unterstellt.

17.01.1944 Zustandsbericht: 3 Gren.Btl., davon 2 starke und 1 mittelstark, 100% beweglich, 1 mittelstarkes Alarmbataillon (Opitz), 100% beweglich., 1 schwache Alarmeinheit Bieder, 100% beweglich, 1 durchschnittliches Feldersatzbataillon, Abgestellt: 3 Gren.Btl. (II./G.R.514 an Gruppe Schörner, I./G.R.513 und II./G.R.513 an LVII.Pz.K.), 1 Füs.Btl. (A.A.333) an IV.A.K. Artillerie: 6 le. Bttrn. 100% beweglich, 1 le.Bttr. (12,2) (r.) 100 % beweglich, 2 s.Bttrn. 100% beweglich, abgestellt: I./A.R.294 zu 125. I.D., 1 durchschnittliches Pi.Btl., bespannt 100% beweglich, mot. 55% beweglich. Paklage: 6 m., 5 s., 5 s.(r.). Die Division ist zur Abwehr voll geeignet.

Die 294.I.D. nimmt die Höhe 115,3 im Gegenstoß.

24.01.1944 Die Division übernimmt abends die Abschnitte der Alarm-Btl. Förster und Merz der 125.I.D., welche durch das I./G.R.514 ersetzt werden.

25.01.1944 In den Morgenstunden und am Vormittag mehrere Feindvorstöße im Abschnitt der 294.I.D. südlich Nowo Pawlowka in Stärke von bis zu 50 Mann, welche alle erfolglos bleiben.

29.01.1944 Oberst von Eichstädt übenrimmt die Führung der 294.I.D.

30.01.1944 Zwischen 08.00 Uhr - 08.30 Uhr wehrt die Division mehrere Feindvorstöße in Stärke von 80 Mann aus Richtung Miroljubowka in Richtung Westen ab, in Stärke von 200 Mann aus Richtung Windmühle (1,5 km nordwestl. Miroljubowka) in Richtung Süden und etwa 50 Mann gegen de Häusergruppe 800 Meter westlich der Windmühle. Alle Vorstöße werden durch Artilleriefeuer abgewiesen.

31.01.1944 Zustandsbericht: 4 Gren.Btln., 100% beweglich, davon 2 starke, 1 mittelstarkes, 1 durchschnittliches, 1 schwaches Feldersatzbtl., 1 starkes und ein mittelstarkes Alarm-Btl., 100% beweglich, abgestellt sind 2 Gren.Btl. (I. und II./G.R.513) an LVII.Pz.K., Füs.Btl. (A.A.) 333 an IV.A.K. Artillerie: 9 le.Bttrn., 1 le.Bttr. (r.), 2 s.Bttrn., 100% beweglich. 1 mittelstarkes Pi.Btl., bespannt 100% beweglich, mot. 65% beweglich. Paklage: 6 m., 9 s., abgestellt sind: An 125 I.D.: 1 s., 5 – 8,8-cm; an 387. I.D.: 2 m.(f.), 5 s., 4 – 8,8-cm-Pak; an 23.Pz.Div.: 1 m. und 5 s. Pak.

01.02.1944 Nachbardivisionen der 294 I.D. sind die 125. I.D., die 387. I.D. und die 306. I.D. Die 10 s. Pak der 14.Kompanien der Regimenter werden nach Scholochowo in Marsch gesetzt, ebenso 2 s.Pak der Pz.Jäg.Abt.294, bisher bei der 387.I.D. eingesetzt sowie 5 Pak 8,8 der Pz.Jäg.Abt.294, zuletzt der 125.I.D. unterstellt.

02.02.1944 Um 17.00 Uhr beginnen die Absetzbewegungen auf die "Ilse 2"-Stellung.

03.02.1944 Die Absetzbewegung der Division auf die „Ilse 2“-Stellung geht wegen verschlammten Wegen zu langsam voran. Im Schlamm gehen Geschütze verloren, auch Leute bleiben wegen Erschöpfung zurück. Gegen 21.25 Uhr Feindeinbruch bei Nowaja Kijewka in einer Tiefe von 200 m.

04.02.1944 Die Kosaken-Schwadron 1/82 wird nach Pokrowskoje zur Gruppe Schörner abgegeben, dafür erhält sie 2 Züge einer Kalmücken-Schwadron zugeführt.Zäher Schlamm im Bereich der Division, wodurch eine Fahrzeugschlange von Marganez bis Krassnogrigorjewka besteht, selbst Schlepper sitzen fest. Das Feldersatzbtl.294 wird als Abschleppkommando eingesetzt. Gegen 8.30 Uhr Feindangriff in Stärke von 2 Bataillone auf Nowo Kijewka, welche abgwehrt werden.

05.02.1944 Weitere Absetzbewegung der Division auf die „Maria“-Stellung hinter dem Ssolenaja-Abschnitt, fast die gesamte Artillerie bleibt im Schlamm stecken. Auszug aus dem Kriegstagebuch des XVII.A.K.: " Die Division rechnet damit, daß bei den heutigen Absetzbewegungen nur zwei Art. Abteilungen zurückgekommen sind. Was sonst noch im Schlamm an Gerät liegengeblieben ist und wieviel Leute vor Erschöpfung zurückblieben, lässt sich noch nicht übersehen."

06.02.1944 Feindliche Truppen, die in Sakamenka eingedrungen sind und die Bahnlinie in Marganez überschritten haben, wurden wieder zurückgeworfen

Vom Bahnhof Nikopol starten Transportzüge mit Waffen und Mannschaften.

Die Feindlage bei Nikopol zwingt die 294. I.D. zum Absetzen auf die „Ria“- Stellung.

07.02.1944 Die 294.I.D. hat sich in der Nacht auf die "Gerda"-Stellung abgesetzt, in der heutigen Nacht um 23.00 Uhr beginnt das Absetzen auf die "Ria"-Stellung.

Der Divisions-Gefechtsstand verlegt in der Nahct zum 08.02.1944 in den Nordteil von Alexejewka.

09.02.1944 Die Division hat die Brückenkopfstellung „ Martha“ bezogen. Feindeinbruch am Abend in Pokrowskoje, welcher durch das II./G.R.514 und Feldersatzbataillon 294 abgeriegelt wird. Später gelingt dem Gegner ein erneuter Einbruch.

10.02.1944 Die Division hat eine Gefechtsstärke von 1281 Köpfen. Gegen 07.30 Uhr Feindangriff gegen die Höhe 50,2 (1 km nordwestl. Nordrand Pokrowskoje)

11.02.1944 Absetzen der Division auf die „Ursula“-Stellung am Westufer des Busuluk bzw. der Kamenka. Westlich Punkt 39,3 ist der Gegner über den Busuluk gekommen und sitzt in der Flußniederung.

12.02.1944 Der Feind greift an mehreren Punkten im Abschnitt der 294.I.D. an und setzt bei Gruschewski-Kut aufs Westufer über. Da der Feind am Morgen ständig neue starke Kräfte aus der Dolshik-Schlucht (3 km ostwärts vom Nordrand Gruschewka) nachführt, erbittet die 294.I.D. Schlachtfliegereinsatz. Es ergeht der Korpsbefehl des XVII.A.K., daß alle bei den Stäben und Trossen vorhandene Handgranaten der kämpfenden Truppe zugeführt werden sollen. Sämtliche Handgranaten des Stab des XVII.A.K. und Stab XXXX.Pz.K. werden der 294.I.D. nach Gruschewskij Kut zugeführt.

13.02.1944 Gegen 09.00 feindlicher Angriff in Stärke von 300 Mann in Gruschewka bei der Kirche, es wird ein Einbruch mit einer Tiefe von etwa 50 m erzielt, welcher von eigenen Kräften gehalten wird. Der Feind verstärkt sich an der Einbruchsstelle, es wird um Luftwaffenunterstützung gebeten. Zudem werden das I./G.R.514 und eine Pionierkompanie auf die Einbruchsstelle angesetzt. Gegen 19.00 Uhr erneuter feindlicher Angriff auf gruschewskij Kut, ebenfalls gegen 19.50 Uhr, bei dem die Angreifer völlig betrunken waren. Die

14.02.1944 Die 294.I.D. scheidet aus dem XVII.A.K. aus und sammelt sich im Raum Nowo Woronzowka - Ossokorewka zur Verfügung der Armeegruppe Schörner.

15.02.1944 Um 12.40 Uhr wird dem XVII.A.K. durch Funk mitgeteilt, das die 294.I.D. wieder dem XVII.A.K. unterstellt ist.

17.02.1944 Die Division wird dem IV.A.K. unterstellt und wird zum Gefechtsstand der 387.I.D. nach Brunnen südostwärts des Teiches in der Ossokorewka-Schlucht in Marsch gesetzt, da alles darauf hindeutet, das der Gegner seinen Schwerpunkt in den Raum ostwärta Bol. Kostronka - Ossokorewka-Schlucht verlegt.

21.02.1944 Zustandsbericht: 4 Gren.Btl., davon 2 durchschnittlich, 2 angekämpft, 1 durchschnittliches Feldersatzbataillon. Abgestellt: 2 Gren.Btl. (I. u. II./G.R.513) an LVII. Pz.Korps, 1 Füs.Btl. (A.A.333) an 302. I.D. Artillerie: 3 le. Bttrn., 1 s. Bttr., 90 % beweglich, 1 durchschnittliches Pi.Btl., 30% beweglich, Paklage: 3 m., 1 s. Pak, abgestellt: 1 s. (r.) Pak an 125. I.D. Die Division ist zur Abwehr bedingt geeignet.

22.02.1944 Teile der 294.I.D. traten am Vormittag zusammen mit Teilen der 125.I.D., 302.I.D. und der Sturmgeschütz-Brigade 259 zur Bereinigung der Einbruchsstelle im Nordostteil von Bol. Kostromka zum Angriff an, welcher erfolgreich war. Bei diesem Angriff wurde auch das Traktorenwerk am Ostrand von Bol. Kostromka eingenommen. Ansonsten befindet sich die 294.I.D. zur Verfügung des IV.A.K. im Raum Deutsche Kolonie 11 - Deutsche Kolonie 6.

28.02.1944 Zustandsbericht: 4 mittelstarke Gren.Btl., 75% beweglich., 1 mittelstarkes Feldersatzbtl., 45% beweglich, abgestellt: 2 Gren.Btl. (I. u. II./G.R.513) an 257. I.D., 1 Füs.Btl. (A.A.) 333 an 302. I.D. Artillerie: unterstellt: 3 Geb.Gesch.Bttrn., 65% beweglich (I./Geb.A.R.112 der 3. Geb.Div.), 3 le. Bttrn., 80% beweglich (I./A.R.258 der 258. I.D.), abgestellt: 3 le.Bttrn. (II./A.R.294) an Kampfgruppe 9.Pz.Div., 1 mittelstarkes Pi.Btl., 70% beweglich, Paklage: 1 s., 1 s.(r.), 1 m. Pak, Unterstellt: 3 s. Pak von 3. Geb.Div., 2 s. Pak von 302. I.D., 1 s. Pak von 9. I.D. Die Division ist zur Abwehr bedingt geeignet.

06.03.1944 Die 294.I.D. besitzt 4 Grenadier-Bataillone, davon 3 mittelstark, 1 durchschnittlich. Unterstellt sind ihr das I./G.R.570 und II./G.R.570 der 302.I.D.

10.03.1944 Die 294.I.D. und 258.I.D. wehren mehrere feindliche Angriffe nördlich und nordwestlich von Alexandrowka ab.

11.03.1944 Die 294.I.D. ist im Südabschnitt des IV.A.K. eingesetzt und hat einen sehr großen Abschnitt zu besetzen. Kräftemäßig ist die nicht in der Lage, etwaige Feindeinbrüche im Gegenstoß zu bereinigen.

16.03.1944 Die 294.I.D. erreicht im Verband des IV.A.K. den Brückenkopf Trichaty und überschreitet den Bug über die Brücke bei Trichaty.

20.03.1944 Teile der 294.I.D. greifen zusammen mit Teilen der 17.I.D. und 258.I.D. den feindlichen Brückenkopf westlich Nowaja Odessa an. Der 294.I.D. gelingt es zunächst Kowalewka einzunehmen, wird dann aber wieder zurück zur Ortsmitte gedrängt.

22.03.1944 Es wird erwähnt, das die 294.I.D. bei den Angriffen in den letzten Tagen solche Verluste hatte, das sie weitere Angriffe nicht tragbar sind.

27.03.1944 Das I./716 der 153.Feld-Ausbildungs-Division ist der 294.I.D. als Grenadier- Ausbildungs-Btl. unterstellt.

02.04.1944 Das I./(Feldausbildungs-)Grenadier-Regiment 716 der Feldausbildungsdivision 153 ist der 294.I.D. unterstellt. Die 294.I.D. befindet sich auf dem Weg in den Einbruchsraum Katarshino zur 17.I.D.

05.04.1944 Das XXIX.A.K. trat nachmittags mit den zusammengefaßten Kräften der Kampfgruppe 3.Geb.Div., Kampfgruppe 294.I.D., Kampfgruppe 17.I.D., Kampfgruppe 335.I.D., und der Kampfgruppe 258.I.D. aus dem Raum östlich und nordöstlich Rasdelnaja zum Angriff in die tiefe Flanke des eingebrochenen Gegners nach Nordwesten an.

06.04.1944 Die Kampfgruppe 3.Geb.Div., Kampfgruppe 294.I.D., Kampfgruppe 17.I.D., Kampfgruppe 335.I.D. und die Kampfgruppe 258.I.D. wurden zur Gruppe Wittmann zusammengefaßt. In schweren Kämpfen stießen die Kräfte der Gruppe Wittmann an Rasdelnaja vorbei und erreichten über Bakalowo und Chutor Schirokij den Ort Nakissija, wo sie Verbindung mit der 257.I.D. (XXX.A.K.) herstellten.

09.04.1944 Die 294.I.D. befindet sich im Raum Ploskoje und wird dem LII.A.K. unterstellt. Als neuer Troßraum für die 294.I.D. wird der Raum Ciopleni - Boscana - Cruzesti festgelegt.

10.04.1944 Masse der 294.I.D. (Kampfgruppe Pilling, Div.Gruppe 333) ist nördlich von Tiraspol und bei Ploskoje zur Abriegelung eines tiefen Feindeinbruches eingesetzt. Rest der Kampfgruppe 294.I.D. tritt 04.00 Uhr an und trifft am Nachmittag in Tighina ein, wo auch der Divisions-Gefechtsstand eingerichtet wird. Die Kampfgruppe Pilling (G.R.513) stellt die Hauptkraft der 294.I.D. dar.

12.04.1944 Die Kampfgruppe 294.I.D. ist im Raum Gura Bacului (westlich Bytschek) - Krassnaja Gorka eingesetzt. Divisions-Gefechtsstand am Abend in Boscana.

13.04.1944 Die Kampfgruppe 294.I.D. hat eine Gefechtsstärke von etwa 400 Mann mit 30 l.MG., 10 s.MG. 5 Gr.W., 3 le.I.G., 1 s.I.G., etwa 8 l.F.H., etwa 1 s.F.H. und 5 s.Pak. Die Division ist "ohne Teile" im Raum Roscani versammelt.

14.04.1944 Die Kampfgruppe 294.I.D. wird in den Raum Cobusce Veche - Balabauesti verlegt. Die im Korpsabschnitt des XVII.A.K. versammelten Teile der Kampfgruppe 294.I.D. werden der 4.Geb.Div. unterstellt. Der Divisions- Gefechtsstand wird nach Cimiseni verlegt.

15.04.1944 Die Alarm-Einheit 294 (Artillerie und Panzerjäger) wurde unter den Befehl der 4.Geb.Div. in Balabauesti versammelt. Die Teile der 294.I.D. die bereits dem XVII.A.K. unterstellt waren, werden wieder dem LII.A.K. unterstellt. Die Masse der 294.I.D. trifft im Raum Cobusca-Veche - Cimiseni ein.

16.04.1944 Die Division wird vorübergehend der 320.I.D. unterstellt und festigt die die bis zum Abend in Gegenangriff gewonnene Linie Speja - Delacheu. 16.00 Uhr: Kampfgruppe 294 und 4. Geb. Div. treten mit Luftwaffenunterstützung zum Gegenangriff an. Die Kampfgruppe 294.I.D. ist auf den Höhen 164,4 - 172,4 eingesetzt.

18.04.1944 Die Kampfgruppe 4.Geb.Div. übernimmt mit unterstellten Teilen der 294.I.D. den Befehl über den Abschnitt Südrand des Kastenwaldes bis Nordrand Delacheu. Angriff des Gegners im Raum Speia und Delacheu. Die 294.I.D. ist der Gruppe Braun unterstellt, welche aus der Kampfgruppe 294.I.D. und der Kampfgruppe 4.Geb.Div. besteht.

22.04.1944 Kampfgruppe 294 übernimmt ab dem 26.04.1944 den Abschnitt 1 km NW 78,7

einschließl. bis Schlachthaus 3 km ostw. Oststrand Dorozkoje. Die bisher in diesem Abschnitt eingesetzte Gruppe 2.Fallschirm.Jg.Div. wird der 294. I.D. unterstellt.

24.04.1944 Der Gefechtsstand befindet sich in Corjewa. Die Division gehört zur Gruppe von Knobelsdorff, welche aus XXXX.Pz.K. (Kampfgruppe 282.I.D., 10.Pz.Gren.Div., Kampfgruppe 11.Pz.Div.) sowie dem LII.A.K. (Korps- Abteilung A, Kampfgruppe 320.I.D., 4.Geb.Div., Kampfgruppe 294.I.D., Kampfgruppe 2.Fs.Jg.Div., Kampfgruppe 17.I.D., Korps-Abteilung F) besteht.

25.04.1944 Die Division übernimmt den Abschnitt der 4. Gebirgsdivision. Vor der Kampfgruppe 294 befindet sich die 17. I.D.

27.04.1944 Die Division übernimmt Befehlsführung im Abschnitt Straße Pugoceni – Corjeva, Kampfgruppe 294 löst I./Pz.G.R.93 und I./Geb.Jg.Rgt. 13 ab.

04.05.1944 Feindlicher Angriff auf die Kampfgruppe 294 in der Schlucht nördlich 78,7 nach Westen.

08.05.1944 Gefechtsstärken der 294.I.D.: I./G.R.513: 125, II./G.R.513: 131, I./G.R.514: 217, II./G.R.514: 228, Rgts.-Gruppe 679: 198, Rgts.-Gruppe 680: 153, Füs.Btl. (AA) 333: 152, Feldersatzbataillon: 110, Pi.Btl.294: 243.

10.05.1944 02.00 Uhr: Angriff der 294.I.D. auf die Stahlhelmhöhe (2 km südwestlich Pugoceni). Nach Einnahme der Stahlhelmhöhe geht sie weiter gegen den Dnjestr südlich Pugoceni vor. Es gelang, bis auf 300 Meter an das Westufer des Dnestr heranzukommen. Anderer Eintrag: „Die 294.I.D. ist der Held des Tages Nr. 2.“ Sie ist südlich Pugoceni im Vorgehen auf die Obstplantage am Fluß.

11.05.1944 Das LII.A.K. greift den feindlichen Brückenkopf bei Butor an. Dabei wehrt die 294.I.D. heftige Angriffe im Uferwald des Dnjestr ab. Südlich von Pugoceni entsteht Verbindung zwischen der 294. I.D. und den dort stationierten Kräften, weiterhin säubert sie die Obstgärten südlich Pugoceni. Die 294. I.D. dringt in Serpeni ein. Das Armeekorps erteilt ein Lob an die 294. I.D. unter Führung des Gen.-Major von Eichstädt.

12.05.1944 Vorgehen von Teilen der 294.I.D. gegen den Feind im Restbrückenkopf Butor.

14.05.1944 Die 294.I.D. gilt als besonders abgekämpft. Ihre infanteristische Gefechtsstärke beträgt 694 Köpfe.

15.05.1944 Die 294.I.D. gilt als besonders abgekämpft. Ihre infanteristische Gefechtsstärke beträgt 694 Köpfe. Die 294.I.D. übernimmt in der Nacht vom 14.05. zum 15.05.1944 den Abschnitt des II./G.R.204. Der Division sind unterstellt: drei 8,8-cm-Pak von der s.H.Pz.Jäg.Kp.A, fünf 8,8-cm-Pak von der s.H.Pz.Jäg.Abt.662, vier „Hornissen“ von der s.H.Pz.Jäg.Abt.93 sowie zwei Pak von der 2.Fallschirm-Jäger-Division.

21.05.1944 Feindlicher Einbruch in der Dnjestr-Schleife wird bereinigt. Der Befehlshaber von Knobelsdorff spricht allen beteiligten Einheiten für die schweren opfervollen Kämpfe seinen Dank aus. Die Gruppe Knobelsdorff besteht mit Stand vom 21.05.1944 aus folgenden Division: 320.I.D., 17.I.D., 97.Jäg.Div. 294.I.D, 4.Geb.Div., 335.I.D., 3.Pz.Div., 13.Pz.Div., 14.Pz.Div.

22.05.1944 Verluste am 22.05.1944: 3 Gefallenen und 9 Verwundete. Gefechtsstärken der Division: I./G.R.513: 97, II./G.R.513: 97, I./G.R.514: 106, II./G.R.514: 74, Rgts.-Gruppe 679: 108, Rgts.-Gruppe 680: 102, Füs.Btl.: 120, Feldersatzbataillon 294 (Rahmen): 56, Pi.Btl.294: 220. Unterstellt ist das Geb.Jg.Rgt 13 der 4.Geb.Div. in folgenden Stärken: I.Btl.: 281, II.Btl.: 258, III.Btl.: 246.

23.05.1944 Die Division liegt im Raum Pugoceni, Delacheu, Stahlhelmhöhe.

24.05.1944 Gegenangriff der 294. I.D. bei Serpeni. Angriff auf die Division südlich von Pugoceni wird abgewiesen.

31.05.1944 Aufgrund der gestiegenen Gefechtsstärke entfällt die Bezeichnung Kampfgruppe.

19.06.1944 Gefechtsstärken der 294.I.D. I./G.R.513: 245, II./G.R.513: 291, I./G.R.514: 289, II./G.R.514: 284, Rgts.Gruppe 679: 211, Rgts.Gruppe: 680:196, Füs.Btl.:147, Feldersatzbataillon 294: 98, Pi.Btl.294: 307, I./G.R.685: 421, II./G.R.685: 332

25.06.1944 In einem Schreiben an die Heeresgruppe Südukraine beantragt die 6.Armee die Umbenennung des der 294.I.D. unterstellten G.R.685 der aufgelösten 336.I.D. in G.R.515, ebenso die Umbennung des Füs.Btl.(AA)333 in Füs.Btl.(AA)294 sowie das A.R.333 in A.R.294.

26.06.1944 Gefechtsstärken der 294.I.D. I./G.R.513: 234, II./G.R.513: 285, I./G.R.514: 273, II./G.R.514: 284, Rgts.Gruppe 679: 215, Rgts.Gruppe: 680:195, Füs.Btl.:158, Feldersatzbataillon 294: 153, Pi.Btl.294: 310, I./G.R.685: 418, II./G.R.685: 356.

28.06.1944 Die 294.I.D. besitzt 4579 Pferde und 86 Kraftfahrzeuge.

24.07.1944 Gefechtsstärken bei der 294:I.D.: I./G.R.513: 288 Köpfe; II./G.R.513: 280 Köpfe; I./G.R.514: 317 Köpfe; II./G.R.514: 301 Köpfe, I./G.R.685: 430 Köpfe, II./G.R.685: 392 Köpfe, Füs.Btl. 294: 504 Köpfe; Pi.Btl.294: 312 Köpfe; Feldausbildungsbataillon 294: 623 Köpfe.

29.07.1944 Die Division übernimmt den nördlichen Abschnitt der 320.I.D. bis zum Nordrand von Serpeni.

22.08.1944 Die Division erhält den Befehl zum Absetzen in Gegend um Carbuna, wo Sie zur Abwehr sowjetischer Einbrüche eingesetzt werden soll.Bis zum 22.08.1944 war der Div.-Gefechtsstand in der Schlucht etwa 1km westnordwestlich der Höhe 172 nördlich der Rollbahn Mereni - Vainova.

23.08.1944 Ankunft früh 2.00 Uhr in Carbuna, wo sich auch der Div.-Gefechtsstand befindet, jedoch nur Ia, IIa, O1, Masse Ib. Von der Truppe liegt noch keine Meldung über deren Eintreffen vor. Laut Korpsbefehl hat sich die Division nach Eintreffen der der Kampftruppen weiter in Richtung Leova abzusetzen, wo der Pruth überschritten werden sollte. Es ergeht zudem der Divisionsbefehl, das noch alle in Hancesti bzw. auf der Marschstraße Hancesti - Husi befindlichen Teile der Division beschleunigt den Pruth zu erreichen haben. Abends war Maximeni als Div.-Gefechtsstand vorgesehen.

24.08.1944 Die Division befindet sich in Buja und Gegend Sahaidac, gegen 19.00 Uhr verlegt sie vom Feind unbemerkt von der Gegend um Sahaidac nach Gura Galbena. Die in Buja lagernden Teile der 294.I.D. werden nachmittags von Panzern angegriffen und weichen nördlich aus, wo sie von Teilen der 106.I.D. aufgenommen werden. Die 106.I.D. erkämpft sich einen Pruth-Übergang nördlich von Husi.

25.08.1944 Die Division liegt in und bei Gura Galbena und ist eingekesselt, für 14.30 Uhr ist der Ausbruch in Richtung Westen befohlen. Der Durchbruch gelingt, jeder Zusammenhalt geht verloren, Masse der Truppe danach im Waldstück westlich Albina. Beim Durchbruch gingen das gesamte schwere Gerät und Waffen verloren, ebenso ging die Masse der Kraftfahrzeuge durch Beschuß verloren. Die 1.Kp. der schweren Heeres Panzer-Jäger-Abt.93 wird der 294.I.D. zugeteilt.

26.08.1944 Reste der Division treten als Kampfgruppe 294 unter Führung von Major Steinhauser, Kdr. G.R.514, den Weitermarsch nach Westen an, wobei verschiedene Sperrlinien südlich Mingir zu durchbrechen sind. Bei diesen Durchbruchsgefechten werden die Reste der Division endgültig auseinander gesprengt.

09.10.1944 Die Division wird nach ihrer Vernichtung Ende August 1944 formell aufgelöst.